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Den Reichtum der Natur ehren

Am 7. Oktober wird das Erntedankfest gefeiert – ähnliche Traditionen gibt es überall auf der Welt

Erntedank in Mitteleuropa, Thanksgiving in Nordamerika, Niiname-sai in Japan oder Sukkot, das Laubhüttenfest im jüdischen Glauben: Zahlreiche Kulturen der Welt kennen Feste, um Dank zu sagen für den Reichtum an Lebensmitteln, den eine günstige Ernte den Menschen beschert hat und der hilft, die karge Winterzeit zu überleben.

In unseren Breiten ist der Spätsommer die Zeit des Jahres, in der sich die Felder, Wälder, Gärten und Äcker in einer besonderen Fülle präsentieren: Die Ähren tragen nun volles Korn, die Obstbäume sind üppig bestückt mit reifen Äpfeln, Birnen, Nüssen oder Pflaumen, an den Weinreben stehen die Trauben zur Ernte bereit, und auf den Märkten kündigt sich der Herbst mit Kartoffeln, Kürbissen, Zwiebeln und verschiedenen Kohlsorten an.

Ursprünglich ist Erntedank ein christliches Fest, so dass auch heute noch am ersten Sonntag im Oktober in vielen Kirchen Erntedankkörbe, bestückt mit Äpfeln und Birnen, Kürbis, Mais, Getreide oder Kartoffeln auf einem Altar präsentiert und in einem Gottesdienst geweiht werden.

Doch auch in Zeiten fortschreitender Säkularisierung erfreuen sich Erntedankfeste großer Beliebtheit. Nicht nur aufgrund von Trends hin zu einer regional und saisonal orientierten Ernährung findet der Gedanke, sich den Wert heimischer Lebensmittel und die Vielfalt der verschiedenen Jahreszeiten bewusst zu machen, weiterhin großen Anklang. Auch in Kindergärten und Schulen ist das Fest sehr beliebt, um den Kindern die Besonderheiten der Jahreszeiten aufzuzeigen und sie für die Vielfalt der Natur und gesunder Lebensmittel zu sensibilisieren. imp