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Marokko Nordafrikaner hoffen auf ersten WM-Sieg seit 1998

Trotz nach der Schlappe

Sankt Petersburg.Nach der schmerzhaften Wahl-Schlappe im Rennen um die Weltmeisterschaft 2026 wollen Marokkos Kicker um Abwehrstar Medhi Benatia ihre 35 Millionen Landsleute wenigstens mit dem ersten WM-Sieg seit 20 Jahren beglücken. „Wenn wir bei der WM schon nach der Vorrunde ausscheiden, wäre das eine riesige Enttäuschung“, sagte Trainer Hervé Renard vor dem Auftakt gegen den Iran (heute, 17 Uhr/ARD).

Ein selbstbewusster Spruch des Franzosen – warten danach doch die Schwergewichte Portugal und Spanien. Renard setzt daher bei der fünften WM-Teilnahme der Nordafrikaner nach 1970, 1986, 1994 und 1998 vor allem auf eine starke Defensive um Abwehr-Juwel Achraf Hakimi vom Champions-League-Sieger Real Madrid und Kapitän Benatia.

Benatia war es dann auch, der Marokko höchstpersönlich zur Endrunde in Russland führte. Im entscheidenden Qualifikationsspiel gegen die Elfenbeinküste traf er zum 2:0-Endstand und bekannte danach: „Das war der wundervollste Moment meiner Karriere.“ Der könnte nun getoppt werden, wenn die Nordafrikaner so weitermachen, wie sie vor 20 Jahren aufgehört haben – mit einem Endrundensieg. dpa