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Knusprige Kruste, zartes Fleisch

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Gänsebraten: Hilfreiche Tipps für die Zubereitung des Festessens

Ob zu St. Martin, Thanksgiving oder Weihnachten – ein Gänseessen soll immer besonders festlich sein. Wer zum ersten Mal eine Gans zubereitet, hat oft großen Respekt davor. Schon bevor man überhaupt loslegt, stellt sich die erste schwierige Frage: Wo kaufe ich meine Gans? Denn eine gute Fleischqualität ist entscheidend für den späteren Hochgenuss. Daher wird empfohlen, sich vom Metzger des Vertrauens eine frische Gans aus der Region besorgen zu lassen.

Je nach Appetit werden 200 bis 250 Gramm Fleisch pro Person einkalkuliert. Für sechs bis acht Personen benötigt man eine circa fünf Kilogramm schweren Gans.

Ob der Gänsebraten gefüllt wird, ist Geschmackssache. Orientiert man sich am amerikanischen Truthahn, ist eine Brot-Brezel-Füllung Pflicht. Alternativ harmoniert die Gans aber auch wunderbar mit einer Knödelteigfüllung. Im Gegensatz zu anderen Fleischgerichten fühlt sich der Gänsebraten in fast jedem offenen Gefäß wohl. Ob Emaillebräter, ein Topf oder ein tiefes Backblech – Hauptsache ohne Deckel, damit die Gans schön knusprig wird. Wer seine Soße separat zubereitet, kann die Gans auch auf dem Ofengitter braten und darunter eine Fettpfanne stellen.

Besonders kross, aber dennoch zart wird der Gänsebraten unter anderem dadurch, dass man das abgetropfte Fett alle halbe Stunde über die Gans schöpft. Nach mehreren Stunden kommt eine perfekt gebratene Gans aus dem Ofen. Die Befürchtung, dass das Fleisch durch zu lange Garzeiten zu trocken wird, täuscht. Bei Niedrigtemperaturen kann eigentlich nichts schief gehen. Das Fleisch ist selbst nach mehreren Stunden noch schön saftig und zart.

Passende Begleiter

Eine knusprig gebratene Gans sitzt ungern auf dem Trockenen. Daher ist eine leckere Soße mindestens genauso wichtig wie Füllung und Kruste. Sie kann je nach Geschmack traditionell oder innovativ ausfallen. Je nach Begleitung bleibt der Gänsebraten eher klassisch oder verwandelt sich zum originellen Gericht. Obwohl die traditionelle Kombination aus Gans, Rotkohl und Kartoffelklößen geschmacklich perfekt zusammenpasst, ist sie manchen zu deftig. Für ein etwas kalorienärmeres Weihnachtserlebnis kann man den Rotkohl als frischen Salat mit einer Marinade aus Preiselbeermarmelade, Orangensaft und Crème de Cassis servieren. Die Glasur ist Geschmackssache – Anfänger sollten aber auch diese schlicht halten und das Fleisch beispielsweise mit Honig und gutem Pfeffer oder Butter und Salz bestreichen.

Damit beim Servieren und Zerlegen des Vogels nichts schiefgeht – und der Gastgeber nicht so viel Stress hat, kann die Gans schon am Vortag vorbereitet werden. Dann kann man nach dem Backen schon in aller Ruhe die Brust und die Keule auslösen. Wichtig ist aber, das Tier erst mal im Ganzen zuzubereiten – sonst wird das Fleisch schnell trocken. Das Vorbereiten hat einen weiteren großen Vorteil: Mit den Knochen lässt sich eine aromatische Soße kochen.

Dem Profi vertrauen

Wer sich die Zubereitung des Festessens nicht zutraut, oder einfach einen entspannten Abend im Kreise der Familie verbringen möchte, ohne stundenlang in der Küche stehen zu müssen, sollte einen Tisch in einem Restaurant buchen. Denn die Profis wissen bestens, wie man eine perfekte Gans zubereitet. dpa/red