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„Wir würden gern hier bleiben“

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Landesliga Odenwald: Bei Eintracht Walldürn steht nach dem Aufstieg nun der Kampf um den Klassenerhalt im Mittelpunkt

„Wir sind so froh, dass wir den Sprung aus der Kreisliga in die Landesliga geschafft haben. Jetzt würden wir natürlich auch gern hier bleiben. Wir werden alles dafür tun, um dieses Ziel auch zu erreichen.“ Michael Hackenberg, der 51-jährige Trainer von Aufsteiger Eintracht Walldürn, umschreibt in drei Sätzen das Saisonziel, das man im Prinzip auch in einem einzigen Wort zusammenfassen kann: „Klassenerhalt“.

„Unsere starken Leistungen in der Kreisliga waren wirklich überraschend, vor allem für uns selbst“, blickt Hackenberg vor allem auf eine „bärenstarke“ Rückrunde zurück. Aus der schöpft man nun Hoffnung für die neue schwere Aufgabe. „Die Jungs haben gezeigt, was in ihnen steckt.“

Um im Kampf gegen den Abstieg aus der Landesliga bestehen zu können, müssen die Spieler von Eintracht Walldürn mit Sicherheit an diese starken Leistungen anknüpfen. Das wird aber nicht einfach, denn personell ist der Neuling nicht gerade auf Rosen gebettet. „Der Abgang von Max Steinfeld tut uns schon sehr weh. Und jetzt müssen wir kurzfristig auch noch auf Christoph Hertel verzichten, den es beruflich nach Berlin zieht. Sie hinterlassen bei uns große Lücken“, so Hackenberg, der seit anderhalb Jahren Trainer bei Eintracht Walldürn ist.

„Gestandene“ Neuzugänge kann die Eintracht nicht vorweisen, sondern hauptsächlich nur Spieler, die gerade erst dem Juniorenbereich entwachsen sind. „Sie sind absolut fleißig, aber sie brauchen halt noch ihre Zeit.“

In der Vorsaison hat Hackenbergs Truppe große mentale Stärke gezeigt, als sie gerade zu Beginn der Rückrunde alle Schlüsselspiele für sich entschieden hat. „Da haben alle gemerkt, dass etwas gehen könnte. Und eine solche positive Grundeinstellung brauchen wir auch in der Landesliga gegen nun viel stärkere Gegner.“

Das Paradestück innerhalb seiner Mannschaft liegt nach Ansicht des Trainer auf jeden Fall im defensiven Bereich. Mit dem, was er hier in den ersten Testspielen (unter anderem gegen den FV Lauda) gesehen hat, war er sehr zufrieden. Ein Problem könnte dagegen im Laufe einer langen Saison die Unerfahrenheit bei einigen Spielern sein. „Für die Hälfte der Mannschaft ist die Landesliga noch absolutes Neuland.“

Für Abteilungsleiter Mike Hasenstab wird es wichtig sein, „den Schwung aus der überragenden Rückrunde in der Kreisliga Buchen nun in die Landesliga mitzunehmen und gut zu starten.“ Doch das Auftaktprogramm hat es in sich. Nach dem Heimspiel gegen Türkspor Mosbach geht es zum SV Königshofen, dem Tabellendritten der Vorsaison. Und danach kommt Verbandsliga-Absteiger VfR Gommersdorf. „Das ist ganz schön happig“, so Michael Hackenberg. „Wir dürfen nach diesen drei Punkten auf keinen Fall mit leeren Händen dastehen, denn so etwas könnte sich schnell in den Köpfen der Spieler festsetzen.“