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Chronik

Das bewegte Mannheim im Jahr 2019

Archivartikel

Überwachungskameras werden scharf gestellt, ein beschmiertes Schwein in der Nähe des Carl-Benz-Stadions sorgt für Aufsehen und der Gemeinderat genehmigt fast eine Millionen Euro für Mannheims Bäume. Das Jahr 2019 in Mannheim in der Chronik.

Januar

8.: Emilia und Elias sind die beiden beliebtesten Vornamen. Bei den Mädchen liegt Emilia damit bereits das dritte Jahr in Folge an der Spitze.

16.: Mit dem Columbus-Quartier übergibt der Bund die letzte Franklin-Teilfläche an die Stadt – jetzt werden 39 ehemalige Mannschaftsgebäude abgerissen. Die RNV reagiert auf Kritik der Behindertenverbände und lässt bei den neuen Bahnen im Wageninneren Stufen weitgehend wegfallen.

24.: Wird der Hauptbahnhof während der Bundesgartenschau 2023 zur Großbaustelle? Nach Plänen der Bahn AG soll in den Jahren 2022 bis 2024 der zweite Bauabschnitt der Tunnelstraße erfolgen. Der Oberbürgermeister schreibt einen Brief an die Bahn.

Februar 

4.: Das Theresienkrankenhaus erwägt einen Neubau an anderer Stelle und sucht nach geeigneten Plätzen.

5.: Der Gemeinderat stimmt mit klarer Mehrheit für den Radschnellweg in der Feudenheimer Au. Die Kleingärten werden verlegt.

20.: Pfarrerin Ilka Sobottke reagiert auf die anhaltende Kritik an ihren sozialpolitischen Aussagen im „Geistlichen Wort“ im „MM“. Bei einer Gesprächsrunde entschuldigt sie sich.

28.: Die umstrittene Werbereklame „Sarortti-Mohr“ soll im Capitol weiter gezeigt werden und künftig zur Diskussion über Alltags-Rassismus anregen.

März

4.: Rund 300 000 Besucher feiern trotz kühlem Wetter in der Innenstadt beim 67. gemeinsamen Fasnachtsumzug der Schwesterstädte Mannheim und Ludwigshafen.

9.: Das von Dario Fontanella erfundene Spaghetti-Eis wird 50 Jahre alt und gilt in so ziemlich allen Eiscafés als Klassiker-Spezialität.

15.: Architekturpläne für den Neubau des SWR-Studios Mannheim-Ludwigshafen an der Schafweide stoßen vor Ort auf ein positives Echo. Von gelungener Architektur und einem interessanten Solitär ist im Bezirksbeirat die Rede.

23.: Die Sanierung der Feuerwache Nord verzögert sich um mindestens ein Jahr. Und sie wird erneut deutlich teurer – um 4.25 auf 22 Millionen Euro.

April

6.: Die Bundesregierung erhebt die Sanierung der Multihalle in den Rang eines „Nationales Projekts des Städtebaus“. Damit ist ein Zuschuss von fünf Millionen Euro verbunden.

10.: Der Gemeinderat stimmt für die Anlaufstelle für Trinker: Auf dem städtischen Gelände in der Akademiestraße (Jungbusch) soll eine Aufenthalts- und Betreuungseinrichtung geschaffen werden.

27.: Das Kult-Lokal Hemmlein schließt. Fast ein halbes Jahrhundert hat Ursula Kaiser das Innenstadt-Lokal mit „gut bürgerlicher Küche“ geführt. 

Mai

7.: Die nach eigenen Angaben größte regionale Verbrauchermesse in Mannheim geht zu Ende. Die Bilanz: In den elf Tagen besuchen 334 000 Menschen den Maimarkt 2019.

23.: Schülerinnen des List-Gymnasiums wollen zum 70. Geburtstag des deutschen Grundgesetzes etwas Besonderes schaffen. In Kooperation unter anderem mit dem „Mannheimer Morgen“ veranstalten sie eine Ode an die Demokratie – und zwar mit einem Fest und anschließender Demonstration in der gesamten Innenstadt.

Juni

22.: Das Fahrrad-Festival „Monnem Bike“ zieht wieder tausende Besucher in die Innenstadt.

