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Die wichtigsten Nachrichten in Kürze

Coronavirus in Mannheim und Deutschland

Region Rhein-Neckar.Coronavirus in Mannheim und der Region - das Wichtigste der Woche in Kürze

+++ 28. Juni

Künftig dürfen sich 20 Menschen statt bislang 10 Personen öffentlich treffen. Die neue Regelung gilt ab dem 1. Juli.

Großveranstaltungen bleiben bis Ende Oktober jedoch verboten. Erlaubt werden sollen ab Juli Veranstaltungen bis zu einer Größe von 200 Personen und ab August bis zu 500 Personen. Was generell verboten bleibe, seien Tanzveranstaltungen, der Betrieb von Diskotheken und Prostitution.

Kitas in Mannheim sollen ab 1. Juli wieder vollständig öffnen. Wegen des Coronavirus gelten weiter besondere Bedingungen. Bspw. Lehrer und Erzieher sollen regelmäßig auf das Virus getestet werden. Das Abstandsgebot wird dann fallen

Die Menge an Antikörpern im Blut genesener Covid-19-Patienten kann einer chinesischen Studie zufolge innerhalb von zwei bis drei Monaten erheblich sinken. Dies sei sowohl bei symptomatischen Patienten als auch bei Infizierten ohne Symptome festgestellt worden, geht aus einer Untersuchung hervor. Die Studie wirft damit neue Fragen über eine etwaige Immunität gegen das Coronavirus auf.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hält eine Rückkehr zum Regelbetrieb an den Schulen in Baden-Württemberg nach den Sommerferien für unrealistisch. "Unser Kernproblem ist die hohe Zahl der Lehrkräfte und Erzieher, die sich zu den vulnerablen Gruppen zählen. In den Schulen sollen das bis zu 20 Prozent sein", sagte Kretschmann. In der vergangenen Woche hatten die Kultusminister der Länder beschlossen, dass die Schulen nach den Sommerferien wieder vollständig öffnen sollen.

Der Virologe Christian Drosten befürchtet eine unbemerkte Ausbreitung des Coronavirus in der Bevölkerung. Die Verbreitung über die Gegend hinaus zu verhindern, sei jetzt das Entscheidende, sagte der Wissenschaftler. Generell gebe es aktuell in mehreren Orten eindeutige Anzeichen, dass Sars-CoV-2 wieder komme. "Ich bin nicht optimistisch, dass wir in einem Monat noch so eine friedliche Situation haben wie jetzt, was die Epidemietätigkeit angeht" sagte Drosten. "In zwei Monaten, denke ich, werden wir ein Problem haben, wenn wir nicht jetzt wieder alle Alarmsensoren anschalten."

+++ 20. Juni

Großveranstaltungen wie zum Beispiel Volksfeste, Dorf-, Stadt-, Straßen- oder Wein-feste bleiben bis mindestens Ende Oktober 2020 verboten. Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefs der Länder haben diesen Beschluss gefasst. Wenn das Infektionsgeschehen bleibt wie es ist, streben die Länder außerdem an, spätestens nach den Sommerferien in den schulischen Regelbetrieb zurückzukehren.

Öffentliche Toiletten könnten zu den Risikoorten für eine Corona-Ansteckung zählen. Das legt eine Studie nahe. Demnach werden in der Toilette Wirbel erzeugt, die sich über der Schüssel fortsetzen - bis auf eine Höhe von knapp einem Meter, wo sie eingeatmet werden oder sich auf Oberflächen absetzen könnten. Die Lösung: Klodeckel vor dem Spülen schließen.

Die Bundesregierung stuft die Türkei zusammen mit 130 weiteren Ländern als Corona-Risikogebiet ein. Auf der Liste, die vom Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlicht wurde und nun regelmäßig aktualisiert wird, stehen auch andere beliebte Urlaubsländer wie Ägypten. Einreisende aus einem Risikogebiet müssen damit rechnen, dass sie 14 Tage in Quarantäne müssen. Für diese Länder ist unter anderem deswegen eine Aufhebung der Reisewarnung nach jetzigem Stand kaum möglich.

Die Tübinger Biotechfirma CureVac startet nach dem Mainzer Konkurrenten BionTech eine klinische Studie mit einem potenziellen Impfstoff.

Kinder stecken sich einer Studie zufolge seltener mit dem Coronavirus an als ihre Eltern. Sie seien daher nicht als Treiber der Infektionswelle anzusehen, sagte Klaus-Michael Debatin, Ärztlicher Direktor der Kinderklinik am Universitätsklinikum Ulm. Für die Studie waren etwa 5000 Menschen ohne Corona-Symptome auf das Virus und auf Antikörper dagegen getestet worden.

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes steht zum Download bereit. Im App-Store von Google und Apple kann sie heruntergeladen werden. Die App soll die Kontaktverfolgung von Infizierten ermöglichen und dadurch die Infektionsketten verkürzen. Ein Download ist freiwillig.

Die große Koalition hat sich darauf geeinigt, die Ende Juni auslaufenden Erleichterungen für Mieter und Verbraucher im Zuge der Corona-Krise bis Ende September zu verlängern. So seien Mieter länger vor Kündigungen geschützt, falls sie aufgrund der Krise in Zahlungsrückstand gerieten. Sie müssten glaubhaft machen, dass ihre Mietschulden als Auswirkungen der Pandemie entstanden seien und diese später nachzahlen. Bei Energie-, Wasser- oder Telefonrechnungen gelten ähnliche Regelungen.

Wegen der Corona-Pandemie in finanzielle Notlage geratene Studenten sollen staatliche Hilfen erhalten können. "Ab Dienstag können die Betroffenen nicht rückzahlbare Zuschüsse von bis zu 500 Euro pro Monat über ein bundesweit einheitliches Online-Verfahren beantragen", sagte CDU-Bundesbildungsministerin Anja Karliczek. Die Anträge würden dann vom jeweils vor Ort zuständigen Studenten- oder Studierendenwerk bearbeitet. Die Hilfe steht Karliczek zufolge Studenten aus dem In- und Ausland zu, unabhängig von Alter und Semesterzahl.

+++ 15. Juni

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist unklar, welchen Einfluss die Jahreszeiten auf den weiteren Verlauf der Pandemie haben. Bislang gebe es keine Daten, die auf eine veränderte Übertragung des Virus durch Wärme oder Kälte hindeuteten, sagt WHO-Experte Mike Ryan.

Das verbreitete Tragen eines Mundschutzes könnte Neuinfektionen mit dem Coronavirus einer Studie zufolge auf ein kontrollierbares Niveau senken. Weitere Wellen der Pandemie könnten in Kombination mit Lockdowns verhindert werden. Die Who empfiehlt, dass jeder in der Öffentlichkeit Stoffmasken trägt. 

Der als Teil des Konjunkturpakets vorgesehene Kinderbonus von 300 Euro soll in zwei Teilbeträgen ausgezahlt werden. Die Teilbeträge von jeweils 150 Euro werden voraussichtlich im September und Oktober mit dem Kindergeld überwiesen.

Einer Studie zufolge hat sich das Coronavirus möglicherweise schon seit August 2019 in China ausgebreitet. Forscher fanden heraus, dass schon vor dem Ausbruch der Epidemie im Dezember 2019 mehr Menschen ins Krankenhaus gefahren seien und nach Covid-Symptomen gesucht hätten.

Auch an den Hochschulen wächst der Druck, schrittweise in den Normalbetrieb zurückzukehren. Rund 2000 Professoren und Dozenten deutscher Universitäten und anderer Hochschulen fordern in einem offenen Brief die Rückkehr zur Präsenzlehre. "Wir fordern eine - vorsichtige, schrittweise und selbstverantwortliche - Rückkehr zu Präsenzformaten. Was die Schulen zu leisten in der Lage sind, sollte auch Universitäten möglich sein.“

Auf deutschen Flughäfen soll nach "Spiegel"-Informationen bald eine generelle Maskenpflicht für alle Passagiere und Angestellten eingeführt werden. Die Lufthansa will Corona-Tests für Reisende anbieten. Noch im Juni oder spätestens Anfang Juli werde die Fluggesellschaft an den Flughäfen in Frankfurt am Main und München Testcenter betreiben, in denen sich Passagiere vor dem Abflug auf das Virus untersuchen lassen können. Das Ergebnis der Tests liege dann binnen vier Stunden vor. 

Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union bis zum 31. August verlängert, auch für die Türkei. Allerdings können Ausnahmen für einzelne Länder gemacht werden, in denen die Verbreitung des Virus ausreichend eingedämmt ist. Die Türkei hat bereits am 11. Juni die Grenzen wieder für deutsche Urlauber geöffnet. Es gibt auch wieder Direktflüge von deutschen Flughäfen. Ob die Türkei eines der Länder ist, für das die Reisewarnung früher aufgehoben werden könnte, ist noch unklar. Die Bundesregierung verhandelt nun mit der Türkei darüber. "Wir werden die Reisewarnung nicht auf Dauer aufrechterhalten", sagte Bundesaußenminister Heiko Maas. 

Ab sofort können in BaWü wieder Gruppen zu zehnt eine Gaststätte besuchen, auch wenn die Beteiligten aus unterschiedlichen Haushalten kommen.

+++ 6. Juni

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey stellt reguläre Schulöffnungen nach Ende der Sommerferien in Aussicht. "Das Infektionsgeschehen, so wie es jetzt aussieht, lässt das zu."

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus werden Bahnhöfe und Züge intensiv gereinigt und desinfiziert. So öffnen auch die Zugtüren beim Halten automatisch, damit Fahrgäste nicht die Druckknöpfe zum Ein- und Aussteigen betätigen müssen. In den ICE und Intercity der Deutschen Bahn sind mehrere Hundert "Unterwegsreiniger" im Einsatz, bis August soll ihre Zahl auf 600 steigen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisiert die zunehmende Sorglosigkeit der Deutschen in der Corona-Krise. "Ich werde unruhig, wenn Menschen glauben, wir brauchen die Abstandsmaßnahmen nicht mehr. Die brauchen wir", sagte Merkel im ZDF. Maßnahmen wie das Abstandhalten müssten nach wie vor eingehalten werden.

Familien sollen pro Kind einen einmaligen Bonus von 300 Euro Bonus erhalten. Darauf verständigen sich CDU und SPD im Rahmen ihres Konjunkturpakets zur Überwindung der Corona-Krise. Den Bonus muss man höchstwahrscheinlich nicht selbst beantragen. Er wird zusammen mit dem Kindergeld ausgezahlt. Geplant ist auch, dass jeder Jugendliche, der ausbildungswillig ist, einen Ausbildungsplatz bekommen soll. Um Unternehmen einen Anreiz zu bieten, sollen Prämien gezahlt werden für jene, die genauso viel ausbilden wie bisher oder vielleicht sogar noch mehr.

In Kitas und Grundschulen im Südwesten, die Ende Juni wieder vollständig öffnen, werden die Abstandsgebote wegen des Coronavirus wegfallen. Ein Regelbetrieb könne nur ohne Abstandsgebote gehen, sagte eine Sprecherin des Kultusministeriums.

Das Gesundheitsamt hat allen offiziellen neun Badeseen des Rhein-Neckar-Kreises eine ausgezeichnete Wasserqualität bescheinigt. Dies belegen die ersten Proben, die die Fachleute im Mai genommen haben. Überprüft wurden die Seen in Altlußheim (Blausee), Brühl (Kollerinsel), Heddesheim (Badesee), Hemsbach (Wiesensee), Ketsch (Hohwiesensee), St. Leon-Rot (Badesee), Weinheim (Waidsee und FKK-See Miramar). Den Walldorfer Badesee stuften die Fachleute mit einer "ausreichenden Wasserqualität" ein. Mannheimer Freibäder öffnen ab dem 15. Juni wieder.

+++ 30. Mai

Es gibt weitere Lockerungen im Land Baden-Württemberg bezüglich der Corona-Maßnahmen:

  • Speiselokale dürfen wieder Gäste bewirten. Kneipen und Bars dürfen nach einem Beschluss des Verwaltungsgerichtshofs bereits ab Samstag Gäste im Freien bewirten. Die Öffnung der Innenbereiche in Kneipen und Bars folgt dann vom 2. Juni an.
  • Ferienwohnungen und Campingplätze können wieder öffnen, soweit eine Selbstversorgung ohne Benutzung von Gemeinschaftseinrichtungen möglich ist. Seit Freitag dürfen sie wieder ganz öffnen, genauso wie Hotels - ausgenommen sind Wellnessbereiche.
  • Freizeitparks dürfen seit Freitag öffnen, Freibäder unter Auflagen vom 6. Juni an.
  • Der Aufenthalt draußen ist auch mit Angehörigen eines weiteren Haushalts gestattet. In privaten Räumen sind Treffen mit Geschwistern und deren Familien, aber auch Treffen mit Angehörigen eines weiteren Haushalts möglich.
  • Fitnessstudios dürfen ab dem 2. Juni wieder öffnen. Auch Sportvereine sollen dann wieder in Hallen trainieren können.
  • Versammlungen sind erlaubt - mit Auflagen zur Sicherstellung des Infektionsschutzes - etwa zu Abständen oder Höchstteilnehmerzahlen.
  • Mitte Juni sollen alle Schüler zumindest zeitweise wieder Präsenzunterricht erhalten. Die Kitas sollen spätestens Ende Juni wieder vollständig öffnen. Bisher dürfen höchstens 50 Prozent der Kinder, die normalerweise die Einrichtung besuchen, gleichzeitig dort betreut werden.

Eine heftige zweite Corona-Welle könnte nach Einschätzung des Virologen Christian Drosten abgewendet werden. Er glaube, dass es eine Chance gebe, ohne Impfung glimpflich in Herbst und Winter zu kommen, sagte der Wissenschaftler im NDR-Podcast. Dafür sei es nötig, bei den Maßnahmen nachzujustieren. Abzielen solle man nach dem Vorbild Japans auf das frühe Erkennen sogenannter Superspreading-Events: Fälle, in denen ein Infizierter überdurchschnittlich viele weitere Menschen ansteckt.

Die Bundesregierung plant die Reisewarnung, die weltweit für Touristen gilt, ab 15. Juni für 31 europäische Staaten aufzuheben. Das aber nur, wenn die fortschreitende Entwicklung der Pandemie es auch zulässt. 26 Partnerländer von Deutschland gehören dazu, in der EU auch das ausgetretene Großbritannien und zudem Staaten des grenzkontrollfreien Schengenraumes: Norwegen, Island, Schweiz und Liechtenstein.

+++ 23. Mai

Außenminister Heiko Maas erwartet in den kommenden Wochen, dass die EU-Staaten sich auf Regelungen bezüglich des Sommerurlaubs einigen. "Klar ist: Wir wollen kein europäisches Wettbieten um Touristen", sagte Maas. Ziel sei ein möglichst gemeinsames Vorgehen, das transparent sei - und das für alle in Europa tragbar sowie nachvollziehbar ist. Die Bundesregierung geht davon aus, dass trotz der Corona-Krise Sommerurlaub in weiten Teilen Europas möglich sein wird. Voraussetzung sei, dass die Krankheitsentwicklung es zulasse und es vertrauenswürdige Schutzkonzepte gebe, sagte der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß. Er zeigte sich zudem überzeugt, dass die weltweit geltende Reisewarnung nach dem 14. Juni "Geschichte sein werde".

Die Bundesregierung hat Falschaussagen zu einer geplanten Impfpflicht scharf zurückgewiesen. Der Regierung werde vorgeworfen, einen Impfzwang einführen zu wollen, erklärte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer. Dies sei falsch.

Bei Friseuren sind die sogenannten gesichtsnahen Dienstleistungen wieder erlaubt. Bart-Träger dürfen sich im Salon wieder rasieren lassen, wenn der Friseur dazu ein Visier und eine stärker filternde FFP-2-Maske trägt. Unter denselben Voraussetzungen sind auch kosmetische Behandlungen an Augenbrauen und Wimpern wieder erlaubt.

