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Hessisches Landesmuseum

Hommage an Carl Philipp Fohr

Noch bis 26. August präsentiert die Graphische Sammlung des Hessischen Landesmuseums Darmstadt in der Karl-Freund-Galerie eine kleine Hommage an den Künstler Carl Philipp Fohr zum 200. Todestag des Romantikers. Fohr wurde 1795 in Heidelberg geboren und starb 1818 Rom: Am 29. Juni ertrakn er im Alter von 22 Jahren beim Baden im Tiber.

Heute gilt er als Inbegriff des „frühvollendeten“ Romantikers. Sein kurzes, tragisch abgebrochenes Leben erscheint geradezu als Sinnbild für den begeisterten Aufbruch und die geistige Spannbreite der deutschen Romantik. Damals bewegte Fohrs plötzlicher Tod die gesamte Künstlerschaft, denn der erst 22-Jährige galt als der begabteste Künstler in Rom.

Studium in München

Fohrs künstlerischer Werdegang ist eng mit Darmstadt verknüpft. Denn der Darmstädter Maler Georg Wilhelm Issel entdeckte sein Talent, nahm ihn mit nach Darmstadt und sorgte dafür, dass Erb- und Großprinzessin Wilhelmine von Hessen, geborene Prinzessin von Baden, seine Mäzenin wurde. Sie finanzierte sein Studium in München und später seinen Aufenthalt in Rom, zu dem Carl Philipp Fohr 1816 zu Fuß in Begleitung seines Hundes aufbrach.

Die Graphische Sammlung des Hessischen Landesmuseums verwahrt in ihrem Bestand 354 Zeichnungen des Künstlers. Das ist knapp die Hälfte von Fohrs Gesamt-Œuvre. 1997 fand in Darmstadt eine große monographische Ausstellung zu Carl Philipp Fohr statt, 2015 waren seine Zeichnungen und Aquarelle in der Ausstellung „Zwischen Aufklärung und Romantik“ reich vertreten.

Auswahl von 30 Werken

Im Jahr 2015 war das Hessische Landesmuseum Darmstadt Herausgeber des von Peter Märker erarbeiteten Werkverzeichnisses des Künstlers. Zum 200. Todestages zeigt es eine Auswahl von 30 Werken. Die Sonderschau ist noch bis 26. August immer dienstags, donnerstags und freitags von 10 bis 18 Uhr, mittwochs von 10 bis 20 Uhr sowie samstags und an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 17 Uhr zu sehen.

Montags ist das Hessische Landesmuseum in Darmstadt geschlossen. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren ist der Eintritt frei. Das Museum bietet zum Thema „Carl Philipp Fohr. Romantik – Landschaft und Historie” auch einen Katalog an. zg