Metropolregion

40 Tonnen Kerosin über der Pfalz und Südhessen abgelassen

Mannheim. Ein Passagierflugzeug hat am Dienstagvormittag über der Pfalz und Südhessen 40 Tonnen Kerosin abgelassen. Dies bestätigte ein Sprecher der Deutschen Flugsicherung am Donnerstag dieser Zeitung. Betroffen war ein Lufthansa-Flug von Frankfurt nach Houston/Texas.

Kurz nach dem Start um 10.16 Uhr stellte der Pilot technische Probleme an der A 380 mit dem Fahrwerk fest und beschloss, umzukehren. Für eine gefahrlose Landung in Frankfurt war die Maschine allerdings zu schwer, weil sich noch zu viel Treibstoff im Tank befand. Der Pilot ließ daraufhin zwischen 11 Uhr und 11.30 Uhr rund 40 Tonnen Kerosin über der Westpfalz und Südhessen ab, wie der Sprecher dieser Zeitung gegenüber bestätigte.

„Beim Schnellablassen handelte es sich um ein Notfallverfahren, über das der Pilot entscheidet“, sagte der Sprecher. Die  Deutsche Flugsicherung half dem Piloten nach eigenen Angaben, ein geeignetes Gelände zu finden. „Das Gebiet sollte möglichst menschenleer und verkehrsarm sein“, gab der Sprecher der Deutschen Flugsicherung auf Nachfrage an.

Die Maschine flog während des Kerosinabwurfs über den Donnersbergkreis, Kaiserslautern, das Saarland, Zweibrücken, Pirmasens, den Pfälzerwald, Worms und Südhessen zurück nach Frankfurt. Erst Anfang September ereignete sich ein ähnlicher Vorfall, bei dem 75 Tonnen Treibstoff niederregneten. (mamü/jwd)

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