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Hirschberg/Weinheim Als Parteiloser bei den Christdemokraten auf der Liste

Jetzt will Just doch in den Kreistag

Im Jahr 2009 hatte der Hirschberger Bürgermeister Manuel Just noch eine Kandidatur für den Kreistag abgelehnt. Jetzt will der neue Weinheimer Oberbürgemeister in Wartestellung allerdings in das Regionalparlament einziehen – als parteiloser Kandidat auf der Liste der Union. Dies gab er gestern bekannt.

„Unabhängig bleiben“

Die CDU hatte vor neun Jahren bei ihm angefragt und ihn auf die Liste setzen wollen. Just nannte als Argument damals, dass er parteilos bleiben wolle und daher nicht kandidiere. Ausschlaggebend war, dass ihn die Christdemokraten 2007 zwar als Hirschberger Bürgermeisterkandidaten nominierten. Doch im Nachhinein hatten sich sowohl Freie Wähler als auch SPD und FDP hinter ihn gestellt. Vor allem die zweite bürgerliche Kraft in Hirschberg, die Freien Wähler, hatten ihm zu verstehen gegeben, dass es „rauchen“ würde, falls er für die CDU antrete.

Die Entscheidung von 2009 ist mittlerweile Schnee von gestern. In einer Pressemitteilung erklärte der 40-Jährige gestern, dass er sich als Parteiloser auf der Liste der CDU um ein Kreistagsmandat bewerbe. Während er noch immer auf die Entscheidung über die Wahlanfechtung der Oberbürgermeisterwahl warte, sei bei der Erstellung der Bewerberlisten in den vergangenen Wochen mehrfach die Frage einer Kandidatur an ihn herangetragen worden, schreibt Just.

Im Zuge der Gespräche mit mehreren Weinheimer Parteien und Wählervereinigungen sei klar geworden, dass der Oberbürgermeister der größten Stadt des Kreises wie bisher dem Kreistag angehören sollte, um deren Interessen vertreten zu können. „Ich habe mich daher dazu entschieden, im Wahlkreis Weinheim für den Kreistag zu kandidieren. Selbstverständlich verstehe ich mich weiterhin als überparteilicher und unabhängiger Bürgermeister der bürgerlichen Mitte. Da eine Kandidatur nur über eine Liste möglich ist, möchte ich mich als parteiloser Kandidat auf der Liste der CDU um ein Kreistagsmandat bewerben. Für den Fall meiner Wahl werde ich im Kreistag die Interessen der Weinheimer nachdrücklich vertreten“, sagt Just. Bei der OB-Wahl war er nicht nur von der CDU und den Freien Wählern, sondern auch von der GAL und der FDP unterstützt worden. hr