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Millionen ernten Solarenergie

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Ersparnis: Optimierung einer Heizanlage lohnt sich zu jedem Zeitpunkt / Staatliche Förderungen

Seit April keinerlei Öl oder Gas verbraucht – so lautet die freudige Botschaft von Kunden des Speyerer Solarexperten Schlör & Faß. Wen wundert’s, vermeldet statista doch nach den guten ertragreichen Vorjahren in 2018 einen neuen Rekord an Sonnenstunden. So lag die durchschnittliche Sonnenscheindauer in Deutschland in den vergangenen fünf Monaten bei 1270 Stunden, im Vergleichszeitraum des Vorjahres bei 1023 Stunden, ein sattes Plus von 247 Stunden. Dabei nimmt die Region einen Spitzenplatz ein. Fast überall in Deutschland scheint die Sonne in den Sommertagen länger als zwölf Stunden täglich und bereits mehr als zehn Millionen Menschen nutzen laut Bundesverband der Solarwirtschaft (BSW) diese kostenlose Energie für die Strom- oder Wärmeversorgung des eigenen Hauses – oft sogar auch nach Sonnenuntergang.

Heizsysteme optimieren

„Umso erstaunlicher ist, dass in dieser Sonnenzeit noch sehr viele Heizkessel eingeschaltet sind“, wundert sich Geschäftsführer Steffen Schlör, dessen Kunden seit April den Heizkessel komplett ausgeschaltet haben und die Wärme für Warmwasser und Heizung aus der Sonne erzeugen. Er geht davon aus, dass sie so mehr als 50 Prozent Öl oder Gas in diesem Jahr einsparen können. „Wir hören oft, dass sich Solar für einen Zwei-Personen-Haushalt nicht lohnt und ein guter Kessel mit besten Werten doch ohnehin nicht verbessert werden kann“, schildert er reichlich erstaunt. Er weiß dagegen aus Erfahrung, dass seine Kunden durch die Optimierung eines 20 Jahre alten Heizsystems mit einer Kollektorfläche von zehn Quadratmetern für die Heißwasserbereitung durchschnittlich 40 Prozent Öl- oder Gaseinsparung erzielen, ohne den guten Kessel zu tauschen. „Das sind Werte, die sie vielleicht mit einer sehr viel aufwändigeren und teureren Vollsanierung der Außenfassade erreichen können“, so Schlör.

Egal zu welcher Jahreszeit die Heizung optimiert wird, auf Warmwasser und Heizwärme müssen die Kunden nicht verzichten. Dafür sorgen die Experten mit einer mobilen Wärmeversorgung während der meist einwöchigen Modernisierung. „Nach einer Erstberatung nehmen wir die bestehende Anlage auf und erarbeiten zusammen mit dem Kunden einen Modernisierungsfahrplan, und erfahrungsgemäß ist die Optimierung der Anlagen immer sinnvoll“, so Schlör. Nicht umsonst fördere die Bundesregierung die Sanierung der Heizung – sogar in Teilschritten. „Natürlich helfen wir auch bei der Beantragung der staatlichen Förderung“, ergänzt Schlör und fügt hinzu: „Ob der Kessel gleich mitgetauscht wird, hängt vom Zustand ab, weniger vom Alter, meist kann er aber noch einige Jahre laufen.“ red/pr