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Spanien Bayern-Star will seine Familie stolz machen

Thiagos Mission

Archivartikel

Kasan/Krasnodar.Einen WM-Pokal hat Thiagos Familie bereits. Es gibt ein Foto von dem Bayern-Profi mit seinem Söhnchen Gabriel vor einem großen Poster an der Wand: Da reckt ihr Vater und Großvater Mazinho im brasilianischen Trikot die Trophäe 1994 in die Höhe. „Ich arbeite dran“, schrieb Thiago darunter. Seinem Traum, auch in der nächsten Generation einen WM-Titel nach Hause zu bringen, kann der 27-Jährige heute ein Stückchen näher kommen, wenn Spanien sein zweites Vorrundenspiel bestreitet.

Denn der Mittelfeldspieler ist gegen den Iran ein heißer Kandidat für die Startelf. Trainer Fernando Hierro wird wohl in Kasan (20 Uhr/ARD) eine offensivere Variante wählen als beim 3:3 gegen Portugal. Da hatte er im Mittelfeld den als gesetzt geltenden Andrés Iniesta, David Silva, Sergio Busquets und Isco sowie Koke vertraut. Thiago oder nix! So forderte es einst Pep Guardiola in München. So weit ist es in der Selección noch nicht, aber der Münchner hat unter Hierros Vorgänger Julen Lopetegui viel an Reputation gewonnen.

Thiago Alcântara do Nascimento, geboren in Italien, als Mazinho gerade beim US Lecce kickte, und Bruder des zweifachen brasilianischen Nationalspielers Rafinha. Als der Papa Weltmeister wurde, „war ich gerade einmal drei Jahre alt und erinnere mich nicht an die Spiele“, sagte Thiago in einem Interview. „Aber ich erinnere mich noch daran, wie er nach Hause zurückkehrt ist, an die Feier, die Familie.“