Heißwetter und eine hohe Luftfeuchtigkeit haben kaum einen Einfluss auf die Coronavirus-Verbreitung, stellen Forscher in einer aktuellen Studie fest.

In Baden-Württemberg sollen Privat-Veranstaltungen wie Geburtstagsfeiern, Hochzeiten oder Taufen mit bis zu 100 Personen ab dem 1. Juni wieder erlaubt werden. Auch öffentliche Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen wie Vereinsversammlungen oder Theateraufführungen in dieser Größenordnung sollen zulässig sein. Schrittweise sollen im Laufe der Zeit auch größere Veranstaltungen wieder erlaubt werden. Das Konzept muss noch vom Kabinett abgesegnet werden.

+++ 16. Mai

In Deutschland sind bislang mehr als 173 700 Infektionen mit dem Coronavirus bekannt. Nach Angaben des RKI haben in Deutschland rund 151 700 Menschen die Infektion überstanden. Mindestens 7873 Infizierte sind bisher bundesweit gestorben. In Mannheim sind bislang 473 Menschen erkrankt, 434 Personen sind genesen, sechs Infizierte verstarben an den Folgen von Covid-19. In Baden-Württemberg gibt es mehr als 33 856 bestätigte Corona-Fälle, davon sind 29 487 Personen genesen. 1645 Infizierte sind im Land verstorben.

Arbeitnehmer können sich noch bis Ende Mai auch nach telefonischer Rücksprache mit dem Arzt krankschreiben lassen, das heißt noch bis zum 31. Mai gilt, dass Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen wegen leichter Atemwegserkrankungen für bis zu sieben Kalendertage auch per Anruf zu bekommen sind . Ab 1. Juni ist dann wieder ein Praxisbesuch dafür nötig. 

Weltweit gibt es nahezu 160 Projekte, die an einem Impfstoff forschen. Elf der möglichen Impfstoffe werden in klinischen Studien am Menschen getestet. Am weitesten fortgeschritten ist die Forschung beim chinesischen Unternehmen CanSino, dessen Impfstoff bereits in der klinischen Studienphase II erprobt wird. Das heißt, es wird erstmals an einer größeren Versuchsgruppe ausprobiert, ob die Impfung wirkt.

Der Nothilfekoordinator der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist skeptisch, dass das Coronavirus nach der rasanten weltweiten Ausbreitung noch eliminiert werden kann. "Dieses Virus kann in der Bevölkerung heimisch werden, es kann sein, dass es nie mehr verschwindet", sagte Michael Ryan. Auch HIV, das Virus, das die Immunschwächekrankheit Aids auslöst, sei nie wieder verschwunden.

Das Coronavirus könnte einer neuen Studie zufolge möglicherweise vor allem beim Sprechen übertragen werden. Die ausgestoßene Mikrotröpfchen können in einem geschlossenen Raum mehr als zehn Minuten lang in der Luft bleiben. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass jede Minute lauten Sprechens mehr als tausend virusbelastete Tröpfchen produzieren kann.

Nach wochenlangen Beschränkungen haben Deutschland, Österreich und die Schweiz die Regeln für den grenzüberschreitenden Verkehr gelockert. Seit Mitternacht ist die Einreise in beide Richtungen wieder möglich, wenn man seinen Lebenspartner oder Verwandte besuchen oder an wichtigen Familienanlässen teilnehmen will. Gleiches gilt für Besitzer selbst genutzter Liegenschaften und Schrebergärten sowie von Landwirtschafts-, Jagd- oder Forstflächen, wie das Bundesinnenministerium in Berlin am Freitagabend kurzfristig mitteilte. Ebenso dürfen Menschen einreisen, die Tiere versorgen müssen. Mit Beginn des Samstags ist auch die Grenze zu Luxemburg nach zwei Monaten wieder geöffnet.

Der Bund schlägt den Ländern angesichts der positiven Entwicklung der Corona-Infektionszahlen vor, alle Geschäfte wieder zu öffnen - ohne Quadratmeterbegrenzung. Es müssten Auflagen zur Hygiene, der Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen erfüllt werden, so die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf eine ihr vorliegende Beschlussvorlage des Bundes für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der Länder. Wichtig sei dabei, dass eine maximale Personenzahl von Kunden und Personal bezogen auf die Verkaufsfläche vorgegeben werde, heißt es weiter.

+++ 8. Mai

- Im Südwesten werden Maßnahmen zur Bekämpfung von Corona bis Pfingsten gelockert - unterteilt nach Ampelsystem in fünf Stufen.

- Vom 11. Mai an ist Sport in Außenanlagen möglich. Zudem wird das bestehende Besuchsverbot in Krankenhäusern und Altenheimen gelockert. Besuche sind unter Einhaltung von strengen Hygieneregeln wieder möglich. Ähnlich wie die Friseure im Land dürfen auch Kosmetik- oder Tattoo-Studios wieder öffnen, wenn sie strenge Hygienevorgaben befolgen. In der Woche vor Pfingsten sollen Viertklässler in den Unterricht dürfen. Campingplätze und Ziele für Ausflüge werden geöffnet, aber nur mit Einlasskontrollen. Gastwirte sollen zuerst Terrassen öffnen dürfen und in einem nachfolgenden Schritt die Innenräume.

- Ab Pfingsten können auch Hotels sowie Pensionen/Herbergen wieder öffnen.  Auch Freizeitparks dürfen wieder den Betrieb aufnehmen. 

- Das Unternehmen Roche kann einen Test auf Antikörper gegen das neuartige Coronavirus auf den Markt bringen. "Das ist jetzt einsatzfähig", sagte Christoph Franz, Verwaltungsratspräsident von Roche. Roche hat nach eigenen Angaben eine Notfallgenehmigung der US-Gesundheitsbehörde FDA für den Test bekommen.

- Bei der Fußball-Bundesliga wurde eine erste Testwelle abgeschlossen. Laut der Deutschen Fußball Liga (DFL) wurden in den 36 Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga 1700 Corona-Tests durchgeführt. Dabei seien zehn Fälle von Infektionen identifiziert worden.

- Erfolge bei der Eindämmung des Virus bergen nach Meinung des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, auch eine Gefahr einer neuen Welle von Infektionen. Er sprach davon, dass er denke, dass Ermüdungseffekte eintreten. "Das ist ja auch nur menschlich." Es liege in der Hand der Politik, immer und immer wieder darauf hinzuweisen, wie wichtig diszipliniertes Einhalten der Maßnahmen sei. "Denn sie wirken, das sieht man jetzt."

- Vor allem die älteren Menschen sind gefährdet, schwer am Virus zu erkranken und  zu sterben. Jüngere Menschen nehmen die Epidemie dagegen nicht so als Gefahr wahr - und nehmen Social Distancing weniger ernst. Damit tragen sie zur Ausbreitung bei. Das bestätigen Ergebnisse einer Studie der Harvard-Universität, deren Datengrundlage vom Robert-Koch-Institut stammen.

+++ 23. April

Aufgrund von neuen Hygienevorgaben in der Corona-Krise werden viele Friseurbesuche in Deutschland teurer. Der mit dem neuen Arbeitsschutzstandard einhergehende zeitliche Mehraufwand sowie die Kosten für Schutzausrüstung führten zu einem moderaten Anstieg der Preise, sagte Jörg Müller, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Bürger zum Durchhalten in der Corona-Krise aufgerufen und mahnte einige Bundesländer zu mehr Vorsicht bei den Lockerungen der Beschränkungen. Merkel sagte am Donnerstag im Bundestag in ihrer ersten Regierungserklärung zur Corona-Krise, die Umsetzung der Öffnungsbeschlüsse der vergangenen Woche wirke auf sie "in Teilen sehr forsch, um nicht zu sagen zu forsch". Welche Länder sie meinte, sagte die Kanzlerin nicht.

