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Breiter Kader verspricht sorgenfreie Runde

Kreisliga B 4 Hohenlohe: Existenzsorgen in Laudenbach erstmal vorbei / Trainer-Duo Götz/Striffler harmoniert prima

Sichtliche Erleichterung herrscht beim TSV Laudenbach: die Gefahr, aufgrund Personalmangels nicht mehr selbstständig am Spielbetrieb teilnehmen zu können, ist mit elf Neuzugängen gebannt. Heiko Striffler bildet nun für Thomas Link das Trainergespann mit Rafael Götz. Das Trainerduo kann nun bei einem Aufgebot von 30 Spielern sogar aus dem Vollen schöpfen.

Rafael Götz, wie lautet Ihr Fazit als Trainer nach zwei Jahren Zusammenarbeit mit Thomas Link als Trainergespann des TSV Laudenbach?

Götz: Als Thomas Link und ich vor zwei Jahren die Mannschaft übernommen haben, wurde kurz zuvor unsere Reserve abgemeldet. Das war ein großer Schritt, der aber nicht abzuwenden war. Nun, nach unseren zwei gemeinsamen Jahren, ist es uns gelungen, wieder einen Kader auf die Beine zu stellen, mit dem der Spielbetrieb einer Mannschaft sichergestellt werden kann. Das ist für den Ort und die Gemeinschaft Laudenbach das wichtigste.

Heiko Striffler, als langjähriger ehemaliger Spieler, Leistungsträger und Torjäger des TSV Laudenbach übernehmen Sie nun den Part von Thomas, der aber als Spieler weiter zur Verfügung steht – was waren Ihre Beweggründe für die Übernahme dieses Amtes und welche Vorstellungen verbinden Sie damit?

Striffler: Als der Verein auf mich zukam und mir das Amt anbot, konnte ich es mir gleich vorstellen, als Trainergespann mit Rafael Götz zu arbeiten und auch mal als Trainer zu fungieren.

Ich hoffe, dass ich mit Rafael den Spielern den Spaß und die Freude am Fußball vermitteln kann.

Wie ist die Aufgabenverteilung geregelt?

Götz und Striffler: Wir erarbeiten gemeinsam die Trainingsinhalte – die ersten drei Wochen der Vorbereitung haben viel Spaß gemacht und wir harmonieren prima. Während der Spiele coacht Heiko von außen. Dies ist der große Vorteil dieser Konstellation, da Thomas und Rafael zuvor als Spielertrainer agierten und so das Coaching von außen schwer war.

Ihre Mannschaft hat schon in der Vorrunde der abgelaufenen Saison recht wechselhaft gespielt und hatte in der Rückrunde einen starken Durchhänger. Was waren die Hauptgründe für diese starken Leistungsschwankungen?

Götz: Wir hatten wie das Jahr zuvor auch einen dünnen Kader und konnten berufliche Ausfälle und verletzte Spieler qualitativ nicht 1:1 kompensieren. Teilweise mussten wir eine halbe Mannschaft ersetzen.

Der neunte Platz war eine Verschlechterung gegenüber der Vorsaison (5.), das Ziel „obere Tabellenhälfte“, das Sie mit Ihrem Team jetzt wieder anstreben, wurde verfehlt. Wäre nicht deutlich mehr drin gewesen?

Götz: Unser Saisonziel der abgelaufenen Saison war eine sorgenfreie Runde zu spielen, ohne eine Spielabsage aufgrund Spielermangels tätigen zu müssen. Dieses Ziel haben wir voll und ganz erreicht. Und da gilt es vor allem den Spielern der „ehemaligen Reserve“ zu danken, die uns immer wieder ausgeholfen haben. Wenn wir an jedem Spieltag die komplette Truppe zur Verfügung haben, wie das beispielsweise in Billingsbach der Fall war, lassen wir uns gerne in andere Tabellenregionen einordnen. Letztlich fehlte uns ein Sieg, um Platz sechs zu erreichen. Thomas Link und ich sind mit dem Abschneiden der vergangenen Runde zufrieden.

Wie schätzen Sie die Stärke der B 4 im Vergleich zum Vorjahr ein?

Götz: Wir glauben, dass in diesem Jahr die Klasse ausgeglichener ist als im letzten Jahr.

Wie bewerten Sie die Tatsache, dass die B 4 auf 13 Vereine geschrumpft ist, während die B 2 mit A 3-Absteiger Berlichingen/Jagsthausen nun insgesamt 16 Teams umfasst?

Götz und Striffler: Da wir das nicht beeinflussen können, beschäftigt uns dies wenig. Vorteilhaft ist sicherlich, dass dadurch nicht solange in den Winter hinein gespielt wird und somit hoffentlich die Spielabsagen sich in Grenzen halten.

Der in den letzten Jahren sehr kleine Kader des TSV ist durch elf Neuzugänge stark vergrößert. Muss man sich in Laudenbach jetzt keine ernsthaften Sorgen mehr um die (Fußball-)Zukunft als selbstständiger Verein machen?

Götz und Striffler: Grundsätzlich freuen wir uns sehr, dass wir im Vergleich zu den Vorjahren einen Schwung an neuen beziehungsweise reaktivierten Spielern erhalten haben. Wenn alle dabei bleiben und wir zusammenhalten, sollten wir vor einer quantitativ sorgenfreien Runde stehen.

Inwieweit tragen die Neuen nicht nur zur quantitativen sondern auch deutlich zur qualitativen Verbesserung des Kaders bei?

Götz und Striffler: Durch den breiteren Kader wird es uns hoffentlich gelingen, Ausfälle qualitativ eher kompensieren zu können. Außerdem erhoffen wir uns dadurch auch auf einzelnen Positionen einen Konkurrenzkampf, welchen es zuletzt selten gegeben hat.

Konnte der TSV Laudenbach mit insgesamt 30 Spielern im Aufgebot nun auch wieder eine Reservemannschaft melden?

Götz und Striffler: Wir haben uns entschieden, keine Reserve zu melden. Wenn ein Großteil des Kaders trainiert und zur Verfügung steht, werden wir außer Konkurrenz gelegentlich ein Reservespiel organisieren.

Wie läuft die Vorbereitung und wie zieht das Team mit?

Götz und Striffler: Wir sind zufrieden. Die Jungs ziehen mit, und unser primäres Ziel ist es, aus dem alten Stamm, den ehemaligen Jugendspielern und den externen Neuzugängen eine Mannschaft zu formen.

Worin sehen Sie Stärken bzw. Schwächen im Team?

Götz und Striffler: Diese Bewertung überlassen wir unseren positiv kritischen Zuschauern.