Juli

15.: Es wird bekannt, dass das soziale Unternehmen Markthaus Anfang des Monats Insolvenz angemeldet hat. Das Markthaus betreibt unter anderem Sozialkaufhäuser und bietet Logistik-Dienstleistungen für Wohnungsauflösungen.

17.: Die Stadt Mannheim verhängt Bußgelder für Schüler, die an „Fridays for Future“-Demonstrationen teilgenommen haben. Die Nachricht beschäftigt die Medien in ganz Deutschland. Kurz darauf zieht das Ordnungsamt die Strafe zurück.

August

6.: Ein Unwetter wütet über Mannheim und hinterlässt Verwüstung. Großer Aufreger: Mindestens 20 Bäume in der Augustaanlage werden aus dem Boden gerissen. Die Bäume sind 2014 und 2015 gepflanzt worden. 500 000 Euro hatten Mannheimer Firmen und Bürger für die Bäume gespendet.

27.: Das Projekt Überwachungskameras findet seinen Abschluss. Insgesamt sind es 17 Kameras, die in Mannheim scharf gestellt sind.

30.: Ein mit Farbe und Beleidigungen beschmiertes Schwein in der Nähe des Carl-Benz-Stadions sorgt für Aufsehen. Die Polizei vermutet Anhänger des Waldhof-Erzrivalen 1. FC Kaiserslautern hinter der Tierquälerei.

September

11.: Die Uni Mannheim stößt auf die bedenkliche NS-Vergangenheit von Curt Sandig. Die Folge: Das nach dem Mitbegründer der Uni benannte Studentenwohnheim wird umbenannt.

4.: In Mannheim sind alle Videokameras scharf gestellt. Der Landesdatenschutzbeauftragte Stefan Brink sieht im Einsatz von intelligenten Algorithmen die Chance, den Datenschutz zu stärken – trotz Überwachung.

27.: Das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit (ZI) eröffnet ein einzigartiges Forschungszentrum. Mit virtueller Realität können dort Menschen therapiert werden, die an Phobien wie Höhenangst leiden.

Oktober

14.: Der Gemeinderat genehmigt fast eine Millionen Euro für Mannheims Bäume. Dabei sollen Klimaschäden, die durch Hitze entstanden sind, beseitigt werden.

31.: Studenten demonstrieren in Baden-Württemberg für mehr Geld für ihre Bildungsreinrichtung. In Mannheim gehen rund 2000 Menschen auf die Straße.

November

15.: Der Haushaltsausschuss des Bundestages bewilligt Mittel in Höhe von 21 Millionen Euro für Projekte in Mannheim. 20 Millionen davon für die Erweiterung des Technoseums um ein Medienzentrum. Eine Million Euro fließt in die Sanierung des Wasserturms.

22.: Knapp 180 Vorschläge haben Mannheimer für die Verwendung des 500 000 Euro-Budgets beim städtischen Beteiligungshaushalt gemacht. Nun stehen die beliebtesten zehn Ideen fest.

Dezember

3.: Ermittlungen zur Babyleiche, die vor zwei Jahren im Pfingstbergweiher entdeckt wurde, werden eingestellt. Mehr als 2500 Spuren hatten die Beamten verfolgt sowie zwei Massengentests in der Metropolregion durchgeführt. Keine Spur führte zur Mutter des toten Säuglings. Auch die Herkunft sowie die Todesumstände des Babys bleiben ungeklärt.

4.: Der Film „Waldhof-Wahnsinn – der Wiederaufstieg eines Traditionsvereins“ feiert Premiere im Viernheimer Kinopolis. Für die rund 50-minütige Dokumentation hat Regisseur Florian Erker die Blau-Schwarzen mehrere Jahre begleitet.

7.: Die Mannheimer Rotary-Clubs spenden bis zu 500 Grundschulstipendien für Kinder in der Neckarstadt West. Damit wollen sie zu mehr Chancengleichheit in dem Stadtteil beitragen.

9.: Die Stadt verkündet, 50 Millionen Euro in Schulen investieren zu wollen.

27.: Der Gemeinderat sichert die Weiterfahrt des Frauen-Nachttaxis bis Ende 2021. Wegen der starken Nachfrage stocken die Stadträte das Budget von 25 000 auf 175 000 pro Jahr auf. 

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