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Literatur Tim Erzbergs Helgoland-Krimi „Sturmfeuer“

Hartnäckige Ermittlerin

Die kleine Insel Helgoland mitten in der Nordsee wird in Tim Erzbergs Kriminalroman „Sturmfeuer“ zu einem Schauplatz seltsamer Todesfälle. Es beginnt mit einer Segelregatta, bei der ein zehnjähriger Junge spurlos verschwindet. Noch während die groß angelegte Suchaktion andauert, wird der Vater des Jungen tot am Fuß der Klippen gefunden. Was ist passiert? Ein tragischer Unfall und ein Selbstmord in derselben Familie so kurz hintereinander sind zumindest seltsam, aber Landeskriminalamt und Justiz halten die Möglichkeit für denkbar. Nicht jedoch die Polizistin Anna Krüger, die bereits in Erzbergs Krimi „Hell-Go-Land“ ermittelt hatte.

Spuren führen tief in Vergangenheit

Auch in „Sturmfeuer“ verfolgt die Ermittlerin hartnäckig diverse Spuren, die in die Vergangenheit der Insel führen. Die Hintergründe für die beiden Todesfälle scheinen im Zusammenhang zu stehen mit der Schlussphase des Zweiten Weltkriegs, als Helgoland zum Ziel zahlreicher britischer Bombenangriffe wurde und die ganze Inselbevölkerung ums Überleben fürchtete. Erzberg hat aus dieser besonderen historischen Situation einen spannenden Krimi entwickelt, der auch Nicht-Helgoländern ein Gespür für die Vergangenheit und Gegenwart des Lebens auf der Insel vermittelt. (Tim Erzberg: „Sturmfeuer“. Verlag HarperCollins, Hamburg. 400 Seiten, 15 Euro). dpa