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Sicherheit CDU-Minister Beuth stellt Sicherheitsprojekt vor

Präventiver Schutz in Kommunen

Hanau.Mit einem neuen Programm zur Vorbeugung von Kriminalität in Kommunen soll Hessen sicherer werden. Innenminister Peter Beuth (CDU) stellte das Projekt namens Kompass (KOMmunalProgrAmm SicherheitsSiegel) gestern in Hanau vor. Das den Angaben zufolge bundesweit einmalige Programm beginnt zunächst in vier Modellkommunen: Hanau und Maintal (beide Main-Kinzig-Kreis) sowie Bad Homburg vor der Höhe (Hochtaunuskreis) und Schwalbach am Taunus (Main-Taunus-Kreis). Später soll es auf ganz Hessen ausgeweitet werden, wie Beuth sagte.

Ziel sei, die Sicherheitsarchitektur in den Kommunen individuell voranzubringen und passgenaue Lösungen für Probleme vor Ort zu entwerfen. Der Schwerpunkt liegt auf der Prävention. Das Projekt bringt auch mehr Personal: Den Polizeipräsidien werden jeweils zwei zusätzliche Stellen zugewiesen, hessenweit sind es 14. Die Geschäftsstelle für Kompass werde beim Landeskriminalamt in Wiesbaden eingerichtet. Darüber hinaus werden 30 weitere „Schutzmänner vor Ort“ landesweit eingesetzt.

Analyse als erster Schritt

Im ersten Schritt werde in den Kommunen eine Sicherheitsanalyse erstellt. Dabei solle auch Bestehendes auf den Prüfstand kommen. Dann solle im Zusammenspiel von Polizei, Kommunen und Bürgern eine Maßnahmenliste erstellt werden, wie die Sicherheit vor Ort verbessert werden kann. In Versammlungen und Sprechstunden sollen die Bürger ihre individuellen Beobachtungen und Vorschläge einbringen können.

Hessen zählt nach Angaben des Innenministeriums zu den sichersten Bundesländern. Die Aufklärungsquote von Straftaten habe in Hessen im Jahr 2016 mit 62,7 Prozent einen Höchststand erreicht. lhe