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„Die Jungs sollen kicken und Gas geben“

Kreisliga B 4 Hohenlohe: Weikersheim/Schäftersheim II will Nachwuchskräfte integrieren

Strauß: Diese Statistik war mir bisher gar nicht bekannt, spiegelt aber ganz gut meinen Eindruck wider. Wir haben regelmäßig gepunktet, obwohl immer wieder Spieler in der Ersten aushelfen mussten.

Ihre Mannschaft schloss wie im Vorjahr auf dem 11. Rang ab, zum angestrebten einstelligen Tabellenplatz fehlten allerdings nur sechs Punkte. Was stimmt Sie zuversichtlich, dieses Ziel in der neuen Runde erreichen zu können?

Strauß: Unser Kader bleibt fast komplett bestehen und wird noch durch A-Jugendspieler ergänzt, somit können wir Ausfälle besser auffangen. Zudem merkt man, wie sich das Team immer mehr einspielt. Wenn alle fleißig trainieren und wir fit in die Runde starten, bin ich bezüglich des einstelligen Tabellenplatzes zuversichtlich.

Insgesamt sieben neue Spieler, davon sechs aus der eigenen Jugend, stehen im Aufgebot der SGM, sind aber alle der 1. Mannschaft zugeordnet. Heißt dies, da es auch keine Abgänge gibt, dass die zweite Mannschaft mit dem Team der letzten Runde völlig identisch ist?

Strauß: Florian Wattke hat leider die Schuhe an den Nagel gehängt. Ansonsten bleibt die Mannschaft bestehen. Wo unsere Neuzugänge letztlich spielen werden, wird die Vorbereitung zeigen. Es kann durchaus sein, dass sich die A-Jugendspieler zunächst in der Zweiten beweisen müssen. Der Schritt von der A-Jugend in die Erste ist meist größer als viele zunächst denken.

Als Coach der Zweiten ist man sehr stark auf eine gute und enge Zusammenarbeit mit dem Trainer der 1. Mannschaft angewiesen – gibt es konkrete Absprachen und Regelungen mit dem neuen Trainer Manfred Wagner?

Strauß: Wir trainieren weiterhin zusammen, da der Kader ohnehin nicht komplett getrennt werden kann. Außerdem ist das Abschlussspiel Erste gegen Zweite natürlich super, um mannschaftstaktische Aspekte zu trainieren. Manfred Wagner und ich haben uns vor der Runde abgesprochen, wie das Training grundsätzlich abläuft. Die Details besprechen wir jetzt Schritt für Schritt in der Vorbereitung. Wir sind sozusagen auch noch in der Findungsphase, was ja normal ist bei einem Trainerteam. Bisher läuft alles sehr kollegial!

Wie stark schätzen Sie die B4 im Vergleich zur letzten Saison ein?

Strauß: Ich schätze die B 4 stärker beziehungsweise zumindest ausgeglichener als im Vorjahr ein. Es verabschieden sich wieder zwei schwächere Teams (Taubertal/Röttingen 2 und Westernhausen/Krautheim) wie auch schon in der Saison zuvor (Oberkessach und Bieberehren), somit wird es immer schwieriger für uns, Punkte zu sammeln. Im oberen Drittel erwarte ich eine ausgeglichene und spannende Angelegenheit.

Die B4-Vereinsvertreter erwarten einen Dreikampf zwischen dem SV Wachbach II, dem TSV Hohebach und dem FC Billingsbach mit Außenseiterchancen für Harthausen.

Strauß: Das sind genau die vier Teams, die ich auch oben sehe. Da die Runde sehr ausgeglichen sein wird, kann es aber auch Geheimfavoriten geben, die oben reinrutschen könnten, wie zum Beispiel Schrozberg oder Althausen/Neunkirchen. Letztere kann ich persönlich überhaupt nicht einschätzen, nachdem sie sich neu aufstellen mussten.

Wie bewerten Sie die Tatsache, dass A3-Absteiger SV Berlichingen/J. auf eigenen Wunsch der B 2 zugeordnet wurde, die jetzt 16 Vereine umfasst?

Strauß: Das spielt für mich persönlich absolut keine Rolle. Der Staffelleiter wird nach bestem Wissen und Gewissen entschieden haben und dann ist das eben so. Wir konzentrieren uns auf den Fußball. Uns bleibt die Auswärtsfahrt nach Berlichingen erspart und die Runde ist auch etwas kürzer - sehen wir es positiv.

Wie sieht Ihre Zwischenbilanz nach eineinhalb Jahren als Spielertrainer aus? Woran kann man Ihre „Handschrift“ erkennen?

Strauß: Ich denke, wir sind in den letzten eineinhalb Jahren vom Tabellenende (damals Zweitletzter) weg gekommen und zu einer Mannschaft geworden, die an guten Tagen für eine Überraschung sorgen kann und am Saisonende irgendwo im Mittelfeld landet. Ich hoffe, dass wir es schaffen, vom unteren Mittelfeld noch ins „gesicherte Mittelfeld“ zu rutschen. Ich hoffe, dass man meine Handschrift erkennt, aber das ist aus Trainersicht schwierig zu beurteilen. Die „Handschrift“ ändert sich auch von Runde zu Runde etwas. Anfangs haben wir im „Husarenstil“ gespielt. Schrittweise versuchen wir nun, mehr mit dem Ball anzufangen und unser Umschaltspiel zu verbessern. Ich hoffe außerdem, dass die Handschrift zeigt, dass die Jungs sich weniger um Nebensächlichkeiten wie Fehlentscheidungen des Schiris oder maulende Zuschauer kümmern, sondern einfach kicken und Gas geben.