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Rheinau-Süd Siedlergemeinschaft organisiert zum 29. Mal ihren Weihnachtsmarkt

Traditionsveranstaltung unter neuer Leitung

Bereits zum 29. Mal feiert die BASF-Siedlergemeinschaft von Rheinau-Süd in diesem Jahr ihren Weihnachtsmarkt. Und dennoch ist es eine kleine Premiere. Denn erstmals organisiert der neue Vorstand unter Leitung des im Frühjahr ins Amt gekommenen Vorsitzenden Hans Held diese Traditionsveranstaltung. Und dieser Einstand ist „vom Glück begleitet“, wie Held erfreut feststellt: Eiskaltes, aber trockenes Wetter sorgt für einen großen Andrang.

Für das vorweihnachtliche Flair auf dem Marktplatz in der Lüderitzstraße sorgt schon die stattliche 8,50 Meter messende Tanne aus dem Odenwald, deren Beleuchtung zur Eröffnung eingeschaltet wird. In den 13 Verkaufsbuden, übrigens bis auf eine von Stammbeschickern betrieben, gibt es nichts Kommerzielles, sondern nur Selbstgebackenes oder Selbstgebasteltes. „Mir persönlich gefallen am besten die Buden der beiden Kindergärten“, bekennt Organisator Held: „Der katholische mit außergewöhnlichen Basteleien und der evangelische mit dem Glücksrad.“ Die Siedlerfrauen wiederum bieten Kaffee und Kuchen, die Männer Riesen-Bockwürste.

Erstmals weißer Glühwein

In der Platzmitte steht das große Verpflegungszelt, in dem die traditionelle Attraktion dieses Festes lockt: Kartoffelpuffer. „Neu im Programm haben wir aber auch weißen Glühwein“, berichtet Schriftführer Sascha Sigl. Am Ende ist dieses „In“-Getränk ebenso ausverkauft wie der altbewährte rote Glühwein.

Denn das Wetter ist dafür ideal. Auch wenn es den Standbesatzungen Einiges abverlangt, stundenlang in dieser Kälte zu stehen. Doch die Zahl der Freiwilligen ist groß genug, dass sie regelmäßig abgelöst werden können. Es ist eine ideale Mischung aus erfahrenen Kräften und engagierten Neulingen – „von acht bis 80 Jahren“, wie Hans Held formuliert.

Belohnt wird ihre Mühe durch die große Resonanz der Bewohner des Ortsteils. Sich treffen, miteinander reden – ein großes Programm ist da gar nicht nötig. Lediglich für die Kleinen gibt es ein Angebot: ein hübsches Kinderkarussell sowie „Hanseles Kasperletheater“, organisiert von Siedler Hans Zillhardt. Schön zu sehen, wie auch im Zeitalter des Smartphones dieses traditionelle Vergnügen offensichtlich nichts von seiner Attraktivität verloren hat.

Kinder gestalten Programm

Der Nachwuchs sorgt aber auch selbst für die Unterhaltung seiner Altersgenossen: Die Kleinen aus den Kindertagesstätten der beiden Kirchengemeinden und aus dem städtischen Kinderhaus sowie aus der Gerhart-Hauptmann-Schule präsentieren sich mit ihren Liedern, wobei Rolf Ries von „Ries Electronics“ für den guten Ton sorgt. Belohnt werden die kleinen Akteure vom Nikolaus höchstpersönlich, hinter dessen Maske sich Siedler Bodo Dietrich verbirgt, assistiert von der kleinen Emma Sigl als Christkind.

Am Abend ist innerhalb einer dreiviertel Stunde alles abgebaut, der Marktplatz wird besenrein hinterlassen. Die Helfer ziehen durchgefroren und etwas erschöpft, aber glücklich Bilanz. „Wir sind sehr zufrieden“, bekennt Hans Held.

Zumal der Erlös wie immer einem gemeinnützigen Zweck zu Gute kommt, der noch bekanntgegeben wird. Übergeben wird die Spende dann in angemessenem Rahmen: beim Helferessen im Januar.