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Spvgg 06 Ketsch Verstärkungen lassen auf gute Saison hoffen

Feld ist bestellt

Frank Eissler, der vor zwei Jahren das Traineramt beim Fußball-Landesligisten Spvgg 06 Ketsch übernahm, stellt sich immer mehr als Glücksgriff heraus. Was Eissler, der als ruhiger und besonnener Mensch gilt, in den zwei Jahren seiner Tätigkeit bei den 06ern auf die Beine gestellt hat, verdient Anerkennung. Der 49-Jährige, übernahm das Team in der Kreisliga und schaffte den sofortigen Landesligaaufstieg. Auch als Liganeuling hatten die Ketscher unter der Ägide Eissler nie etwas mit dem Abstieg zu tun und belegten mit 38 Punkten einen passablen zehnten Tabellenplatz.

Kein Wunder, dass der Übungsleiter plötzlich ein gefragter Mann und Ketsch eine gute Adresse war. So musste Eissler, nach eigener Aussage, noch nie so viele E-Mails und WhatsApp-Nachrichten beantworten und zwar von Spielern, die ihr Interesse bekundeten, nach Ketsch zu wechseln. „So etwas habe ich ehrlich gesagt noch nie erlebt, aber bei mir haben sich die Spieler diesmal selbst angeboten. Das spricht für unseren Verein, in dem tolle Arbeit geleistet wird.“ Aber in erster Linie für ihn, der einiges in Ketsch bewegt hat.

Der ohnehin schon starke Kader, der keine gravierenden Abgänge zu verzeichnet hat, wird durch die Neuzugänge nochmals an Qualität gewinnen. Mit Sören Ruder wechselte ein gestandener Verbandsligaspieler mit Führungsqualitäten vom Nachbarverein SV 98 Schwetzingen zum Landesligisten. Der ehemalige SV-98-Kapitän trug mit seinen Last Minute-Treffern einen wesentlichen Beitrag zum Klassenverbleib seines Heimatvereins bei. „Mit Sören Ruder haben wir einen guten Fang gemacht, der uns sicher weiter nach vorne bringen wird“, schwärmt Eissler vom Neuzugang aus Schwetzingen.

Das Gleiche trifft auf Salvadore Rindone zu, der ebenfalls lange Verbandsligaerfahrung in den Ketscher Kader einbringt und darüber hinaus Torjägerqualität besitzt. Seine Treffsicherheit hat der quirlige Angreifer bereits mit seinen drei Treffern in der ersten Runde im Verbandspokal in Waibstadt bewiesen. Apropos Pokalrunde – da schieden die Ketscher in der zweiten Runde nach harter Gegenwehr gegen den Verbandsligisten VfB Eppingen in der Verlängerung mit 2:3 aus.

Vielversprechende Neuzugänge

Zurück zu den Neuzugängen: Ayhan Öztürk kam nach einem Abstecher beim FC Türkspor Mannheim wieder an seine alte Wirkungsstätte zurück und fühlt sich pudelwohl. Mit der Verpflichtung des Abwehrmanns Stephan Jung vom Verbandsligaaufsteiger TSV Wieblingen, haben die Ketscher ebenfalls ein gutes Händchen bewiesen. „Stephan hat in der kurzen Zeit bereits einen guten Eindruck hinterlassen. Er ist mit einem starken linken Fuß ausgestattet und sehr kopfballstark“, zeigt sich der Ketscher Coach auch von dieser Personalie begeistert. Und last but not least scheinen die Ketscher auch mit Steven Bruni vom saarländischen Verbandsligisten SV Hasborn einen weiteren starken Kicker für die linke Außenbahn an den Altrhein geholt zu haben. Die vier Nachwuchskräfte Nick und Tom Eberle, Torwart Jannik Hauschild sowie Etienne Köhler vervollständigen den 27 Mann starken Kader.

Das Feld ist bestellt, nun müssen nur noch die Früchte eingefahren werden. Einen einstelligen Platz zwischen sechs und neun sieht der Ketscher Trainer als realistisch an. Das Auftaktprogramm mit TSV Kürnbach (H), SG Eppelheim (A) und VfB St. Leon hat es allerdings in sich.

Unser Tipp: Schenkt man den Fußballexperten Glauben, dann wird der Eissler-Truppe angesichts des vorhanden Personals, ein oberer Tabellenplatz zugetraut.