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SG ASV/DJK Eppelheim Vor allem aufgrund der Verpflichtung von Patrick Greulich gilt die Mingrone-Truppe als Titelkandidat

Gut aus Startlöchern kommen

Die SG ASV/DJK Eppelheim wurde in der zurückliegen Saison ihrer Favoritenrolle nicht gerecht, brach in der Rückrunde regelrecht ein und landete letztendlich auf einen unbefriedigenden siebten Tabellenplatz. Der Grund war von den Eppelheimer Verantwortlichen schnell ausgemacht. „Uns ereilte eine Verletztenmisere, wie ich sie in den letzten Jahren noch nicht erlebt habe“, erklärt Fußball-Abteilungsleiter Achim Scharwatt.

Es begann mit der Kreuzbandverletzung von Neuzugang Tristan Grün, der die gesamte Runde ausfiel. Hinzu kamen die langwierigen Verletzungen von Sebastian Fenyö und Dirk Baumann. Mit Patrick Marinkas und Tobias Treiber fielen zwei weitere wichtige Abwehspieler eine geraume Zeit aus. Noch schwerer wog der verletzungsbedingte Ausfall von Marcel Hofbauer und Timo Staffeldt. „Wenn soviel Qualität ausfällt, dann kann das keine Mannschaft kompensieren,“ gibt Scharwatt zu verstehen und moniert auch noch die schlechten Trainingsbedingungen. Die dürfen in der neuen Saison nicht mehr als Ausrede gelten, denn die Eppelheimer besitzen seit Juli einen Sportpark, der sich wahrlich sehen lassen kann und keine Wünsche offen lässt.

„Neues Spiel, neues Glück“, heißt es nun bei den Eppelheimern und die Mannschaft und der Trainer müssen nun liefern, zumal der Kader nochmals an Qualität dazu gewonnen hat. Mit Patrick Greulich wechselt vom Ligakonkurrenten FV Brühl ein Spieler mit Torgarantie zur SG. Auch zwischen den Pfosten haben die Eppelheimer mit Dominik Machmeier, der die harte Schule des SV Sandhausen durchlaufen ist, einen starken Keeper verpflichtet.

Luca Bauer kehrte nach einjährigem Gastspiel vom FC Bammental wieder zurück an seine alte Wirkungsstätte und gilt als Aktivposten in der Abwehr. Die beiden Köbler-Brüder Fabian und Tobias haben nach einer kurzen Auszeit wieder Spaß am Fußball gefunden und möchten sich in der neuen Runde wieder bei ihrem Heimatverein einbringen.

Die Vorbereitungsphase verlief allerdings nicht nach dem Geschmack von Scharwatt. „Ich lasse das nicht gelten, dass die Vorbereitung zu hart war. Dann muss man auch einmal als Spieler den inneren Schweinehund überwinden und sich nicht wie im Spiel gegen Kirchheim mit 0:4 kampflos geschlagen geben“, redet der Abteilungsleiter Tacheles. Eppelheims Trainer Daniel Mingrone sieht das Ganze etwas gelassener und ist sich sicher, dass er zu Saisonbeginn eine schlagkräftige Truppe aufs Feld schicken wird. „Wir wollen ganz oben mitspielen, das muss auch mit diesem Kader unser Anspruch sein. Die verkorkste letzte Runde haben wir abgehakt und jetzt sehen wir nur noch nach vorne“, zeigt sich Mingrone kämpferisch.

Doch eine Baustelle bereitet dem Eppelheimer Coach noch Bauchschmerzen, denn mit Max Weiss und Patrick Marinkas hat er gleich zwei Ausfälle von Stammkräften in der Abwehr zu beklagen. Mingrone hofft allerdings, dass beide zu Rundenbeginn wieder zur Verfügung stehen. Mit Tristan Grün, der durch seine schwere Kreuzbandverletzung fast ein Jahr zum Zuschauen verdammt war, hat die SG einen weiteren gefühlten Neuzugang, der sich anschickt wieder an seine alte Leistungsstärke anzuknüpfen.

„Wichtig wird sein, dass wir gut aus den Startlöchern kommen, denn wir gelten ja bekanntlich als Spätstarter“, hofft Scharwatt, dass in den drei Auftaktspielen gegen FC Türkspor Mannheim (A), DJK/FC Ziegelhausen/Peterstal (H) und Spvgg 06 Ketsch (A), seine Mannschaft in der am 19. August beginnenden Saison ihrer Favoritenrolle gerecht wird und die ersten Dreier einfährt.

Unser Tipp: Die Eppelheimer kommen mit diesem Kader nicht

um die Favoritenrolle herum: Sollten sie vom Verletzungspech verschont bleiben, sind sie ein heißer Aufstiegskandidat.