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Buchkunst Freiburgs Museen veröffentlichen einen Katalog

Galante Grafiken

Archivartikel

In Frankreich entwickeln sich 1715, nach dem Tod Ludwig XIV., liberale Strömungen. Das Land wird im 18. Jahrhundert von der Aufklärung sowie galantem Verhalten gezeichnet. Im leichten, lebhaften Stil des Rokoko entfalten sich Kunst und Literatur, vor allem die Buchkunst erlebt eine Blüte.

Mit Hingabe und Meisterschaft setzten damalige Illustratoren Texte in Bilder um, publizierten illustrierte Ausgaben literarischer Werke, genauso wie Sammelbände mit galanten Szenen und satirischen Darstellungen.

Missstände der Zeit anprangern

Das Haus der Graphischen Sammlung im Augustinermuseum in Freiburg verspricht mit der Ausstellung „La France – Zwischen Aufklärung und Galanterie“ noch bis zum 3. Juni vielfältige Einblicke in die Druckkunst des 18. Jahrhunderts. Dazu veröffentlichen die Städtischen Museen Freiburg einen deutsch-französischen Katalog.

Inhaltlich ist der Ausstellungskatalog in acht Kapitel aufgeteilt, die sich unter anderem auf Figuren, Natur und Tiere im Buchdruck des Rokokos konzentrieren. Bestandteil sind aber auch Liebespaare in romantischen und erotischen Szenen, die im 18. Jahrhundert ein wiederkehrendes Motiv darstellten. Durch Grafiken konnten ebenso Kritik und Satire verbildlicht werden. Um den königlichen Hof und die Kirche zu verspotten, wurde beispielsweise eine von Witz und Hohn geprägte neue Lesart der Geschichte Jeanne d’Arcs von Voltaire entwickelt. Theatralische Illustrationen von Moreau le Jeune unterstrichen dieses scherzhafte Werk.