Fast ein Fünftel der deutschen Betriebe plant dem ifo-Institut zufolge wegen der Krise Stellenabbau. 18 Prozent der Firmen wollen Mitarbeiter entlassen oder befristete Verträge nicht verlängern, so das Institut.

+++ 22. April

Mit einer begrenzten Verkaufsfläche von maximal 800 Quadratmetern dürfen ab Donnerstag auch große Geschäfte und Kaufhäuser in Baden-Württemberg wieder öffnen. Die entsprechende Corona-Richtlinie für den Einzelhandel sollte noch am Mittwoch geändert werden, wie Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) mitteilte. Bisher durften im Südwesten nur Geschäfte öffnen, die insgesamt nicht mehr als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche haben. Größere Läden und Kaufhäuser mussten geschlossen bleiben, selbst wenn sie zum Beispiel mit Absperrungen kleiner gemacht wurden.

Gesundheitsminister Jens Spahn hat sich offen für Wiederaufnahme des Spielbetriebs der Fußball-Bundesliga in der Krise gezeigt - allerdings unter starken Auflagen. Es sei entscheidend, dass für die Spieler der Arbeitsschutz gewährleistet sein müsse, sagte der CDU-Politiker. Er sehe, dass für viele Millionen Fans im Fußball und in anderen Sportarten sogenannte Geisterspiele wichtig seien.

Endlich die Haare  wieder schneiden lassen: Ein Schutzstandard regelt jetzt, unter welchen Regelungen Friseursalons ab 4. Mai wieder öffnen dürfen. Zu den  Maßnahmen zählen auch Tragen einer Alltagsmaske für Friseure und Kunden. Dienstleistungen wie Wimpernfärben, Rasur oder Bartpflegen sind vorerst nicht erlaubt. 

+++ 21. April

Corona ist nach Einschätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf einem natürlichem Wege entstanden. Alle verfügbaren Informationen würden daraufhin deuten, dass das Virus nicht in einem Labor oder  anderer Stelle manipuliert beziehungsweise konstruiert wurde. "Es ist sehr wahrscheinlich, dass das Virus tierischen Ursprungs ist", so WHO-Sprecherin Fadela Chaib. Noch sei jedoch nicht klar, wie es sich auf den Menschen übertragen konnte. Aber es habe sicherlich ein Tier gegeben, welches es für eine Zeit in sich getragen habe. Alles deute darauf hin, dass es am Ende des vergangenen Jahres seine Wurzel bei Fledermäusen im Land China hätte.

Im Südwesten von Deutschland gilt ab nächster Woche die Maskenpflicht. Die baden-württembergische Landesregierung beschließt ein Gebot ab dem 27. April für den Einzelhandel und den Öffentlichen Personennahverkehr.

Der Vizepräsident des RKI, Lars Schaade, hält es derweil für wenig realistisch, das Virus in der Bundesrepublik komplett auszurotten. Selbst wenn gelingen würde, dass keine Neuinfektionen in Deutschland mehr auftreten, könne das Virus aus dem Ausland erneut eingeschleppt werden. Schaade mahnte an, bis ein Impfstoff gefunden sei, was Monate dauern dürfte, müssten neue Ansteckungen dringend vermieden werden

+++ 20. April

In Hinblick auf Wiederanlaufen des Flugbetriebs will die Luftfahrt in Deutschland Passagiere zum Tragen von Atemschutzmasken bringen. "Beim Boarding, im Flugzeug für die Dauer des Fluges und beim Aussteigen" soll beachtet werden, "dass jeder Fluggast eine Schutzmaske trägt", zitiert die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" ein Konzeptpapier. Dies sei unter Führungen deutscher Fluggesellschaften und Flughäfen abgestimmt. "Es besteht eine entsprechende Verpflichtung des Passagiers, eine Schutzmaske mitzuführen und aufzusetzen", berichtet die "FAZ" über einen der Vorschläge zur Regelung, der europäisch abgestimmt werden solle. 

Kanzleramtschef Helge Braun hat an die Menschen in Deutschland appelliert, die Lockerungen der harten Beschränkungen im Kampf gegen die Corona-Krise diszipliniert und mit Bedacht zu nutzen. "Jetzt geht es darum, die Disziplin, die wir beim zu Hause bleiben gezeigt haben, auch in andere Bereiche zu übertragen", sagte Braun der Deutschen Presse-Agentur. Wenn die Infektionszahlen wieder zu stark steigen würden, "werden wieder mehr Einschränkungen nötig werden, weil sonst ein Teufelskreis entsteht".

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erwartet, dass Abstandsregeln von 1,50 Metern und strikte Hygieneregeln noch lange eingehalten werden müssen. Dies werde "über Monate" noch der Fall sein, so Spahn.

+++ 18. April

Die Stadt Mannheim setzt die neuen Richtlinien des Landes Baden-Württemberg zur Öffnung des Einzelhandels um. Auch in Mannheim dürfen ab kommenden Montag Geschäfte wieder öffnen, die maximal 800 Quadratmeter Verkaufsfläche haben. Das betrifft  alleine 632 Betriebe in den Quadraten, das hat die Stadt Mannheim am Samstagabend in einer Pressemitteilung verkündet. Ausgenommen von dieser Regelung ist der Buchhandel: Er kann unabhängig von der Größe der Ladenfläche öffnen. Ebenso Fahrradhändler und Autohäuser. 

 Auch einzelne Läden in Einkaufszentren, wie Q6/Q7 dürfen unter bestimmten Voraussetzungen öffnen.

Wein- und Spirituosenhändler dürfen öffnen, eine Verkostung darf aber nicht angeboten werden.

Der Straßenverkauf ist für Eisdielenbesitzer wieder möglich, es dürfen aber keine Tische und Stühle zum Verzehr vor Ort aufgestellt werden. Dasselbe gilt für Kuchenverkauf von Cafés.

Nur der bereits jetzt schon zulässige mobile Handel ist erlaubt, wenn also eine Sondernutzungserlaubnis bereits vorliegt.

Voraussetzung für eine Wiederöffnung ist auch die Einhaltung strenger Hygiene- und Arbeitsschutzvorschriften. Neben den bekannten Abstandsregelungen muss zum Beispiel auch dafür Sorge getragen werden, dass nur eine bestimmte Anzahl von Personen sich innerhalb der Verkaufsfläche aufhalten darf. Die Richtgröße liegt bei einer Person pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche, wobei in dieser Zahl die Mitarbeitenden enthalten sind. Zum Schutz der Mitarbeitenden müssen entsprechende Richtlinien und Gefährdungsbeurteilungen erarbeitet werden.

Das Tragen von Masken in den Geschäften ist keine Pflicht, wird aber seitens der Stadt und des Landes empfohlen.

Die Polizei wird die Stadt Mannheim bei der Durchsetzung der Corona-Maßnahmen unterstützen, teilte die Stadtverwaltung weiter mit. Der Ordnungsdienst und das Gewerbeaufsichtsamt der Stadt werden demnach Kontrollen durchführen.

+++ 16. April

Kontaktsperre, Versammlungs- sowie Reiseverbot sollen mindestens bis 3. Mai verlängert werden. Kitas, Schulen und Universitäten sollen mindestens bis zu diesem Datum zu bleiben. Für Abschlussprüfungen könnte es Ausnahmeregeln geben.

Geschäfte bis zu einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern sollen unter strengen Infektionsschutzauflagen wieder öffnen, so auch Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen.

Unter Dienstleistungsbetrieben, bei welchen körperliche Nähe unabdingbar ist, "sollen sich zunächst Friseurbetriebe darauf vorbereiten", unter bestimmten Auflagen ab 4. Mai wieder zu öffnen.

Museen und Parks sollen ab 20. April wieder öffnen können.

Bei den Gaststätten herrscht Uneinigkeit: Der Bund will sie weiter geschlossen halten, die Länder sprechen sich "für eine zeitnahe Perspektive mit Auflagen wie für den Einzelhandel" aus. Biergärten bleiben vorerst zu.

Zusammenkünfte in Kirche, Moschee und Synagoge und auch religiöse Feierlichkeiten sowie Veranstaltungen sollen verboten bleiben.

