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Pop „13 Rivers“ zeigt Songwriter Richard Thompsons ganze Reife

Das Leben als langer Fluss

Daran lässt sich wohl wahre Songwritinggröße messen: Wenn die Lieder einfach aus der Feder fließen, ohne dass der Künstler darüber nachdenken muss, was sie bedeuten. Dass Richard Thompson zu den ganz Großen gehört, stand natürlich außer Frage, bevor er mit „13 Rivers“ ein ausgereiftes, vielschichtiges neues Album vorgelegt hat. „Älter werden bedeutet nicht gleich, dass das Leben leichter wird. An jeder Ecke warten Überraschungen“, sagt Thompson, der die Erfahrungen eines intensiven Jahrs in 13 typische Thompson-Songs kondensiert hat.

Titel wie „The storm won’t come“ über Schwierigkeiten beim Versuch, Veränderungen im Leben umzusetzen oder „The rattle within“, in dem der Fairport-Convention-Mitgründer Hindernisse beschreibt, die der Alltag immer im letzten Moment vor unsere Ziele schiebt, bezeugen sowohl seine Gitarrenfinesse als auch seine unaufdringliche, mit Humor durchwirkte Lebensweisheit. Eingespielt in Los Angeles mit seinen Dauerbegleitern Taras Prodaniuk (Bass) und Michael Jerome (Schlagzeug), enthält „13 Rivers“ aber auch verletzliche Liebeslieder und Balladen – große Kunst (Proper Records). müm