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Schwindelfrei durch den Sommer

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Hitze: Wie Senioren dem Drehen und Schwanken vorbeugen können

Zwar ist in unseren kühlen Breiten kaum etwas so schön wie ein richtig warmer Sommertag, besonders älteren Menschen mit gesundheitlicher Vorbelastung können ungewohnt hohe Temperaturen aber auch zu schaffen machen. Denn Hitze belastet den Kreislauf und verursacht Flüssigkeitsverluste. „Schwächegefühl, Benommenheit, Schwindel und Kopfschmerzen können die Folge sein“, warnt der Wissenschaftler Dr. Gunter Lemmnitz. „Insbesondere Senioren sollten deshalb an heißen Sommertagen vorbeugen.“

Vorbeugen heißt vor allem: Überhitzung vermeiden und genügend Flüssigkeit aufnehmen. Leichte, locker sitzende Baumwollkleidung ist besonders geeignet, da sie die kühlende Verdunstung des Schweißes nicht behindert. Volle Sonneneinstrahlung sollte man meiden und lieber in den Schatten oder einen kühlen Raum ausweichen. Wer im Freien bleibt, setzt am besten eine schützende Kopfbedeckung auf. Zusätzlichen Kühlungseffekt können ein Fächer bringen, das Abspülen von Händen und Unterarmen mit kaltem Wasser oder ein kühles, feuchtes Tuch auf dem Gesicht. Reichlich trinken ist Pflicht, allerdings sollte auf eisgekühlte Drinks verzichtet werden. Leicht kühles oder lauwarmes Mineralwasser, auch gemischt mit Fruchtsäften, oder Kräuter- und Früchtetees tun gut. Häufiger auftretende Schwindelanfälle sind dazu immer ärztlich abzuklären. Denn dahinter können Grunderkrankungen wie Bluthochdruck, Arteriosklerose und Herzkreislauf-Probleme stecken, die behandelt werden sollten.

Zu einer langfristigeren Vorbeugung gegen Schwindel gehören auch Bewegung und bei Bedarf ein spezielles Gleichgewichtstraining. Sport und Gymnastik kräftigen die Muskeln, verbessern Körperwahrnehmung, Balance und Koordination. Senioren sollten deshalb dafür sorgen, in Schwung zu bleiben – wenn auch nicht gerade während der größten Mittagshitze. djd