Sonderthema

Zahl der Einbrüche ist gestiegen

Archivartikel

Informationen: Am 30. Oktober wird auf verschiedene Vorsorgemaßnahmen aufmerksam gemacht

Unter dem Motto "Eine Stunde mehr für mehr Sicherheit" findet der Tag des Einbruchschutzes jährlich am Tag der Zeitumstellung statt, wenn die mitteleuropäische Sommerzeit endet - in diesem Jahr am 30. Oktober. Die Aktionen reichen von Beratungen an der Haustür, Informationsveranstaltungen bis hin zu Präsentationen und mehr. Viele (Kriminal-)Polizeiliche Beratungsstellen und beteiligte Firmen bieten einen Tag der offenen Tür an.

2015 verzeichnet die Polizeiliche Kriminalstatistik den höchsten Anstieg der Zahlen beim Wohnungseinbruchsdiebstahl in den vergangenen 15 Jahren. Die Aufklärungsquote lag 2015 bei 15,2 Prozent.

Präventionsmaßnahmen

Dabei können viele Einbrüche durch richtiges Verhalten und die richtige Sicherungstechnik verhindert werden. Dass Präventionsmaßnahmen wirken, belegt trotz der gestiegenen Fallzahlen der hohe Versuchsanteil beim Wohnungseinbruch: So blieb es im Jahr 2015 bei 42,7 Prozent der Einbruchsdelikte bei einem Versuch. Über den Zeitraum der zurückliegenden 15 Jahre ist der Anteil vollendeter Fälle stetig gesunken. Dies kann durchaus auf Verbesserungen der Sicherungsmaßnahmen im privaten Bereich gegen Wohnungseinbruchdiebstahl beruhen und somit die entsprechenden Präventionsaktionen der Polizei hinsichtlich des zu erzielenden Erfolges bestätigen. Wer sein Eigenheim saniert oder altersgerecht umbaut, profitiert zusätzlich von den Förderprodukten der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die jetzt auch Einzelmaßnahmen zum Einbruchschutz fördert.

Entgegen landläufiger Meinung erfolgen Einbrüche häufig zur Tageszeit, zum Beispiel während einer kurzen Abwesenheit des Bewohners, so etwa zur Schul-, Arbeits- und Einkaufszeit, am frühen Abend oder an den Wochenenden. Weit über ein Drittel (2015: plus 11,1 Prozent auf 70 333 Fälle) aller Wohnungseinbrüche werden durch Tageswohnungseinbrecher begangen. Tageswohnungseinbrüche ereignen sich mehrheitlich in Großstädten. Außerdem fallen Einbrecherbanden oft über ganze Wohnviertel her und räumen dabei Häuser und Wohnungen aus. imp/zg