Auch Fitnessclubs und Sportstätten sollen weiter zu bleiben.

+++ 14. April

In Deutschland sind bislang mehr als 127 900 Infektionen mit dem Coronavirus bekannt. Mindestens 3143 Infizierte sind bisher bundesweit gestorben. In Mannheim sind bislang 398 Menschen erkrankt, sechs Infizierte verstarben an den Folgen von Covid-19. In Baden-Württemberg gibt es mehr als 24 898 bestätigte Corona-Fälle, 702 Infizierte sind verstorben.

Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD) wirbt für das Tragen von Mund-Nasen-Masken in der Öffentlichkeit - und geht selbst mit gutem Beispiel voran. So trägt Mannheims Stadtoberhaupt am Dienstag bei einer Sitzung des Verwaltungsstabs eine Maske, ebenso wie alle anderen Teilnehmer. Auf Facebook erklärte er: "„Lockerungen“ in der jetzigen Situation werden bedeuten, dass wir wieder deutlich mehr gesellschaftliches Leben haben und Geschäfte und Einrichtungen wieder geöffnet werden, aber neue Regeln gelten. Dazu wird absehbar gehören, dass wir bei vielen Gelegenheiten (Behelfs-)Masken tragen werden. (...)"

Das Robert-Koch-Institut (RKI) sieht Deutschland auf einem guten Weg aus der Krise, sieht aber gleichzeitig keinen Grund zur Entwarnung. "Es gibt einige positive Tendenzen", sagte RKI-Präsident Lothar Wieler. So stiegen die Fallzahlen nicht mehr so stark  wie zu Pandemiebeginn.

Gesundheitsminister Jens Spahn dämpfte derweil die Hoffnung auf schnelle Lockerung der Regelungen nach den Ferien: "Es werden vorsichtige erste Schritte in eine neue Normalität werden", sagte er. "Wie sie aussehen könnte, diskutieren wir morgen. Dafür haben wir mehrere Empfehlungen von Experten, die eine gute Grundlagen für die Gespräche sind." Die politischen Entscheidungen liegen bei den Ländern, machte Spahn deutlich.

Als Maßnahme gegen Coronavirus-Verbreitung gilt in Jena nun auch am Arbeitsplatz Mundschutz-Pflicht. Am Dienstag trat so in der Stadt die letzte Stufe der Maskenpflicht in Kraft, so ein Stadtsprecher.

Forscher der Nationalen Akademie Leopoldina haben Empfehlungen aufgeschrieben, wie das Land in eine Art Normalität zurückkehren könnte. Bedingung ist, dass die Zahl der Neuinfektionen stabil auf niedrigem Niveau bleibt. 

  • Die Schulen sollten bald wieder öffnen, zunächst die Grundschulen und Sekundarstufen I, also Klassen von der 5. Bis 10. Klasse. Die Schüler müssten Masken tragen und getrennt in die Pause gehen. Die Älteren könnten zunächst weiter auf Home- und Videoschooling ausweichen.
  • Die Kitas sollen weiterhin für die meisten Kinder geschlossen bleiben und maximal fünf Kinder in einem Raum betreuen - bis zu den Sommerferien.
  • Mundschutz sollte im öffentlichen Nahverkehr verpflichtend sein.
  • Öffentliches Leben, Arbeiten und Reisen sollen erlaubt werden, sofern sich die Zwei-Meter-Abstandsregel durchsetzen lässt. Das würde dann zum Beispiel für den Einzelhandel, das Gastgewerbe oder auch gesellschaftliche, kulturelle und sportliche Veranstaltungen gelten.

+++ 9. April 2020

In Deutschland sind bislang mehr als 108 000 Infektionen mit dem Coronavirus bekannt. Mindestens 1747 Infizierte sind bisher bundesweit gestorben. In Mannheim sind bislang 352 Menschen erkrankt, vier Infizierte verstarben an den Folgen von Covid-19. In Baden-Württemberg gibt es mehr als 21 400 bestätigte Corona-Fälle, 514 Infizierte sind verstorben.

Wegen der Pandemie rät der Islam-Dachverband Ditib Risikogruppen im Fastenmonat Ramadan zur Zurückhaltung. Kranke beispielsweise seien sowieso vom Fasten befreit und sollten diese Möglichkeit nun auch nutzen, so Generalsekretär Abdurrahman Atasoy. "Dieses Jahr empfehlen wir zusätzlich auch jenen, die sich zwar gesund fühlen, aber als sogenannte Risikogruppe gelten und sich körperlich nicht fit genug empfinden, ebenfalls auf das Fasten zu verzichten. Die Gesundheit hat Vorrang."

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält erste Lockerungen der Maßnahmen nach den Osterferien für möglich. Bei den Infiziertenzahlen sei "positiver Trend" zu beobachten, der sich aber "verstetigen" müsse, sagte Spahn dem "Handelsblatt". Voraussetzung für mögliche Schritte in Richtung Normalität sei, dass sich die Menschen in Deutschland auch über die Osterfeiertage an die Beschränkungen halten.

Die EU-Kommission hat sich dafür ausgesprochen, den weitgehenden Einreisestopp in die Europäische Union bis zum 15. Mai zu verlängern. Der Vorschlag ist jedoch nur eine Empfehlung, entscheiden wird jedes Land für sich.

Deutschland rechnet in dieser Woche mit der Lieferung von rund 40 Millionen Schutzmasken. Das sei so viel wie in den zwei vorigen Wochen zusammen, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.

+++ 7. April 2020

In Deutschland sind bislang mehr als 101 700 Infektionen mit dem Coronavirus bekannt. Mindestens  1747 Infizierte sind bisher bundesweit gestorben. In Mannheim sind bislang 342 Menschen erkrankt, vier Infizierte verstarben an den Folgen von Covid-19. In Baden-Württemberg gibt es mehr als 20 635 bestätigte Corona-Fälle, 464 Infizierte sind verstorben.

Die baden-württembergische Landesregierung hat Ausgangsbeschränkungen für Bewohner von Alten- sowie Pflegeheimen festgelegt. Diese dürften nur noch aus triftigen Gründen wie etwa wegen Arztbesuchen verlassen werden, sagte Sozialminister Manfred Lucha am Dienstag. Auch Spaziergänge sollten soweit wie möglich auf dem Einrichtungsgelände stattfinden oder nur unter strengen Auflagen im öffentlichen Raum möglich sein. Grund für die Verschärfung ist, dass bisher geltende Besuchsverbote immer wieder umgangen wurden. "Das ist zwar menschlich nachvollziehbar, aber in der Sache natürlich brandgefährlich“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann dazu.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat einer Rückkehr in die vollständige Normalität schon nach Ostern eine Absage erteilt. "Es wird nicht sofort wieder alles so sein wie vorher", sagte er nach Gesprächen mit der baden-württembergischen Landesregierung. Er finde deshalb auch den Ausruck "Exit" unpassend, weil dieser suggeriere, dass schon bald alles wieder sein werde wie vor der Krise. "Wenn, dann geht es um eine schrittweise Rückkehr in den Alltag", so Spahn. "Das, was sicherlich als letztes wieder möglich ist, das ist im Zweifel die Party und das Volksfest."

+++ 6. April 2020

In Deutschland sind bislang mehr als 97 800 Infektionen mit dem Coronavirus bekannt. Mindestens 1523 Infizierte sind bisher bundesweit gestorben. In Mannheim sind bislang 326 Menschen erkrankt, drei Infizierte verstarben an den Folgen von Covid-19. In Baden-Württemberg gibt es mehr als 20 029 bestätigte Corona-Fälle, 427 Infizierte sind verstorben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in einem Statement am Montag darauf verwiesen, dass  "Alltagsmasken" nur Sinn machen würden, wenn sie aus festem Stoff gemacht seien und wenn man sie immer wieder wasche, heiß bügelte oder in Backofen oder Mikrowelle stecke.

