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Hauptversammlung

Brudermüller: BASF muss schneller werden

Archivartikel

Mannheim/Ludwigshafen.Nach dem schwachen Geschäftsjahr 2018 hat BASF-Vorstandschef Martin Brudermüller tiefgreifende Veränderungen angemahnt. „Wir sind in den vergangenen Jahren in vielen Geschäften nicht mehr so gewachsen, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir müssen schneller werden... aber auch mutiger und kämpferischer“, sagte Brudermüller am Freitagmorgen auf der Hauptversammlung im Mannheimer Rosengarten.

Brudermüller stellte ein Übergangsjahr in Aussicht, um dann 2020 wieder durchzustarten. „Wir werden uns von einigen lieb gewonnen Gewohnheiten verabschieden. Dabei werden wir die richtige Balance halten. Zwischen Neuem und Bewährtem. Zwischen Einsparungen und Investitionen.“

Im Vorfeld der Hauptversammlung hatte Betriebsratschef Sinischa Horvat angemahnt, mehr in die Ausbildung junger Menschen zu investieren. Weil in den nächsten Jahren viele Mitarbeiter in Rente ginge, müsse die BASF schon jetzt verstärkt ausbilden - sonst drohe eine „enorme Personallücke“, sagte Horvath dem Südwestrundfunk. 

Für das abgelaufene Geschäftsjahr erhalten die Aktionäre eine Dividende von 3,20 Euro pro Aktie, das sind zehn Cent mehr. Auf Grundlage des Kurses am Jahresende 2018 bietet die Aktie damit eine Rendite von 5,3 Prozent. Die BASF schüttet nach eigenen Angaben 2,9 Milliarden Euro aus.

Aufsichtsratschef Jürgen Hambrecht kündigte an, noch ein Jahr zu bleiben - und sich zur Hauptversammlung 2020 aus dem Gremium zu verabschieden.

Die BASF startete schwach ins neue Quartal: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern ging um 22 Prozent auf rund 1,76 Milliarden Euro zurück. „Das ist ein trauriger Wert“, sagte Hans-Martin Buhlmann von der Vereinigung Institutioneller Privatanleger auf der Hauptversammlung.