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Argentinien Posse um Trainerposten dauert an

Maradona bringt sich ins Gespräch

Archivartikel

Bronnizy.Der selbst bei der WM 2010 mit der argentinischen Nationalmannschaft gescheiterte Diego Armando Maradona würde unentgeltlich den Posten als Trainer der Albiceleste wieder übernehmen. Zumindest sagte der 57 Jahre einstige Fußball-Weltstar das in seiner TV-Sendung „De la Mano del Diez“ (Aus der Hand der Zehn) des venezolanischen Senders Telsur. Auf die Frage seines Moderatoren-Kollegen, ob er „die Hand reichen“ würde, antworte Maradona umgehend: „Ja. Und ich würde es umsonst machen. Ich würde nichts als Gegenleistung verlangen.“

Offen ist beim gescheiterten Noch-Vizeweltmeister Argentinien aber, ob der Posten wirklich frei wird, obwohl der Druck auf Jorge Sampaoli weiter zunimmt. Er war mit dem Team um den immer noch schweigsamen Lionel Messi (31) bei der WM in Russland im Achtelfinale gegen Frankreich (3:4) ausgeschieden. In 15 Spielen unter seiner Leitung seit vergangenem Sommer spielte Argentinien jedesmal mit einer anderen Aufstellung, nicht selten in verschiedenen Systemen.

Nach den teilweise possenhaften Tagen in Russland mit einer angeblichen Entmachtung des Trainers Sampaoli durch die Spieler um Messi und den zurückgetretenen ehemaligen Kapitän Javier Mascherano (34) setzt sich das unwürdige Schauspiel fort. Der Verband wisse nicht, wie er Sampaoli loswerden könne, schrieb die Zeitung „Clarín“: „Das große Hindernis ist die Ausstiegsklausel. Deshalb wagen sie es nicht, ihn rauszuwerfen.“

Unwürdiges Schauspiel

Und Sampaoli scheint nicht gewillt zurückzutreten und damit von sich aus das Arbeitsverhältnis zu beenden, das bis Mitte 2022 befristet ist. Nach der krachenden 0:3-Pleite gegen Kroatien in der Vorrunde hatte er eher kleinlaut alle Verantwortung auf sich genommen. Damals hatte es wie der Anfang vom Ende geklungen. Nun scheint es in Argentinien vorerst ein Schrecken ohne Ende zu werden.