Aufgrund der aktuellen Ausnahmesituation, die die Corona-Krise darstellt, bittet die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV) ihre Fahrgäste dringend, den öffentlichen Nahverkehr nicht für Freizeitfahrten oder Tagesausflüge zu nutzen. Das hat das Unternehmen am Montag bekannt gegeben. In der Pressemitteilung forderte die RNV die Fahrgäste auf, nur dringend notwendige Fahrten, zum Beispiel zur Arbeit, zum Einkaufen oder für Arztbesuche, anzutreten.

Wegen einer unerlaubten Menschenansammlung vor einer Moschee in Berlin am Freitag hat die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU), muslimische Gemeinden und Migrantenverbände in die Pflicht genommen. Sie will am Dienstag bei einer geplanten Videokonferenz diese Verbände daran erinnern, dass sie ihre Mitglieder zum Beachten der Corona-Regeln anzuhalten haben: "Jetzt kommt es auf jede und jeden an. Gesundheit geht vor, da darf es aktuell auch für gemeinsame Gebete vor Ort keine Ausnahme geben."

Für die Bekämpfung der Corona-Krise stellt Deutschland mehr als 1000 Milliarden Euro zur Verfügung. Die bislang beschlossenen Maßnahmen belaufen sich über alle Staatsebenen hinweg auf 1,137 Billionen Euro. Ein Großteil der Summe entfällt nach Angaben des Finanzministeriums auf Garantien. Hinzu kommen Zahlungen wie das Kurzarbeitergeld, Soforthilfen für Kleinunternehmer und dazu Ausgaben für das deutsche Gesundheitswesen.

+++ 4. April 2020

In Deutschland sind bislang mehr als 91100 Infektionen mit dem Coronavirus bekannt. Mindestens 1300 Infizierte sind bisher bundesweit gestorben. In Mannheim sind bisher 294 Menschen erkrankt, drei Infizierte verstarben an den Folgen von Covid-19. In Baden-Württemberg gibt es mehr als 18 510 bestätigte Corona-Fälle, 363 Infizierte sind verstorben.

+++ 3. April 2020

Die Stadt Mannheim hat am Freitag den dritten Todesfall in der Stadt in Zusammenhang mit dem Coronavirus vermeldet. So heißt es in einer Mitteilung, dass bereits am Mittwoch eine über 70-jährige Frau in einer Mannheimer Klinik verstarb.

In Deutschland sind bislang mehr als 83 700 Infektionen mit dem Coronavirus bekannt. Mindestens 1100 Infizierte sind bisher bundesweit gestorben. In Mannheim sind bisher 288 Menschen erkrankt, drei Infizierte verstarben an den Folgen von Covid-19. In Baden-Württemberg gibt es mehr als 17 000 bestätigte Corona-Fälle, 321 Infizierte sind verstorben.

Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in Deutschland zeigen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) Wirkung. Ein Mensch, der infiziert sei, stecke seit den letzten Tagen in Deutschland im Schnitt nur noch einen weiteren an, so RKI-Präsident Lothar Wieler. Grund zur Entwarnung sei dies jedoch nicht.  "Wir sehen einen ersten Trend, dass die Steigerungen der Neuinfektionen abflachen", sagte zudem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Wieler betonte zugleich erneut, dass Ältere und chronisch Kranke ein erhöhtes Risiko haben, schwer zu erkranken und an Covid-19 zu sterben. "Aber auch Menschen, die jünger sind als 60 Jahre, können sterben." Es wären 55 der bisher 1017 gemeldeten Toten jünger als 60 Jahre gewesen.

Wegen der Erfahrungen der vergangenen Tage und dem bevorstehenden schönen Wetter hat die Stadt Mannheim nach eigenen Angaben auf Wunsch der Polizei das Aufenthaltsverbot um den Alten Messplatz erweitert. 

+++ 2. April 2020

In Deutschland sind bislang mehr als 77 500 Infektionen mit dem Coronavirus bekannt. Mindestens 950 Infizierte sind bisher bundesweit gestorben. In Mannheim sind bisher 267 Menschen erkrankt, zwei Infizierte verstarben an den Folgen von Covid-19. In Baden-Württemberg gibt es mehr als 15 970 bestätigte Corona-Fälle, 281 Infizierte sind verstorben.

Der Landkreis Nordhausen in Thüringen hat schrittweise eine Mundschutzpflicht in Bussen, Geschäften sowie Taxis eingeführt. Ab Montag gilt es noch als eine Empfehlung. Nach Ostern wird es zur Pflicht. Weil Mund und Nase auch mit Tuch, Schal oder Selbstgenähtem bedeckt werden, muss niemand medizinischen Mundschutz aufkaufen.

Bei Reisen, die abgesagt wurden sowie bei Veranstaltungen in Kultur, Sport und Freizeit will die Bundesregierung eine Gutscheinlösung - statt sofortiger Rückzahlpflicht.

Das Robert-Koch-Institut hat seine Einschätzung zum Tragen von Mundschutz geändert. Wenn Menschen (auch symptomlose) vorsorglich Maske tragen, könnte das das Übertragungsrisiko von Viren auf weitere Menschen mindern, so die Bundesbehörde.

 +++ 1. April 2020

In Mannheim sind zwei nachweislich mit dem Coronavirus infizierte Personen verstorben. Es handelt sich um die ersten beiden Todesfälle in Zusammenhang mit der Krankheit in der Stadt seit dem Ausbruch der Pandemie. Verstorben sind zwei über 80-jährige Männer, die zur Risikogruppe gehörten, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

In Deutschland sind bislang mehr als 71 100 Infektionen mit dem Coronavirus bekannt. Mindestens 808 Infizierte sind bisher bundesweit gestorben. In Mannheim sind bisher 251 Menschen erkrankt, zwei Infizierte verstarben an den Folgen von Covid-19. In Baden-Württemberg gibt es mehr als 14 580 bestätigte Corona-Fälle, 239 Infizierte sind verstorben.

Die Menschen in Deutschland sollen laut einem Beschluss von Bund und Ländern die bereits geltenden weitgehenden Kontaktsperren auch über Ostern einhalten. „Eine Pandemie kennt keine Feiertage“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch.

Virologe Alexander Kekulé hat die Behörden-Haltung zum Thema Mundschutz kritisiert: "Ich finde es ganz fürchterlich, dass das Robert-Koch-Institut immer noch daran festhält, dass diese Masken nichts brächten. Das stimmt nicht: Erst einmal schützt man andere. Zum anderen schützt man sich selbst", sagte er.

Die Debatte um Mundschutz geht derweil in Deutschland also weiter. Aber was bringen Masken überhaupt? Laut Studien gab es während der SARS-Epidemie 2002/2003 einen Schutzeffekt bei sogenannten FFP-Masken. Dieser Profi-Schutz verfügt über einen Filter, der auch Viren abfangen soll. Für normale OP-Masken – sie bestehen aus mehreren Lagen, mindestens eine davon hat Filterwirkung – gibt es laut dem Robert Koch-Institut (RKI) keine ausreichenden Belege, dass sie vor Ansteckung schützen. Jedoch können sie andere schützen. Experten sind der Ansicht, dass sich die Ausbreitung des Virus so verlangsamen lässt. Denn ein Teil der durch Husten, Niesen oder die Atemluft ausgestoßenen Erreger wird von der Maske abgefangen. Auch ein selbstgenähtes Modell könne helfen. Ein weiterer Vorteil: Wer die Maske trägt, greift sich nicht an Nase und Mund – was Schmierinfektionen verhindern kann.

+++ 31. März 2020

In Deutschland sind bislang mehr als 67 000 Infektionen mit dem Coronavirus bekannt. Mindestens 700 Infizierte sind bisher bundesweit gestorben (Stand 31.3.). In Mannheim sind bisher 236 Menschen erkrankt. In Baden-Württemberg gibt es mehr als 13 300 bestätigte Corona-Fälle, 196 Infizierte sind verstorben (Stand 31.3.).

Unter den Todesopfern durch Covid-19 sind mehr Männer als Frauen. Nach Angaben von Lothar Wieler, Präsident der Robert-Koch-Instituts, sind 78 Prozent der Verstorbenen männlich. Über die Gründe ließen sich bisher keine Aussagen machen, aber möglicherweise läge es daran, dass Männer eher unter Vorerkrankungen litten oder häufiger Raucher seien.

