Sonderthema

Wenn die Außenwand zum Kraftwerk wird

Fassade: Solarelemente in der Gebäudehülle machen unabhängiger von Stromversorgern

Fassaden sind Multitalente. Sie prägen den ersten Eindruck eines Gebäudes und sind ein wichtiges ästhetisches Element der Architektur. Vor allem aber schützen sie die darunter liegende Bausubstanz und sollen über Jahrzehnte Wind und Wetter standhalten. Schließlich hat die Fassadengestaltung etwa mit einer Dämmschicht wesentlichen Einfluss auf die Energieeffizienz des Gebäudes.

Noch unbekannter ist hingegen, dass Fassaden auch selbst Energie produzieren können. Direkt in die Gebäudehülle integrierte Photovoltaikelemente produzieren umweltfreundlichen Strom, steigern damit die Unabhängigkeit der Hausbewohner von externen Versorgungsunternehmen – und sparen zusätzlich noch bares Geld.

Strom gewinnen und speichern

Schon aufgrund ihrer großen Fläche sind Gebäudefassaden sehr gut geeignet, um erneuerbare Energiequellen wie insbesondere die Kraft der Sonne zu nutzen.

Mit einer Solarfassade aus deutscher Herstellung lässt sich fast jedes Gebäude in ein Öko-Kraftwerk verwandeln, der Neubau ebenso wie der Altbau bei der Modernisierung. Die heimische Produktion sorgt dabei für kurze Transportwege und flexible Lieferzeiten. Eine vorgehängte Konstruktion schützt die Bausubstanz, mit monokristallinen Solarzellen ist die Fassade auf einen hohen Energieertrag ausgerichtet. Selbst bei diffusem Tageslicht wird Strom erzeugt, der sich direkt im Gebäude nutzen oder in einem Energiespeicher für später zurückhalten lässt. Durch die Speichermöglichkeit sind die Bewohner in der Lage, den Großteil des Strombedarfs über den gesamten Tag hinweg selbst zu decken – die Energierechnung sinkt damit dauerhaft.

Die Fassade hat gleichzeitig Schutz- und Schmuckfunktionen zu erfüllen. Auch innerhalb des Gebäudes trägt eine Solarfassade zu einem neuen Raumerlebnis und mehr Wohnkomfort bei. Mit der Standard-Transparenz von gut 30 Prozent wird eine angenehme Raumatmosphäre geschaffen. djd/imp