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Ramadan Fastenmonat beeinträchtigt einige Teams

Rohr fürchtet Probleme

Moskau.Auf eine kreative Lösung wie Tunesiens Fußballer verzichtete Mohamed Salahs ägyptischer Nationaltrainer Héctor Cúper während des Ramadan. Mit den Begleiterscheinungen des muslimischen Fastenmonats hat der Argentinier so kurz vor der WM in Russland ohnehin genug zu kämpfen. „Meine Spieler fasten von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, wann soll ich trainieren? Ich kann keinen Menschen trainieren lassen, der keine Flüssigkeit und keine Kalorien im Körper hat“, schimpfte Cúper schon zu Beginn der Vorbereitung.

Nigerias Nationaltrainer Gernot Rohr befürchtet trotz des Ende des Ramadan am Tag des WM-Eröffnungsspiels am Donnerstag zwischen Gastgeber Russland und Saudi-Arabien Auswirkungen auf sein Team. „Für das erste Spiel wird es nicht leicht, das wegzustecken“, sagte der Mannheimer. Der 64-Jährige hat in seiner Mannschaft viele muslimische Spieler, die sich an den Fastenmonat halten. Die Nigerianer starten zwar erst am Samstag gegen Kroatien. Rohr meinte aber: „Der Energieverlust ist innerhalb so kurzer Zeit schwer auszugleichen. Das werden wir wohl ins erste Spiel mitschleppen.“

Der muslimische Fastenmonat fiel in diesem Jahr genau in die Vorbereitung der WM-Teilnehmer mit muslimischen Spielern. Gläubige Muslime dürfen in dieser Zeit von Sonnenaufgang bis zu ihrem Untergang weder essen noch trinken. Vor allem Saudi-Arabien, Ägypten, Iran, Marokko und Tunesien stellte der Ramadan vor Herausforderungen.

Die Tunesier zum Beispiel entwickelten eine ganz eigene Methode, ihren Hochleistungssportlern das Einhalten des Fastenmonats zu ermöglichen. In den Freundschaftsspielen gegen Portugal (2:2) und die Türkei (2:2) täuschte Torhüter Mouez Hassen eine Verletzung vor – in etwa zu der Zeit, als den Spielern das Fastenbrechen erlaubt war. Die Tunesier nutzten dann die Spielunterbrechung und versorgten sich am Spielfeldrand mit Wasser und Nahrung. dpa