Sonderthema

Gemeinsam auf dem Weg

Verbundenheit: Katholische und evangelische Kindertagesstätten arbeiten Hand in Hand

Das Bewusstsein, dass das, was die katholische und die evangelische Kirche verbindet, viel stärker ist als das, was sie trennt, findet im Ökumenischen Kinderhaus Neuostheim lebendigen Ausdruck. Denn das Miteinander ist für die konfessionellen Kindertagesstätten vor Ort nichts Neues – nichts, was sich erst finden muss. Die ehemalige Kita St. Pius und die evangelischen Kindertagesstätten der Thomasgemeinde in der Dürerstraße (Neuostheim) wie auch im Reiterweg (Neuhermsheim) sind schon seit vielen Jahren gut vernetzt und knüpfen in vielen Bereichen aneinander an.

Sie verbindet als Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft nicht nur das christliche Menschenbild, sondern der Anspruch, den ihnen anvertrauten Kindern – gleich welcher Religion oder Weltanschauung – das zu vermitteln, was sie im Leben und als Gemeinschaft trägt: Vertrauen, Hoffnung und eine achtsame wie wertschätzende Offenheit. Im Ökumenischen Kinderhaus Neuostheim können Kinder das ganz konkret und altersentsprechend erfahren: untereinander, mit den pädagogischen Fachkräften, in der ökumenischen Gemeinschaft der Pfarrei St. Pius mit der Thomasgemeinde und in Gemeinschaft mit Gott. Festgehalten wurde das unter anderem auch in einer rund 70-seitigen Kita-Konzeption, die mit den pädagogischen Fachkräften, den pastoralen Mitarbeitern beider Gemeinden vor Ort und der Unterstützung durch die Studienleiterin am Religionspädagogischen Institut, der Evangelischen Landeskirche, erarbeitet wurde.

Diese Verbundenheit vor Ort empfinden alle Beteiligten als bereichernd und wertvoll. Denn auch wenn Dunja Frank als ehemalige Leitung der Kita St. Pius nun im Ökumenischen Kinderhaus Neuostheim die Geschicke lenkt, so ist ihre evangelische Kollegin, Sigrid Mohr-Messarosch – Leiterin der Kita Reiterweg, Neuhermsheim, und zwischenzeitlich auch Kita-Leitung in der Dürerstraße – weiter Teil dieses Miteinanders. „Sie hat mir beispielsweise bei der Auswahl der Möbel geholfen“, erläutert Frank, die den engen Austausch mit ihrer Kollegin nicht missen möchte. Bei der Einweihung und Segnung des Kinderhauses Neuostheim wird Sigrid Mohr-Messarosch daher selbstverständlich aktiv mitgestalten: Sie wird im Festgottesdienst Kinder und Gemeinde mit der Gitarre begleiten und auch eine Fürbitte lesen.

Unterstützung für dieses Miteinander erhalten die Teams übrigens auf allen Ebenen. „Alle, sie diese Kita mit Leben füllen, die tragen, begleiten oder sich ihr und den Kindern dort verbunden fühlen setzen sich in besonderer Weise für Ökumene ein – sie arbeiten am Voranschreiten und Vertiefen des Miteinanders“, so die positive Resonanz. imp/pr