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Mannheim

Alle vierten Klassen der Käfertalschule vorsorglich in Quarantäne - ein infiziertes Kind

Archivartikel

Mannheim.In der Mannheimer Käfertalschule sind alle vierten Klassen seit Donnerstag morgen vorsorglich vom Gesundheitsamt für zwei Wochen in Quarantäne geschickt worden. Ein Grundschulkind sei positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte das Mannheimer Schulamt auf Anfrage dieser Redaktion mit. "Aktuell besteht keine Gefahr für die Kinder oder Lehrer. Der Schulbetrieb läuft wie gewohnt weiter, allerdings mit verkürzter Unterrichtszeit", erklärte eine Schulamtssprecherin.

Das Kind ist damit einer von zwei neuen Coronavirus-Fällen, die die Stadt am Donnerstagvormittag gemeldet hat. Dabei handle es sich um eine Mutter und ihr 11-jähriges Kind. Beide waren Teil der Skigruppe, die in Südtirol, Trentino gewesen war, und aus der bereits weitere bestätigte Fälle bekannt sind.

Erkrankte Mutter arbeitet beim Pflegedienst

Beide befanden sich als Kontaktpersonen bereits in häuslicher Isolierung. Die Frau zeigte milde Erkältungsanzeichen und wurde auf das Virus getestet. Obwohl ihr Kind keine Symptome gezeigt hatte, hatte das Gesundsheitsamt vorsorglich ebenfalls getestet - und dadruch das positive Ergebnis erhalten.

Die Frau ist laut Stadt bei einem ambulanten Pflegedienst beschäftigt. Das Gesundheitsamt ermittelt nun die von ihr in der vergangenen Woche betreuten Personen und begleitet diese eng. Die Mitarbeitenden des Pflegedienstes, die keine Kontaktpersonen sind, werden sollen vom Gesundheitsamt noch einmal gezielt zum Thema Hygiene- und Infektionsschutz beraten werden. „Die gepflegten Personen gehören einer besonders schutzwürdigen Gruppe an, daher gilt diesen nun unser ganz besonderes Augenmerk und unsere Aufmerksamkeit“, betont der Leiter des Gesundheitsamtes, Peter Schäfer in der Pressemitteilung der Stadt.

Vier Klassenlehrer in Quarantäne

Von der Quarantäne sind auch alle vier Klassenlehrer der Käfertalschule betroffen. Das Gesundheitsamt hat die häusliche Isolation empfohlen, um mehr Zeit zu gewinnen, alle betroffenen Kinder und Lehrkräfte zu testen. "Das ist ein ganz normaler Prozess und alles läuft sehr unaufgeregt ab", heißt es vonseiten des Schulamts. Nun werden auch die Kreise der Kontaktpersonen überprüft sowie der angrenzende Hort der Grundschule.

Wie die Stadt am Mittag mitteilte, hatte das infizierte Grundschulkind in der vergangenen Woche, bevor Südtirol als Risikogebiet eingestuft wurde, die Käfertalschule  sowie den zugehörigen Hort besucht. Für alle Viertklässler, Klassenlehrer sowie Mitarbeiter Mitarbeitende der Hortgruppe, die an den entsprechenden Tagen die Schule und den Hort besucht hatten, hat das Gesundheitsamt nun  eine 14tägige häusliche Isolation ab dem letzten Kontakttag angeordnet. Für alle Grundschüler und Beschäftigten, die keinen engen Kontakt zu dem Kind hatten, gelte kein erhöhtes Infektionsrisiko, schreibt die Stadt in einer Pressemitteilung. Sie können die Schule und den Hort wie gewohnt besuchen. Derzeit besteht aus Sicht des Gesundheitsamtes kein Anlass, die gesamte Schule zu schließen.

Die Eltern sollen laut Stadt bereits informiert sein. Bis alle Kontaktpersonen ermittelt sind, bleiben vorsorglich alle Viertklässler heute vom Unterricht befreit. Bei den ermittelten Kontaktpersonen sei aber ein Test aus  medizinischer Sicht nicht begründet, solange keine Krankheitssymptome vorliegen. Personen, die mit den Kontaktpersonen Umgang hatten oder haben, unterliegen keinen Einschränkungen.

Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit weitere Kontaktpersonen, nimmt Kontakt mit diesen auf und begleitet diese während der häuslichen Quarantäne. Alle beteiligten Ärzte, Gesundheitsbehörden, sowie das Kompetenzzentrum Gesundheitsschutz am Landesgesundheitsamt arbeiten dabei eng zusammen, schreibt die Stadt in ihrer Pressemitteilung.