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Im Interview Torhüter Deniz Tanyeri hat seine Schulterprobleme überwunden und stellt sich dem Konkurrenzkampf

„Fühle mich wieder fit, um anzugreifen“

Deniz Tanyeri ging aus der Jugend des SV 98 Schwetzingen hervor, durchlief danach die Waldhof-Schule und wechselte 2014 zum Fußball-Landesligisten FV Brühl. Nach einer schweren Schulterverletzung im Jahre 2017 entschloss er sich, seine Handschuhe zunächst beiseite zu legen und fungierte beim FVB als Torwarttrainer.

Seit März dieses Jahres ist der 26-Jährige an seiner Schulter wieder beschwerdefrei und hat wieder Lust, zwischen den Pfosten zu stehen. Wir fragten den sympathischen Torspieler, mit welchen Ambitionen er in die neue Runde geht.

Nach Ihrer schweren Schulterverletzung, hatten Sie die Torwarthandschuhe fast schon an den Nagel gehängt. Jetzt stehen Sie aber wieder im Tor. Wie kam es zu dieser Umkehr?

Deniz Tanyeri: Das ist richtig, aber es gab verschiedene Faktoren, weshalb ich wieder voll einsteigen wollte. Durch meine Funktion als Torwarttrainer habe ich den Kontakt zur Mannschaft nie verloren. Hinzu kam, dass es mir nicht leicht gefallen ist, bei den Spielen nur noch zuzuschauen. Aufgrund von Verletzungen und einer Sperre unserer beiden Torhüter in der Rückrunde habe ich wieder regelmäßig mittrainiert und auch einige Spiele absolviert. Ich habe viel an meiner Schultermuskulatur gearbeitet, um diese zu stabilisieren und fühle mich wieder fit, um voll anzugreifen.

Wie schwer wird die Runde für den FVB werden, nach dem Abgang von Torjäger Patrick Greulich sowie dem Rückzug von Tim Heene und Markus Schulze?

Tanyeri: Natürlich erscheint es auf den ersten Blick schwer, die Spieler zu ersetzten, die für den größten Teil unserer Tore in der letzten Saison gesorgt haben. Ich persönlich finde das nicht so schlimm, wie es teilweise von außerhalb befürchtet wird. Jeder Spieler muss sich jetzt mehr in die Pflicht nehmen, in der Defensive besser zu stehen, weniger Gegentore zu bekommen um eine höhere Konstanz über die gesamte Saison zu erreichen. Wir haben uns mit den Neuzugängen gut verstärkt und die Qualität in der Mannschaft ist vorhanden.

Brühl hat drei gute Torhüter, gibt es da nicht ein Gerangel, wer letztendlich das Rennen macht?

Tanyeri: Natürlich gibt es einen Konkurrenzkampf um die Nummer eins. Ich finde das kann sich nur positiv auf die Mannschaft auswirken, da jeder im Training immer alles geben muss, um sich zu empfehlen. Wir haben mit Mike Ruf einen guten Torwarttrainer, der top motiviert, und man merkt, dass jeder bemüht ist, seine Leistung abzurufen. So macht das Ganze noch einmal mehr Spaß.

Wo wird der FVB am Ende der Runde einlaufen?

Tanyeri: Zu Beginn wird es sicherlich schwierig werden, bis die vielen Neuzugänge vollständig integriert und eingespielt sind. Aber alle Neuen passen menschlich und sportlich gut in die Mannschaft und besitzen alle die Qualität, um sich in der Landesliga zu beweisen. In der abgelaufen Runde bestand die Mannschaft ja nicht nur aus Greulich, Schulze und Heene, sondern auch der Rest der Mannschaft hat Qualität bewiesen. Deshalb gehe ich von einer ähnlichen Platzierung wie in der letzten Saison, von einem gesicherten Mittelfeldplatz aus. lof