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Sachbuch Hannes Bahrmann zeichnet Entwicklung nach

Das Chaos in Venezuela

Archivartikel

Venezuela scheint ein hoffnungsloser Fall: Nach fast zwei Jahrzehnten sozialistischer Misswirtschaft muss das Land mit den größten Erdölreserven der Welt Öl importieren, die Menschen hungern, die Kriminalität explodiert, Proteste gegen Präsident Nicolás Maduro werden blutig niedergeschlagen. In „Venezuela. Die gescheiterte Revolution“ rechnet Hannes Bahrmann mit dem von Maduros Vorgänger Hugo Chávez ausgerufenen „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ ab.

Er beschreibt, wie das südamerikanische Land unter kubanischem Einfluss heruntergewirtschaftet und wie Wahlen in den vergangenen Jahren systematisch gefälscht wurden. Zugleich zeigt er auf, wie sich Venezuela schon Jahrzehnte vor Chávez in eine verhängnisvolle Abhängigkeit vom Erdöl begab, was Korruption und Verschwendung begünstigte, wenn nicht gar förderte. Nach seinen Büchern über Kuba (2016) und Nicaragua (2017) beendet der in der DDR aufgewachsene Autor nun seine Trilogie über die revolutionären Regime Lateinamerikas. Leider werde die bisweilen bittere Realität in diesen Ländern in Teilen der Welt noch immer vom Bild des heldenhaften Guerilleros überdeckt, klagt Bahrmann (Hannes Bahrmann: „Venezuela. Die gescheiterte Revolution“. Ch. Links Verlag, Berlin. 248 Seiten, 18 Euro). dpa