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Ohne Neue zu alter Stärke

Landesliga Odenwald: Der VfR Uissigheim vertraut auf seine eingespielte und junge Mannschaft

Ja hat denn keiner Bock auf den VfR Uissigheim? Auf diese, gewiss etwas flapsige Frage könnte man kommen, wenn man beim VfR Uissigheim auf Seite 25 die Rubrik „Neuzugänge“ betrachtet. Dort steht hinter dem Doppelpunkt nämlich „keine“. Aber nichts da: Dass der VfR tatsächlich keine Neuzugänge zu vermelden hat, war eine bewusste Entscheidung.

Trainer Andreas Walz erklärt: „Wir haben einen Kader von 22 Mann mit neun Uissigheimern und wir haben Potenzial in der Truppe. Warum soll ich da noch neue Spieler von auswärts holen?“ Neue Spieler forcieren stets den Konkurrenzkampf im Kader. Dass dieser verschärfte Wettbewerb für Startelfeinsätze nun wegfällt, sieht der 40-jährige Coach nicht als Problem: „Von 22 Mann können nur elf spielen. Das ist Konkurrenzkampf genug.“

Mit Rang 6 hat der VfR zuletzt ein prima Ergebnis erzielt. „Allerdings muss man beachten, dass wir die Hälfte unserer Punkte in den ersten elf Spielen geholt haben“, sagt Walz und relativiert mit dieser Aussage ein wenig diese für den VfR hervorragende Platzierung. Damit wird auch klar, dass die Uissigheimer jetzt nicht den großen Wurf planen. Im „gesicherten Mittelfeld“ möchte man sich während dieser Saison bewegen. „Die Liga ist besser geworden. Sechs Mannschaften werden um die Meisterschaft spielen, sechs das Mittelfeld bilden und sechs stehen unten. Und bei denen unten wollen wir nicht stehen“, sagt Walz.

Der Trainer freut sich vor allem über den fußballerischen Fortschritt seiner Mannschaft: „Wir können uns mittlerweile gut spielerisch befreien und spielen wenig lange Bälle.“ Taktisch agiert die Mannschaft stabil in einem 5-4-1 vor allem gegen stärkere Gegner, sonst in einer 3-4-3-Formation. Das sind alte Stärken, die auch ohne neue Spieler die Punkte bringen sollen. „In der Vorbereitung haben wir vor allem großen Wert auf Ausdauer und Kraft gelegt“, lässt Andreas Walz in seine Trainingsarbeit blicken.

Stolz ist er auf den niedrigen Altersdurchschnitt seiner Mannschaft. „Junge Spieler machen Fehler, doch diesen Weg wollen wir gehen“, erklärt er die „Vereins-Philosophie. Vor allem von Felix Geis (21) und Jakob Väth (20) erhofft sich der VfR-Coach einen weiteren Sprung. Diese und die anderen Jungs werden von den „Pfeilern“ Steffen Gros, Marvin und Louis Füger sowie Torjäger Jonas Faulhaber gestützt. Aber auch Yannik Schmitt hat mit zehn Saisontreffern zuletzt gezeigt, dass er ein unverzichtbarer Bestandteil des Teams ist.

Und so langsam wird klar, warum Andreas Walz seiner eingespielten Truppe vertraut.