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Den Reifeprozess fortsetzen

Kreisliga B 4 Hohenlohe: Oberstes Ziel bleibt für Wachbachs Trainer Christoph Tremmel die Weiterentwicklung der Spieler

Nachdem es in der Saison 16/17 nur zu 32 Punkten gereicht hatte, war die Zielvorgabe von 60 Punkten für 17/18 sehr optimistisch. Dem SV Wachbach II gelang also eine Punktlandung. Was waren die wesentlichen Gründe, Herr Tremmel?

Tremmel: Nachdem wir uns während der Saison 2016/2017 relativ früh von den Zielen verabschieden mussten, die wir uns selbst gesetzt hatten, standen uns zwei Möglichkeiten offen: Erstens: Die Runde so gut wie möglich abzuschließen, oder zweitens die Runde abzuhaken, und stattdessen die damals verbliebenen Spieltage dafür zu nutzen, entscheidende Dinge in unserem System zu ändern, und dies im Wettkampf zu erproben. Wir entschieden uns für Letzteres, was sicherlich bedeutete, dass wir in der damaligen Runde aufgrund der tiefgreifenden Umstellungen auch noch den einen oder anderen Punkt mehr abgeben mussten, auf lange Sicht bin ich jedoch überzeugt, dass uns dieses Handeln den entscheidenden Vorteil gebracht hat. Bei den 60 Punkten blieben wir, da wir der Meinung waren, nur weil es im ersten Anlauf nicht geklappt hat, brauchen wir unsere Ziele nicht nach unten korrigieren.

Zudem waren wir immer überzeugt, dass wir unser Ziel mit unseren Spielern verwirklichen können. Weiter kam hinzu, dass wir mittlerweile davon Abstand genommen haben, keine Spieler der ersten Mannschaft einzusetzen – verbunden mit der verbesserten Personallage bei der Ersten kam uns das natürlich ebenfalls zu Gute.

Die 60 Punkte reichten für Platz zwei. Im Entscheidungsspiel gegen Nagelsberg unterlag man klar mit 1:4. Die Enttäuschung über diese Niederlage hielt sich jedoch in Grenzen. Warum?

Tremmel: Na ja, zunächst war das nicht so klar, wie es das Ergebnis glauben machen könnte – mit etwas mehr Spielglück wären wir in den ersten 15 Minuten in Führung gegangen – wer weiß, wie sich das Spiel dann entwickelt hätte…

Die Nagelsberger wirkten doch sehr nervös und wir waren zu Beginn die bessere Mannschaft. Als dann das 1:0 aus heiterem Himmel fiel, merkte man uns diesen Schock schon deutlich an, während die Nagelsberger dann in der Folge mit der Sicherheit der Führung ein wirklich sehr gutes Spiel ablieferten und verdient gewannen.

Für unsere jungen Spieler wie beispielsweise Marcus Striffler, Marvin Huppmann und Patrick Rothenfels war dieses Spiel eine wertvolle Erfahrung.

Die vergangene Saison war trotz der Niederlage gegen Nagelsberg für uns in jeder Hinsicht eine erfolgreiche.

Die Zielvorgabe für die neue Runde lautet „oben mitspielen“. Die Konkurrenz traut mehrheitlich Ihrer Mannschaft den nächsten großen Schritt zu. Warum scheut man sich in Wachbach, die Meisterschaft als Ziel auszugeben?

Tremmel: Es ehrt uns natürlich, wenn wir bei den anderen Mannschaften einen derartigen Eindruck hinterlassen haben. Dennoch ist unser oberstes Ziel in der zweiten Mannschaft, unsere jungen Spieler weiterzuentwickeln und an die Erste heranzuführen – sie sollen Erfahrungen machen und zu gestandenen aktiven Fußballern im Wettkampf reifen. Das können sie nur, wenn sie von uns die Gelegenheit bekommen.

Wir sind eben eine „Zweite“, wir haben neben dem sportlichen Erfolg auch noch andere Ziele zu verfolgen. Die Meisterschaft hier als Ziel auszugeben, wäre kontraproduktiv.

Außerdem gibt es mit dem SV Harthausen und dem TSV Hohebach zwei sehr starke Mannschaften, vor deren Leistungen ich großen Respekt habe.

Wie stark schätzen sie die Neuzugänge und Ihr Team im Vergleich zum Vorjahr ein?

Tremmel: Es wird sehr anspruchsvoll und arbeitsintensiv werden, den Erfolg der vergangenen Saison zu wiederholen.

Wie stark schätzen Sie die B 4 im Vergleich zur letzten Saison ein?

Tremmel: Ausgeglichener und mit nur 13 Mannschaften sehr gewöhnungsbedürftig.

Wie bewerten Sie die Reduzierung auf 13 Teams?

Tremmel: Dazu äußere ich mich nicht öffentlich, unser Abteilungsleiter Jordan Murphy hat hierzu in den entsprechenden Gremien alles Nötige gesagt. Dem kann ich mich nur anschließen. Zufriedenstellend ist diese Lösung für uns, vorsichtig ausgedrückt, nicht.

Wie läuft die Saisonvorbereitung und wie zieht das Team bisher mit?

Tremmel: Die Trainingsbeteiligung ist sehr gut. Wir haben konstant 16 Spieler im Training.

Was Sie noch gerne sagen würden…

Tremmel: Vielen Dank an meinen Co-Trainer Christian Dörner für all seinen Eifer und seinen Einsatz für unser Team. Das kommt mir immer etwas zu kurz.