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Geschäftsleben Familie Becker gewinnt mit ihrem Spätburgunder den ersten Preis des Magazins Vinum / In Bio-Qualität produziert

Bester deutscher Rotwein wächst in Malsch

Malsch.Sie kommen fast alle aus kleinen, unscheinbaren Orten, die nicht im Fokus stehen, wenn über Spitzen-Rotweine gesprochen wird. Wer kennt in der großen Weinwelt schon Malsch im Kraichgau? Das fragt die Redaktion der Zeitschrift Vinum, die gerade am Wochenende den deutschen Rotweinpreis an die Klassensieger vergeben hat: Und der Sensationssieger beim Spätburgunder kommt aus Malsch, gleich hinter Wiesloch und heißt Alexander Becker. Er ist der Sohn von Herbert Becker, den auch in Schwetzingen viele Bürger kennen, weil er einst den Orgelwein für St. Pankratius kreiert hat.

Die beiden Winzer haben sich wahnsinnig gefreut über die Auszeichnung. Schon merfach standen sie in den Top Ten der deutschen Spitzenrotweine, aber dass sie jetzt mit dem Spätburgunder aus dem Jahrgang 2015 sogar den Sieg erringen können, ist bei der großen Konkurrenz „ein einmaliges Erlebnis“, so Herbert Becker. Bei Vinum heißt es: „Er war über 20 Jahre Betriebsleiter eines Weingutes an der Hessischen Bergstraße – und selbstständiger Winzer im Kraichgau. Die Doppelbelastung schulterte er mit Unterstützung seiner Frau Marliese. Dann machte er sich in Malsch komplett selbstständig, hatte bald einen Namen als guter, zuverlässiger Weinmacher, der sich hauptsächlich auf weiße Burgundersorten konzentrierte. Riesling passt nicht hierher ins Badische, sagt er der Zeitschrift Vinum laut deren Hompage.

„Als Junior Alexander (31) nach seinem Studium in Geisenheim ins Weingut Becker einstieg, bekam auch der Spätburgunder eine Bedeutung. „Eleganz, Kraft und Tiefe soll er haben“, das ist Alexanders Zielsetzung, der den früheren Probierkeller zum Rotweinkeller umgebaut hat, wo heute sehr feine Tröpfchen heranreifen. 2015, im zweiten Jahr der Umstellung des Betriebs auf Bio, lief bei lediglich 30 Hektoliter Ertrag pro Hektar Anbaufläche alles optimal für die Erzeugung eines großen Rotweines, der jetzt gebührend ausgezeichnet wurde“, so Vinum.

Jetzt kommen natürlich Kaufanfragen aus der ganzen Republik, soviel kann ein Weingut dieser Größe gar nicht produzieren. Aber keine Angst, Beckers haben auch noch ganz andere sehr leckere Weine in ihrem Angebot. Es lohnt sich immer, mal in Malsch vorbeizuschauen und vielleicht hat man dann im nächsten Jahre schon einen Wein im eigenen Keller, der dann wieder ausgezeichnet wird. Aber das ist Zukunftsmusik, jetzt freuen sich die Beckers erstmal über ihre Auszeichnung und sorgen dafür, dass der Jahrgang 2018 gut ausgebaut wird und im Frühjahr auf die Flaschen kommt.