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Rettet den Maulwurf!

Archivartikel

Dass die Fifa eine wohltätige Organisation ist, mussten wir schon häufig mit großer Freude und Begeisterung feststellen. Nun hat sich der Weltverband auch dem Naturschutz verschrieben und ein Programm zur Rettung des westsibirischen Untergrund-Maulwurfs aufgelegt.

Vor dem Beginn dieser Weltmeisterschaft wurde den teilnehmenden Verbänden innerhalb der Turniermappe auch ein Teilnahmekodex für die Spieler auferlegt.

Kurz vor Ende der Partie . . .

Dieser sieht zwingend vor, dass Spieler aus Mannschaften, die kurz vor Ende der Partie aussichtsreich in Führung liegen, sich nach einem harmlosen Zweikampf auf den Boden legen, schmerzverzerrt einige Worthülsen in den Rasen schreien und gleichzeitig mit der flachen Hand mindestens fünfmal, gerne aber auch sechs- oder siebenmal auf den wohlgepflegten grünen Rasen klopfen.

Die anschließend hinzugerufenen Betreuer der Mannschaften sprühen hernach noch ein Mittel auf den Rasen, der schnell in den Boden einzieht. Die Umwelt-und Naturschutzabteilung der Fifa soll demnach Forschungen betrieben haben, wonach dadurch der Fortpflanzungstrieb der westsibirischen Untergrund-Maulwürfe angeregt werden soll.

. . . auf den Rasen klopfen

Unlängst wurden solche Bestrebungen auch auf hiesigen Plätzen in der Kreisklasse gesehen. Komisch ist allerdings nur, dass der westsibirische Untergrund-Maulwurf hierzulande nicht heimisch ist und der Spieler in dieser Situation zudem auf einen Kunstrasenplatz geklopft hat.