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Tipps gegen Schimmel im Wohnraum

Archivartikel

Umfrage: Viele lüften falsch und begünstigen Schimmelpilzbefall

Die Außentemperaturen fallen, und in nicht wenigen Häusern und Wohnungen zieht nun der Schimmelpilz ein. Doch das muss nicht sein. Durch richtiges Heizen und Lüften sowie weitere Handgriffe kann dem Befall vorgebeugt werden.

Schimmelpilzbefall hat meist nichts mit unhygienischen Verhältnissen zu tun. "Was den Schimmelpilz zum Sprießen bringt, ist eine Mischung aus absinkender Außentemperatur, kalten Wandflächen und erhöhter Luftfeuchtigkeit in den Räumen", sagt Jürgen Münch, dessen ISOTEC-Fachbetrieb in der Region Rhein-Neckar/Vorderpfalz auf die Beseitigung von Feuchtigkeitsschäden an Gebäuden und Schimmelpilzbefall spezialisiert ist.

Auch bei Abwesenheit der Bewohner sollte die Raumtemperatur idealerweise 16 bis 18 Grad Celsius betragen. Denn ab etwa 13 Grad Wandoberflächentemperatur kann sich die Raumluft derart abkühlen, dass die in ihr enthaltene Feuchtigkeit zu einem hauchdünnen Wasserfilm auf der Wandoberfläche kondensiert - und damit zum optimalen Nährboden für Schimmelpilzbefall wird. Zudem ist es nicht möglich, Luftfeuchtigkeit im Wohnraum gar nicht erst entstehen zu lassen. Sie kommt unweigerlich durch die Atemluft des Menschen, Kochen sowie Baden und Duschen zustande. Gegen Schwachstellen in der Baukonstruktion kann eine Innendämmung helfen, zum Beispiel die ISOTEC-Klimaplatte, die gegen Kondensation und Schimmelpilzschäden vorbeugend schützt. "Und das Lüftungsverhalten der Bewohner spielt eine entscheidende Rolle, besonders im Winter", betont Münch. Beim Lüften der Räume ist die Spaltlüftung über gekippte Fenster die schlechteste Variante. Bei geringen Außenlufttemperaturen kühlt der Raum bei der Spaltlüftung aus, insbesondere die Wandbereiche, die an das gekippte Fenster angrenzen. Besser geeignet ist die so genannte Querlüftung - auch Durchzug genannt. Für zwei bis fünf Minuten (je nach Außentemperatur) werden sämtliche Fenster und Türen der Wohnungsebene geöffnet. Der Raumluftaustausch ist im gleichen Zeitraum mehr als 30 Mal höher als bei der Spaltlüftung; und der Energiebedarf für das Wiederaufheizen der Raumluft wird verringert.

Weitere Tipps der ISOTEC-Experten: Möbel, vor allem in Neubauten, sollten etwa 30 Zentimeter von der Wand entfernt platziert werden, damit noch vorhandene Baufeuchte trocknen und die Raumluft ausreichend zirkulieren kann. Außerdem sollte man Wäsche möglichst nicht in den Wohnräumen trocknen.

Ist Schimmelpilz einmal aufgetreten, wird von vielen als erste Maßnahme das Abwischen mit Anti-Schimmelmitteln aus dem Baumarkt empfohlen. Doch Vorsicht! Der Schimmelpilz kann beim Abwischen gesundheitsgefährdende Sporen freisetzen. Ein Schimmelpilzschadenbefall sollte deshalb stets vom Fachmann entfernt werden. zg/pr