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Die Kinder im Manne

Archivartikel

„Jumanji – Willkommen im Dschungel“: Pointenstarke Neuverfilmung

Der Dschungel ist immer noch gefährlich, aber nicht mehr so bedrohlich: „Jumanji: Willkommen im Dschungel“ (2017) hat das düstere Original aus dem Jahr 1995 mit viel Mut zur Heiterkeit aufgepeppt: Wenn ein zarter Teenager den Körper von Dwayne „The Rock“ Johnson zur Verfügung hat und eine Highschool-Diva in dem von Jack Black steckt, dann kann das ja auch gar nichts anderes werden als allerbeste Unterhaltung. Kein Wunder, dass knapp zwei Millionen Zuschauer die Komödie in den Kinos sehen wollten. In der Version 2.0 der beliebten Verfilmung eines fiktiven Brettspiels gibt es in erster Linie jede Menge Pointen. Sie sitzen fast alle.

Was zum einen daran liegt, dass die Chemie zwischen den Darstellern stimmt. Action-Star Dwayne Johnson, Komiker Kevin Hart, Jack Black und Karen Gillan spielen das Gegenteil von dem, was sie im Spiegel sehen. Sie nehmen sich genüsslich selbst und gegenseitig auf die Schippe. Ein heißes It-Girl im Körper von Jack Black? Magisch! Ein verhuschter Schlaks mit den Muckis von „The Rock“? Umwerfend komisch!

Zum anderen hat sich das Drehbuchteam um Chris McKenna und Erik Sommers die Freiheit genommen, den Hut vor dem Original zu ziehen und aus dem Remake trotzdem einen sehr eigenständigen Film zu machen. So ist das „Jumanji“-Remake nostalgisch, aber eben nicht anachronistisch.

Klar ist die Story einfach: Vier Teenager, die unterschiedlicher nicht sein können, finden eine verstaubte Konsole. Sie werden zu ihren eigenen Avataren und landen in Jumanji, das mit verschiedenen Leveln aufgebaut ist wie ein Action-Abenteuer. Nur, dass sie eben nicht mehr aussehen wie Teenager, sondern erwachsen sind und über Fähigkeiten verfügen, wie sie Computerspielfiguren haben: Sie sind unglaublich schnell, unglaublich stark, unglaublich klug. Die Kindsköpfe im Manne (und in der Frau) begeben sich auf eine Abenteuer-Schnitzeljagd durch einen gefährlichen Dschungel.

Salut für Robin Williams

Regisseur Jake Kasdan inszenierte die Neuauflage als gut gelaunte Körpertausch- und Abenteuerkomödie mit allerlei Gimmicks für Videospiel-Fans, hübschen und maßvoll eingesetzten CGI-Actionszenen und einem Ehrensalut für Robin Williams, der vor 23 Jahren im Dschungel Jumanjis verschollen war. tsch