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Weinheim Jugendchor „Vivida Banda“ ist startklar für seine USA-Reise

Ein Hörgenuss, der Gänsehaut verursacht

Archivartikel

In Allentown (Pennsylvania), Chapel Hill (North Carolina) und in der St.-John-Cathedral in New York kann man sich schon auf den Besuch von „Vivida Banda“ freuen. Der Jugendchor der Musikschule an der Peterskirche hat in den vergangenen Wochen offenbar besonders intensiv geprobt und präsentierte sich unter Leitung von Anne-Christine Langenbach sozusagen musikalisch in Topform. Gesetrn bestiegen die über 40 Sängerinnen und Sänger das Flugzeug nach Amerika, wo sie zwei Wochen lang die Ostküste bereisen und mehrere Auftritte haben. Am Mittwochabend verabschiedete sich der Chor mit einem Konzert in der Peterskirche.

20 junge Sänger

Während gemischte Nachwuchschöre manchmal mit ein paar „Alibi-Knabenstimmen“ agieren, stimmt bei „Vivida Banda“ auch die quantitative Besetzung und Mischung der Stimmlagen. Knapp 20 junge Sänger sorgten für einen vielstimmigen, farbigen und abwechslungsreichen Gesang, der kompakt und harmonisch schon im souligen modernen Gospel „O Lord, I Will Worship You“ des deutschen Kirchenmusikers Christoph Georgii aufhorchen ließ. Mit diesem Stück kann der Chor auch in den Staaten Zuhörer begeistern.

Auch in Leonard Cohens Klassiker „Halleluja“ kam der Wechsel zwischen hohen und tiefen Stimmlagen hervorragend zur Geltung, und das Halleluja wurde kraftvoll, aber nicht überzogen in den Kirchenraum geschickt.

Der wiederum kann durchaus seine Tücken haben, wenn A-cappella-Stücke von den „Wise Guys“ auf dem Programm stehen. Bei den spaßigen und launigen Stücken „Sommer“ und „Ruf doch mal an“ war es nicht immer leicht, dem Text zu folgen, auch wenn er vom Chor trefflich gesungen und rhythmisch gut verpackt wurde. Hier zeigte „Vivida Banda“ eine hoch konzentrierte Vorstellung, der ein besonders gefühlsbetonter Programmabschnitt folgte. „Gabriellas Song“ von Stefan Nilsson im Arrangement von Carsten Gerlitz aus dem bekannten schwedischen Film „Wie im Himmel“ gestaltete der Jugendchor zu einem Hörgenuss mit Solo-Einlagen, der Gänsehaut verursachte.

Vorzüglicher Klanggenuss

Zwischen den Themenblöcken des Konzertes gaben zwei Instrumentalstücke dem Chor eine kurze Verschnaufpause und bescherten dem Publikum vorzüglichen Klanggenuss mit Jakob Langenbach an der Trompete und seinem Vater Simon Langenbach am Flügel. Bei „Andante et Allegro“ des französischen Komponisten Joseph Guy Ropartz lagen Dramatik und Glorie nah beieinander, beim Andante von Joseph Haydn ließ Jakob Langenbach mit geschmeidigen Übergängen auf der Trompete das Publikum schwelgen.

Mit einem Musical-Block klang das Konzert aus, wobei das bekannte, von Josh Groban und „Westlife“ bekannt gemachte „You Raise Me Up“, komponiert von B. Graham und R. Lovland, zu einem Höhepunkt des Konzertes aufstieg. Lang anhaltender Beifall verabschiedete „Vivida Banda“ in die USA. dra