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Nach Schüssen in Halle

Appell an Land: Mehr Sicherheit in Synagogen

Mannheim.Die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Mannheim, Rita Althausen, hat an das Innenministerium Baden-Württemberg appelliert, schnell mehr für die Sicherheit der Synagogen zu sorgen. Vor einigen Monaten habe es eine Bestandsaufnahme der Sicherheitsvorkehrungen der zehn Gemeinden in Baden gegeben. "Wir erwarten, dass dem jetzt schnell Taten folgen, also wir Hilfe bei den nötigen baulichen Maßnahmen bekommen", so Althausen: "Da gibt es einiges zu verbessern!" Wie nötig das sei, habe der Anschlag in Halle gezeigt. Dankbar äußerte sie sich über die Mannheimer Polizei: "Da ist  das Verhältnis sehr gut", so Althausen. Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz habe ihr gleich nach dem Anschlag auch einen Brief geschickt, in dem er seine Anteilnahme ausdrückte.

Rita Althausen äußerte sich "geschockt und entsetzt" nach Schüssen auf eine Synagoge in Halle/Saale und der Tötung von zwei Menschen durch einen schwerbewaffneten Täter: "Aber es gibt bei uns keine Panik, denn Angst ist keine Lösung". Sie sei dankbar, dass trotz der Vorkommnisse der Gottesdienst am Mittwochabend in der Mannheimer Synagoge voll besetzt gewesen sei: "Es war ein gutes Zeichen, dass wir uns nicht unterkriegen lassen, dass wir  zu unserem Glauben stehen", betonte sie. Aber "ein mulmiges Gefühl ist irgendwie da", räumte sie ein. Es sei "entsetzlich und verwerflich, wirklich eine Schande, dass Menschen beim Beten angegriffen werden". Die Schüsse von Halle seien daher "nicht nur ein Angriff auf die Synagoge dort, sondern auf alle Menschen, auf die ganze Demokratie", so Althausen. 

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