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Kein dunkler Glutofen

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HAUSFASSADE: Helle Farben schützen vor der Sommerhitze

Der Hitze-Sommer ist Geschichte – aber noch in wärmster Erinnerung. Und perspektivisch könnte die schweißtreibende Phase zwischen April und Ende August keine Ausnahmeerscheinung bleiben. Ein guter Grund, den Sonnenfaktor beim nächsten Anlegen der Hausfassade in Betracht zu ziehen. nDie richtige Außenwandfarbe kann nämlich dafür sorgen, dass sich Gebäude bei starker Sonneneinstrahlung weniger stark aufheizen als andere. Ein Blick auf die Temperaturfestigkeit von Wand und Farbe vor dem Anstrich ist daher angeraten. Die Temperatur weißer Wände etwa liegt unter intensiver Sonneneinstrahlung um etwa 5 Grad über der Umgebungstemperatur, erläutert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Dunkle Mauern können sich dagegen deutlich stärker aufheizen – 70 bis 80 Grad sind möglich. Zwar spielen für die Frage, wie sehr sich ein Gebäude im Sommer aufheizt, vor allem eine gute Gebäudedämmung und isolierte Fenster eine Rolle. Aber auch die Farbe kann dazu beitragen. Bewohner merken das zum Beispiel dann, wenn sie an einer stark aufgeheizten Hauswand auf der Terrasse oder auf dem Balkon sitzen.

Farbhersteller weisen zugleich darauf hin, dass neuere Farbrezepturen dafür sorgen, dass dunkle Wände sich weniger stark aufheizen als früher. Als kritisch für das Baumaterial gelten Temperaturen von mehr als 70 Grad, die zu Spannungen im Materialgefüge und zu Schädigungen der Farbe, des Putzes und Dämmungen führen können. dpa