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Gruppe A Südamerikaner nehmen Gastgeber mit ins Achtelfinale

Uruguay lässt auch Russland jubeln

Archivartikel

Rostow am Don.Erst schoss Luis Suárez Uruguay in seinem 100. Länderspiel vorzeitig ins WM-Achtelfinale, dann lüftete El Pistolero ein süßes Geheimnis. Mit seinem bereits 52. Treffer sicherte der Starstürmer vom FC Barcelona den Himmelblauen gestern in Rostow am Don ein mühevolles 1:0 (1:0) gegen Saudi-Arabien, durch das die Südamerikaner wie WM-Gastgeber Russland mit jeweils sechs Punkten schon vor dem direkten Duell um den Gruppensieg das Ticket für die K.o.-Runde sicher haben. Nach dem erlösenden Treffer in der 22. Minute deutete Suárez im Überschwang der Gefühle vor 42 678 Zuschauern gestenreich an, dass er demnächst zum dritten Mal Vater wird.

„Das war prima. Wir wollten gewinnen und weiterkommen, mehr nicht. Unser Ziel ist es, möglich weit zu kommen. Wir tun alles dafür, dass es gelingt“, sagte der Siegtorschütze. Saudi-Arabiens Trainer Juan Antonio Pizzi war zufrieden mit dem Auftritt seines Teams: „Wir waren eigentlich auf Augenhöhe. Nach dem schlechten Auftaktspiel haben wir uns ein bisschen besser präsentiert.“

Eine zähe Angelegenheit

Uruguays Coach Oscar Tabarez wechselte nach dem 1:0-Auftaktsieg gegen Ägypten auf zwei Positionen und beorderte auf den Außenpositionen Carlos Sanchez und Cristian Rodriguez in die Startelf. Damit sollten die beiden brandgefährlichen Stürmer Suárez und Edinson Cavani unterstützt und mit Vorlagen versorgt werden.

Allerdings entwickelte der zweimalige Weltmeister gegen den Außenseiter, der mit einer 0:5-Niederlage gegen Russland ins Turnier startete, bei Temperaturen von mehr als 30 Grad nur wenig Dynamik und tat sich wie beim ersten Spiel schwer. Jubilar Suárez nutzte dann aber seine zweite Chance im Spiel und traf nach einem Eckball zum 1:0 für den Favoriten. Für den Offensivspieler des FC Barcelona war es der 52. Treffer im Nationalteam, zudem ist der 31-Jährige der erste Spieler seines Landes, der bei drei Weltmeisterschaften getroffen hat.

Im Kampf um den Gruppensieg müssen die Südamerikaner im letzten Spiel gegen Russland gewinnen, da die Gastgeber das weitaus bessere Torverhältnis haben.