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SV Altlußheim Trainer Michael Eisenhauer hat seit April neue Strukturen reingebracht

In ruhigem Fahrwasser

Mit Michael Eisenhauer startete ein neuer Mann beim SV Altlußheim in die Saisonvorbereitung. Seine Hauptaufgabe bestand darin, das zuletzt schlingernde Schiff wieder auf Kurs und in ruhiges Fahrwasser zu bringen – und das unter äußerst schwierigen Bedingungen. „Eigentlich standen wir fast ohne Mannschaft da. Ein Großteil der Spieler wollte gehen“, blickt Eisenhauer auf den Moment zurück, der fast zur Stunde Null hätte werden können.

„Erst als ich begonnen habe, umzustrukturieren, hat sich die Mannschaft dafür ausgesprochen, hierzubleiben, wenn ich weitermache.“ Bereits bei seinem Einstieg beim A-Ligisten hatte Eisenhauer eine inhomogene Mannschaft vorgefunden. „Ich habe die Störenfriede entfernt. Alle anderen wussten dann, was die Stunde geschlagen hat.“ Das Team blieb anschließend im Sommer komplett zusammen, mit Yannick Heller gab es nur einen Abgang. Dafür konnte Eisenhauer dann acht Neuzugänge begrüßen, die von der Mannschaft problemlos aufgenommen wurden.

„Mir war wichtig, dass die Neuen gut integriert werden. Bei der Wahl der Neuzugänge haben wir geschaut, dass es passt, denn bei uns werden die geringsten Prämien der A-Klasse gezahlt“, punktete Eisenhauer in Spielerverhandlungen meist mit weichen Faktoren wie Kameradschaft und infrastrukturellen Vorteilen. So sollen die Umkleidekabinen umgebaut werden, so dass jeder Spieler seinen eigenen festen Platz erhält. Zudem ist in Planung, den Hartplatz in ein Kunstrasenspielfeld umbauen zu lassen. „Wir stecken lieber jeden zur Verfügung stehenden Euro in die Infrastruktur anstatt in Prämien“, spricht Eisenhauer das Credo des Vereins.

Im Laufe der Saisonvorbereitung hat sich auch herauskristallisiert, dass sich Spieler aus der zweiten Mannschaft in den A-Klassen-Kader gespielt haben. „Jeder Spieler, egal ob etabliert, neu oder von der zweiten Mannschaft, muss sich innerhalb des Teams beweisen“, vergibt Eisenhauer keine Freifahrtscheine für die Stammplätze. „Wir müssen erst einmal die ersten fünf, sechs Spiele hinter uns bringen, um zu sehen, wo wir stehen.“ In einer Liga, in der die Hälfte der Mannschaften Aufstiegsambitionen hegt, geht es für die Rot-Weißen darum, erst einmal nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Dann wird auch weiter an der Infrastruktur gefeilt.