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Alternative Folk „Untethered“ als Robert Fishers Vermächtnis

Abschied liegt in jedem Song

Archivartikel

Jeder Track ein Abschiedssong: Wie soll man „Untethered“ („Ungebunden“), das letzte Album des Alternative-Folk-Kollektivs Willard Grant Conspiracy, hören, ohne dabei daran zu denken, dass deren Gründer und einziges dauerhaftes Mitglied Robert Fisher im Februar 2017 einem Krebsleiden erlegen ist?

Der Titelsong sowie Stücke wie „All we have left“ oder „Trail’s end“ scheinen ganz explizit mit der Situation umzugehen, in der sich der schwergewichtige, ausnehmend freundliche Songwriter befand, der nur wenige Monate zuvor nach einer ausgedehnten Tour erhalten hatte.

Die 14 Stücke, deren sich Fishers langjähriger Wegbegleiter David Michael Curry nach dessen Tod angenommen hat, sind keineswegs larmoyant, klagen nicht das Schicksal an. Sie sind genauso warmherzig, melancholisch und leicht schräg wie all das, was der Mann mit dem markanten dunklen Timbre zuvor auf neun Studioalben aufgenommen hat: bewegend. (Loose Music) mm