Das jüngste deutsche Covid-19-Todesopfer war 28 Jahre alt und litt unter Vorerkrankungen.

Mit einer Regelung in Jena gilt in der ersten deutschen Stadt eine Pflicht zum Schutzmasken-Tragen. "Beim Betreten von Geschäften, im Nahverkehr und überall dort, wo Mindestabstände nicht mehr eingehalten werden können, sollen solche Masken getragen werden", heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Die Maskenpflicht wird aktuell deutschlandweit debattiert: Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sagte am Dienstag, "auf absehbare Zeit" solle es keine Maskenpflicht geben. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach spricht sich wiederum für eine Schutzmaskenpflicht für Supermarkteinkäufer aus.

Die Stadt Mannheim hat zudem am Dienstag ihre Testkriterien verändert: Auf das Virus getestet werden demnach nun auch diejenigen, die Krankheitssymptome der oberen oder unteren Atemwege haben und zudem

  • bis maximal 14 Tage vorher Kontakt zu einem COVID-19-Fall hatten,
  • oder in einer Pflegeeinrichtung oder im Krankenhaus in Verbindung mit einer Häufung von Lungenentzündungen betroffen sind,
  • in der Pflege, einer Arztpraxis oder im Krankenhaus tätig sind
  • oder mindestens einen Risikofaktor erfüllen (zum Beispiel über 60 Jahre alt sind oder Vorerkrankungen wie Herz-Kreislauf-, Leber-, Nieren oder chronische Atemwegserkrankungen, Krebs, Diabetes mellitus, Immunsuppression oder andere chronische Erkrankungen haben).

+++ 30. März 2020

In Deutschland sind bislang mehr als 61 290 Infektionen mit dem Coronavirus bekannt. Über 500 Infizierte sind bisher bundesweit gestorben (Stand 30.3.). In Mannheim sind bisher 226 Menschen erkrankt. In Baden-Württemberg gibt es mehr als 12 250 bestätigte Corona-Fälle, 163 Infizierte sind verstorben (Stand 30.3.).

+++ 29. März 2020

In Deutschland sind bislang mehr als 57 000 Infektionen mit dem Coronavirus bekannt. Über 400 Infizierte sind bisher bundesweit gestorben (Stand 29.3.). In Mannheim sind bisher 218 Menschen erkrankt. In Baden-Württemberg gibt es mehr als 11 530 bestätigte Corona-Fälle, 128 Infizierte sind verstorben (Stand 29.3.).

+++ 28. März 2020

In Deutschland sind bislang mehr als 52 100 Infektionen mit dem Coronavirus bekannt. Über 360 Infizierte sind bisher bundesweit gestorben (Stand 28.3.). In Mannheim sind bisher 196 Menschen erkrankt (Stand 27.03.). In Baden-Württemberg gibt es mehr als 10 810 bestätigte Corona-Fälle, 118 Infizierte sind verstorben (Stand 28.3.).

+++ 27. März 2020

In Deutschland sind bislang mehr als 50 000 Infektionen mit dem Coronavirus bekannt. Über 300 Infizierte sind bisher bundesweit gestorben (Stand 27.3.). In Mannheim sind bisher 196 Menschen erkrankt. In Baden-Württemberg gibt es mehr als 9720 bestätigte Corona-Fälle, 101 Infizierte sind verstorben (Stand 27.3.).

Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität gibt es derzeit weltweit mehr als 500 000 Infizierte und mehr als 23 000 Tote durch das Coronavirus.

Um das wirtschaftliche Überleben kleiner Unternehmen und Solo-Selbstständiger während der Corona-Krise zu sichern, haben alle Bundesländer Hilfsprogramme ins Leben gerufen. Profitieren sollen auch Freiberufler und Künstler. Auf der Internetseite des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg finden Unternehmen Infos zu Voraussetzungen und den Antrag zum Herunterladen.

Für Kleinunternehmen und Start-ups, die unter der Coronakrise leiden, stellte Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD) am Freitag Unterstützung der Stadt in Aussicht, wenn die Hilfsprogramme von Bund und Land nicht ausreichen.

+++ 26. März 2020

In Deutschland sind bislang mehr als 41 300 Infektionen mit dem Coronavirus bekannt. Über 230 Infizierte sind bisher bundesweit gestorben (Stand 26.3.). In Mannheim sind bisher 179 Menschen erkrankt. In Baden-Württemberg gibt es mehr als 8440 bestätigte Corona-Fälle, 76 Infizierte sind verstorben (Stand 26.3.).

Im Rhein-Neckar-Kreis ist der dritte Todesfall in Zusammenhang mit Covid-19 bestätigt worden. Nach Angaben des Landratsamts verstarb ein unter 50-jähriger Patient aus der Region am Donnerstagvormittag in einer Heidelberger Klinik.

+++ 25. März 2020

In Deutschland sind bislang mehr als 35 300 Infektionen mit dem Coronavirus bekannt. Über 180 Infizierte sind bisher bundesweit gestorben (Stand 25.3.). In Mannheim sind bisher 168 Menschen erkrankt. In Baden-Württemberg gibt es mehr als 7250 bestätigte Corona-Fälle, 56 Infizierte sind verstorben (Stand 25.3.).

Im Rhein-Neckar-Kreis und der Stadt Heidelberg sind am Mittwoch die ersten zwei Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus bestätigt worden. Wie das Landratsamt mitteilte, handelt es sich dabei um zwei über 70-jährige Männer.

Baden-Württemberg hält an den geplanten Abiturprüfungen ab dem 18. Mai fest. Das bekräftigte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) nach Gesprächen mit ihren Ressortkollegen am Mittwoch in Stuttgart. Demnach haben sich die Kultusminister auf ein einheitliches Vorgehen bei den Abschlussprüfungen verständigt.

+++ 24. März 2020

In Deutschland sind bislang mehr als 32 400 Infektionen mit dem Coronavirus bekannt. Über 150 Infizierte sind bisher bundesweit gestorben (Stand 24.3.). In Mannheim sind bisher 157 Menschen erkrankt. In Baden-Württemberg gibt es mehr als 6 000 bestätigte Corona-Fälle, 37 Infizierte sind verstorben (Stand 24.3.).

Der Anstieg der Infektionen mit dem Coronavirus im Land verlangsamt sich nach Angaben von Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne). Die Kurve flache sich aktuell ganz leicht ab, sagte Lucha am Dienstag bei einer virtuellen Pressekonferenz der Landesregierung.

+++ 23. März 2020

In Deutschland sind bislang mehr als 27 700 Infektionen mit dem Coronavirus bekannt. Über 115 Infizierte sind bisher bundesweit gestorben (Stand 23.3.). In Mannheim sind bisher mehr als 140 Menschen erkrankt. In Baden-Württemberg gibt es mehr als 5 300 bestätigte Corona-Fälle, 31 Infizierte sind verstorben (Stand 23.3.).

Das Robert Koch-Institut hat sich am Montag vorsichtig optimistisch gezeigt, dass sich der Anstieg der Fallzahlen in Deutschland aktuell leicht abschwächt.

Die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV) will ihren Sonderfahrplan in den kommenden Tagen weiter anpassen. Wie das Unternehmen am Montag bekannt gab, sollen wieder mehr Fahrten nach 22 Uhr stattfinden. Damit soll laut RNV sichergestellt werden, dass auch Schichtarbeiter schnell und bequem nach Hause kommen.

+++ 22. März 2020

In Deutschland sind bislang mehr als 24 100 Infektionen mit dem Coronavirus bekannt. Über 90 Infizierte sind bisher bundesweit gestorben (Stand 22.3.). In Mannheim sind bisher mehr als 120 Menschen erkrankt. In Baden-Württemberg gibt es mehr als 3 800 bestätigte Corona-Fälle, 27 Infizierte sind verstorben (Stand 22.3.).

