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Mehr Quantität und Qualität

Kreisliga Buchen: Drei Absteiger und namhafte Neuzugänge „motzen“ die Liga mächtig auf

„18 Teams, das ist schon wie in der Bundesliga“, stellt Christian Greulich, Coach des FC Schweinberg der neuen Saison der Kreisliga Buchen, treffend fest. Einer der zahlreichen Unterschiede ist jedoch: Während in der Bundesliga der FC Bayern der uneingeschränkte Top-Favorit auf den Titel ist, gibt es in der Kreisliga ein deutlich breiteres Feld an Titelfavoriten.

Mit gleich drei Absteigern aus der Landesliga (Buchen, Schloßau und Gommersdorf II) sowie Rosenberg und Mudau als Top-Kandidaten auf den titel , ist die Liga so gut aufgestellt wie selten zuvor.

Bei so vielen Titelkandidaten ist es schwer, einen Favoriten ausfindig zu machen, doch unter den Kontrahenten wird der TSV Rosenberg als heißester Anwärter auf die Meisterschaft gehandelt. Mit Neu-Coach Christoph Meier sind elf weitere Spieler nach Rosenberg gewechselt, darunter die Ex-Verbandsliga-Stürmer Daniel Breitinger und Florian Rechner.

Ebenfalls eine Vielzahl an Neuzugängen, besonders aus der eigenen Jugend, hat die Spvgg. Hainstadt vorzuweisen, und mit Sebastian Lindau bekommt Trainer Jürgen Kilitschawyj einen Kreisliga-Routinier als „Co“ zur Seite gestellt. Gemeinsam peilt das Duo einen Platz im gesicherten Mittelfeld an – eine vorsichtige Prognose.

Beim TSV Mudau steht nach dem verlorenen Pokal- und Relegationsfinale steht alles im Zeichen eines kleinen Umbruchs. Das bisherige Trainerduo Marvin Flad und Kai Bauer wechselte aus beruflichen Gründen, und so gibt nun Alexander Pokoj an der Seitenlinie die Kommandos. Auch der TSV Mudau profitiert von einer hervorragenden Jugendarbeit: Gleich sieben Spieler der eigenen A-Junioren finden den Weg ins Seniorenteam des TSV.

Immerhin sieben neue Trainer sitzen in der kommenden Runde auf der Trainerbank, unter anderem beim FC Schloßau, dem Absteiger aus der Landesliga Odenwald. Die Odenwälder haben mit Christian Schäfer einen ehemaligen Regionalliga-Akteur als spielenden Coach verpflichtet. Schäfer ging mit der Spvgg. Neckarelz den Weg von der Verbandsliga bis in die Regionalliga, und wurde von seinen Mitspielern respektvoll „Kaiser“ gerufen – aufgrund seiner Vielseitigkeit. Er bringt eine Menge Erfahrung mit.

Auch beim TSV Höpfingen II hat ein neuer Trainer Platz genommen. Dieser ist ebenfalls kein Unbekannter: Mathias Beckert, der zuvor die „Dritte“ trainierte, übernimmt von Steven Bundschuh. Beim FC Schweinberg, der SG Erfeld/Gerichtstetten, dem FC Donebach und dem VfB Heidersbach setzt man weiter auf die Qualitäten der bisherigen Trainer.

Wegen der starken Spitzenteams werden es die neu gegründete Spielgemeinschaft Hardheim/Bretzingen, der SV Osterburken II und der SV Seckach, allesamt Kellerkinder der vergangenen Runde, nicht einfach haben und wohl um den Verbleib in der Klasse kämpfen.

Die drei Aufsteiger aus der Kreisklasse A , Hettingen, Waldhausen und Sennfeld/Roigheim, haben hingegen realistische Chancen, in dieser Liga eine gute Rolle und nicht gegen den Abstieg zu spielen. Die Kreisliga könnte dieses Mal zur „Zwei-Klassen-Gesellschaft“ werden, da es viele vermeintlich starke und viele vermeintlich schwächere Teams gibt, ein Mittelfeld ist nicht wirklich ersichtlich. Wer also aus der Spitzengruppe purzelt, könnte sich gleich im Abstiegskampf wiederfinden, denn drei Teams müssen direkt runter in die A-Klasse, der Viertletzte relegiert.

Mit der neu gegründeten Spielgemeinschaft Götzingen/Eberstadt muss auch gerechnet werden. Sie entstand zwar aufgrund von Spielermangel, doch beide Teams haben gute Akteure in ihren Reihen.

Gezwungenermaßen stieg der VfR Gommersdorf II aus der Landesliga ab, da die „Erste“ aus der Verbandsliga abgestiegen ist. Demnach peilt das Team von Fabian Stöcklein und und Michael Lieb einen Platz unter den ersten Fünf an und hat realistische Chancen, um den Aufstieg mitzuspielen.

Für den TSV Buchen heißt es nun: Neustart in der Kreisliga. Nach Jahren in der Landes- und Verbandsliga stieg das Team aus der Kreisstadt wieder ab und plant nun den Neuanfang.