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Mit zwei Top-Favoriten in die Saison

Kreisklasse A Tauberbischofsheim: Hinter dem SV Pülfringen wird mit Türkgücü Wertheim ein Aufsteiger hoch gehandelt

Geht man nach der Einschätzung der Mitkonkurrenten, dann scheint der Kampf um den Aufstieg aus der Kreisklasse A in die Kreisliga schon so gut wie entschieden: Bei unserer jährlichen Umfrage wurden vor der neuen Spielzeit ganz klar der SV Pülfringen und Aufsteiger Türkgücü Wertheim auf das Favoritenschild gehoben.

Von ungefähr kommt diese Prognose natürlich nicht. Der SV Pülfringen bewies schon in der Vorsaison, dass er durchaus das Zeug dazu hat, künftig in der Kreisliga zu kicken. Das Team hatte in der Relegation gegen den FC Külsheim den Aufstieg schon direkt vor Augen, ehe es in einer dramatischen Schlussphase vom Glück verlassen wurde: Aus einer 3:1-Führung wurde am Ende eine 3:5-Niederlage. Doch der Frust war schnell verflogen, und schon kurz nach Spielende war von einigen Akteuren zu hören: „In der neuen Saison greifen wir wieder an.“ Dies geschieht dann mit einem neuen Trainer, denn beim SVP hat nun Christian Semmler das Sagen. Der hat im Juni selbst „Relegations-Geschichte“ geschrieben, denn er war beim 2:1 des SV Nassig über den TSV Mudau „Held des Tages“ und sicherte seinem Team mit zwei Toren den Klassenerhalt in der Landesliga.

Es kommt nicht überraschend, dass hinter dem SV Pülfringen mit Türkgücü Wertheim sogar ein Neuling zum „Titelkandidaten Nummer zwei“ erklärt wurde. Wer das Team von Trainer Angelo Cali in der Vorsaison gesehen, der war sicherlich begeistert von den spielerischen und technischen Fähigkeiten, die in dieser Mannschaft stecken. Türkgücü war jedenfalls viel zu stark für die B-Klasse. Um ein Haar wäre ihnen dort ja sogar die „perfekte Saison“ gelungen. In der Schlussphase gab es dann aber doch noch ein Unentschieden, als man beim der SG Bobstadt/Assamstadt III trotz haushoher Überlegenheit nicht über ein 2:2 hinaus kam. Sonst hätte die Bilanz am Ende 26 Siege in 26 Spielen ausgewiesen. Aber auch so war die Leistung von Türkgücü absolut beeindruckend.

Allein auf weiter Flur werden der SV Pülfringen und Türkgücü Wertheim allerdings nicht sein. Mindestens ein Trio scheint in der Lage zu sein, den beiden zu folgen, und zwar Kreisliga-Absteiger SV Distelhausen, die SpG Welzbachtal sowie die SpG Rauenberg/Boxtal. Zumindest indirekt gaben diese drei Vereine auch an, dass sie vorne mitmischen möchten: „Platz eins bis fünf“ sagt der SVD, „Unter die ersten Fünf“ prognostiziert Welzbachtal und „Besser als in der Vorsaison“ will Rauenberg/Boxtal sein, das damals immerhin schon den fünften Platz belegt hatte.

Für die anderen Teams wird es aller Voraussicht nach darum gehen, nicht in den Abstiegsstrudel zu geraten, wobei man aber dennoch ganz besonders auf das Abschneiden der beiden „Neulinge“ 1. FC Umpfertal II und SG Windischbuch/Schwabhausen II gespannt sein darf.