Baden-Württemberg verschärft seine Einschränkungen für das öffentliche Leben wegen des Coronavirus erneut. Künftig ist nur noch erlaubt, dass bis zu zwei Menschen zusammen draußen unterwegs sind. Ausnahmen gibt es für Familien. Der Mindestabstand zueinander muss mindestens 1,5 Meter betragen.

Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder hatten sich in einer Telefonkonferenz darauf verständigt, dass zur Eindämmung der Corona-Krise Ansammlungen von mehr als zwei Personen in ganz Deutschland verboten werden. Ausgenommen werden Angehörige, die im eigenen Haushalt leben. Schließen müssen alle unter anderem Restaurants und Friseure.

Busse und Bahnen sind ab Montag, 23. März, in der Metropolregion mit einem erheblich eingeschränkten Angebot unterwegs. Die Einschränkungen gelten nach Angaben des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar (VRN) und der Rhein-Neckar-Verkehr (RNV) bis auf weiteres. Zum Teil gelten völlig neue Fahrpläne.

Auf den Strecken der DB Region und auch der S-Bahn Rhein-Neckar gilt ein Stundentakt, der abends in der Regel gegen 22 Uhr endet. 

Hier einige Änderungen im Überlick, weitere Informationen unter www.vrn.de

• S-Bahn Rhein-Neckar: Im Bereich des VRN entfallen die S-Bahn-Linien 2 und 4 komplett, es fahren lediglich die Linien 1, 3, 33, 5, 51 und 52 im Stundentakt.

• Linien der DB Regio: Die Linien RE 4 und RE 14 (Karlsruhe-Mannheim-Mainz) werden eingestellt. In der Südpfalz wird die Regionalexpress-Linie 6 Neustadt-Landau-Karlsruhe eingestellt, die Regionalbahnlinie 51 fährt auf dieser Strecke im Stundentakt erhalten.

+++ 21. März 2020

In Deutschland sind bislang mehr als 21 600 Infektionen mit dem Coronavirus bekannt. Über 70 Infizierte sind bisher bundesweit gestorben (Stand 21.3.). In Mannheim sind bisher mehr als 110 Menschen erkrankt. In Baden-Württemberg gibt es mehr als 3 800 bestätigte Corona-Fälle, 23 Infizierte sind verstorben (Stand 21.3.).

Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz (SDP) zieht ein überwiegend positives Fazit, was die Einhaltung der Allgemeinverfügung zur Eindämmung der Corona-Pandemie in seiner Stadt angeht. Dies ließ er per Pressemitteilung am Samstagabend verlauten.

Mit Maßnahmen wie zum Beispiel Abstandsmarkierungen auf dem Boden wollen unter anderem Supermarkt- und Discounterketten aktuell eine weitere Ausbreitung des Coronavirus eindämmen und zugleich die Kassierer vor Ansteckung schützen – auch in Mannheim.

Weiter wurde bekannt: Mietern soll wegen Mietschulden in der Corona-Krise nicht gekündigt werden dürfen. Das sehe eine Gesetzesvorlage der Bundesministerien für Justiz, Inneres und Wirtschaft vor, teilt die Deutsche Presse Agentur mit. Das soll für Mietschulden aus dem Zeitraum vom 1. April bis 30. September 2020 gelten.

Auf  Intensivstationen - auch in Deutschland - werden immer öfter junge Infizierte behandelt. Das habe sich in Italien gezeigt - und "das ist ein Bild, das sich auch in Deutschland ergibt", sagte Chefarzt Clemens Wendtner  von der München Klinik Schwabing.

 

+++ 20. März 2020

In Deutschland sind bislang mehr als 19 000 Infektionen mit dem Coronavirus bekannt. Über 60 Infizierte sind bisher bundesweit gestorben (Stand 20.3.). In Mannheim sind bisher mehr als 100 Menschen erkrankt. In Baden-Württemberg gibt es mehr als 3 600 bestätigte Corona-Fälle, 17 Infizierte sind verstorben (Stand 20.3.).

Ab Samstag dürfen sich nicht mehr als drei Personen auf öffentlichen Plätzen in Baden-Württemberg versammeln. Das teilte Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Freitag mit. In Mannheim fallen darunter zum Beispiel auch Wasserturmanlage, der Paradeplatz, die Neckarwiese und die Grünflächen an den Rheinterrassen. Ausnahmen gelten für Familien und Paare. Gaststätten und Restaurants werden zudem von Samstag an schließen, Essen mitnehmen ist erlaubt.

Innenminister Thomas Strobl hat aufgefordert, in diesen Zeiten auf unnötige soziale Kontakte zu verzichten: Verstöße – zum Beispiel gegen das neue Niederlassungsverbot - könnten mit Bußgeldern bis zu 25 000 Euro und auch mit mehrjährigen Haftstrafen geahndet werden.

Mannheim setzt derweil wegen Schließung von Einrichtungen zur Kindertagesbetreuung die Kita-Gebühren für April vollständig aus.

Baden-Württemberg hat zudem anstehende Abschlussprüfungen Schulen verschoben. Zentrale schulische Abschlussprüfungen wurden in die Zeit ab dem 18. Mai 2020 verschoben.

Die Allgemeinverfügung in Baden-Württemberg bedeutet für viele Branchen zudem, ihre Geschäfte zu schließen – nun auch für Friseure. Am späten Freitagabend hat die Landesregierung entschieden: Friseure dürfen keine Haare mehr schneiden.

Kanzleramtschef Helge Braun nannte Samstag als entscheidenden Tag bezüglich möglicher Ausgangssperren wegen des Coronavirus. Man werde sich das Verhalten der Bevölkerung an diesem Wochenende anschauen, sagte er. „Der Samstag ist ein entscheidender Tag, den haben wir besonders im Blick“, denn an diesem Tag würden sich die Menschen normal in ihrer Freizeit treffen.

 +++ 19. März 2020

In Deutschland sind bislang mehr als 13 000 Infektionen mit dem Coronavirus bekannt. 37 Infizierte sind bisher bundesweit gestorben (Stand 19.3., 15 Uhr). In Mannheim sind bisher mehr als 80 Menschen erkrankt. In Baden-Württemberg gibt es mehr als 2 000 bestätigte Corona-Fälle, 11 Infizierte sind verstorben (Stand 18.3., 15 Uhr).

Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, drohte am Donnerstag mit Ausgangssperren. Die Menschen würden die Lage nicht ernst genug nehmen. Er betonte abermals, soziale Kontakte und besonders Menschenansammlungen zu vermeiden. Das betonte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer TV-Ansprache. Soziale Kontakte müssten soweit es geht minimiert werden.

Die Erklärung: Je mehr Menschen Kontakt haben, desto schneller verbreitet sich das Virus. Das heißt für die Bevölkerung nach Empfehlung des Robert-Koch-Instituts: Zu Hause bleiben, soweit es geht. Große Feiern und Feste wie Hochzeiten oder Verlobungen absagen und auf Treffen mit Freunden vorerst verzichten.

Genannt werden diese Maßnahmen auch „Social Distancing“. Dazu gehört auch, einen Mindestabstand von einem Meter zu anderen Personen einzuhalten, auf Händeschütteln zu verzichten - und lieber aus der Distanz auf andere Art zu grüßen, zum Beispiel zu winken.

Wenn es nicht gelingt, Kontakte zwischen Menschen jetzt schnell zu reduzieren – dann kann es im Juni in Deutschland zehn Millionen Infizierte geben, machte der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, am Mittwoch deutlich.

Auch die Stadt Heidelberg hat am Donnerstag die Corona-Regeln erneut verschärft: Ab sofort sind keine Menschenansammlungen mit mehr als fünf Personen mehr erlaubt.

Die Stadt Mannheim motiviert ihre Einwohner derweil auch digital auf der Website www.visit-mannheim.de/stories/aktiv-in-mannheim und in den sozialen Medien zum Social Distancing: „Unter dem Hashtag #bleibMAzuhause sammeln wir Aktivitäten, die Sie aktuell zuhause tun können“, heißt es auf der Seite des Stadtmarketings.

 

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