Aktuell

Achtelfinale 2 Europameister Portugal unterliegt 1:2 und scheidet gegen starke Südamerikaner aus / Viertelfinale am Freitag

Uruguay bangt um Torjäger Cavani

Archivartikel

Sotschi.Tief in der Nacht zu Sonntag humpelte Uruguays verletzter Fußball-Held Edinson Cavani ins Mannschaftshotel in Sotschi. Für einen Moment vergaß er beim begeisternden Empfang durch hunderte Fans die Schmerzen. „Edi, Edi, Edi!“, brüllten die vom Viertelfinaleinzug euphorisierten Anhänger immer wieder den Namen des Matchwinners beim 2:1 (1:0)-Sieg der Himmelblauen im WM-Achtelfinale über Europameister Portugal. Cavani winkte lächelnd in die jubelnde Menge, dann verschwand der Doppeltorschütze auf seinem Zimmer.

Wade, Knie, Schienbein schmerzen

„Ich bin unendlich glücklich und zufrieden mit dem, was wir geschafft haben. Das ist wirklich toll. Es ist unglaublich beeindruckend und es rührt mich zutiefst, was hier passiert ist. Das haut mich um“, gab Cavani zu. „Aber jetzt geht es weiter. Wir sehen, dass das Ganze jetzt läuft und müssen diesen Traum weiterleben. “

Ob der Topstürmer vom französischen Meister Paris Saint-Germain im Viertelfinale gegen Vize-Europameister Frankreich (Freitag, 16 Uhr) um seinen Vereinskollegen Kylian Mbappé dabei mithelfen kann, ist jedoch fraglich. Direkt nach dem Duell mit Weltfußballer Cristiano Ronaldo, das Cavani klar für sich entschied, begann nämlich das große Bangen um den 31-Jährigen.

„Wir alle hoffen und drücken die Daumen, dass er sich so schnell wie möglich erholt. Edi ist sehr wichtig für die Mannschaft“, sagte sein Sturm-Partner Luis Suárez. Auch Uruguays Trainer Oscar Tabarez bleibt vor dem Duell mit den Franzosen nur die Hoffnung. Er mache sich Sorgen, da nicht viel Zeit bleibe, sagte der 71-Jährige. „Es ist noch unklar, wie ernst es ist“.

Gestützt von Ronaldo und unter dem Applaus der Zuschauer war Cavani in der 74. Minute vom Feld gehumpelt. Wade, Knie, Schienbein – den genauen Ort der Schmerzen konnte er zunächst selbst nicht so genau lokalisieren. „Ich habe einen Schlag abbekommen“, berichtete er lediglich. Sollte Cavani ausfallen, wäre das für die Südamerikaner ein herber Verlust. Wer soll ihn auch ersetzen? Das Offensivspiel Uruguays lässt sich auf zwei Namen reduzieren: Suárez und Cavani.

Hoffnung nach Pepes Ausgleich

In den temperamentvollen 90 Minuten setzten sich die Südamerikaner dank des Doppelpacks von Edinson Cavani in der 7. und 62. Minute durch und ließen die Titel-Träume von Ronaldo platzen. Portugals Abwehrchef Pepe (55.) hatte für den zwischenzeitlichen Ausgleich gesorgt.

Während nach Weltmeister Deutschland nun auch Europameister Portugal früh abreisen muss, entwickeln sich die Himmelblauen immer mehr zu einem Mitfavoriten. Der 33-jährige Ronaldo dürfte möglicherweise genau wie Messi seine letzte Titelchance vertan haben. 

Zum Thema