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FV Brühl Umbruch vor allem in der Offensive zu verkraften

Kann Torjäger Patrick Greulich ersetzt werden?

Man muss abwarten, wie Fußball-Landesligist FV Brühl ohne seine bisherige Torgarantie Patrick Greulich, der zum Ligakonkurrenten Eppelheim gewechselt ist, zurechtkommt. „Einen Torjäger wie Greulich können wir nicht ersetzen. Es wird deshalb notwendig sein, unser Spielsystem anzupassen und jeden Spieler in die Pflicht zu nehmen an seiner Abschlussqualität zu arbeiten,“ erklärt der Brühler Trainer Volker Zimmermann.

Beim FVB findet derzeit ein großer Umbruch statt. Neben Greulich muss der FVB-Coach auch auf vier weitere wichtige Stammspieler verzichten: Patrick Morscheid hat sich der TSG Weinheim angeschlossen hat, Enes Sen wechselte zum VfR Frankenthal, Tim Heene und Markus Schulze stehen nur noch Standby zur Verfügung. „Unser Aderlass an Spielern ist in der Tat sehr groß. Uns bricht quasi die komplette Offensive weg. Und Ersatz zu finden, ist für uns schwierig, was eben auch mit unseren finanziellen Möglichkeiten zusammenhängt“, gibt Zimmermann zu verstehen. Dennoch hat er zehn Neuzugänge rekrutiert.

„Nun gilt es abzuwarten, ob wir es schaffen, unsere Abgänge zu kompensieren. Ich denke, dass wir gerade in der Offensive eine Weile brauchen werden, bis wir da wieder unser altes Level erreichen“, lässt Zimmermann weiter wissen und hat schon an ein neues System nachgedacht. Inspiriert wurde er dabei auch von den letzten drei Weltmeisterschaftswochen: „Da hat man mal gesehen, wie erfolgreich man sein kann, wenn man hinten gut steht. Es kann gut sein, dass wir nun auch unser Hauptaugenmerk auf die Torverhinderung legen.“

Mit Can Aydingülü gewann der FVB einen erfahrenen Verbandsligaspieler von der SG Heidelberg-Kirchheim, der mit seiner positiven Ausstrahlung das Zeug zum Leader hat und einen Gewinn für die Mannschaft darstellt. Auch Luca Schrank kommt aus Kirchheim, hat dort allerdings meist nur im Perspektivteam gespielt und will sich jetzt in Brühl beweisen. Mit Alexander Knöbl und Aron Späth zog Zimmermann von seinem früheren Verein SV 98 Schwetzingen zwei talentierte junge Spieler mit viel Potenzial und einer guten fußballerischen Ausbildung an Land.

Akteure mit Potenzial

Noah Dino kommt aus Kanada und hat im College Fußball gespielt. Zimmermann hält ihn für einen robusten, technisch guten und kopfballstarken Abwehrspieler, der das Defensivkollektiv verstärken soll. Tim Wäckerle hat im letzten Jahr in Plankstadt seine Qualität bewiesen und ist als Jugendspieler sofort zum Stammspieler gereift. Das blieb dem Brühler Trainerfuchs nicht verborgen und er lotste jetzt den jungen Abwehrspieler an den Schrankenbuckel.

Alexander Cermak rückte von der zweiten Mannschaft in die Erste auf. „Alexander hatte schon immer das Potenzial, höherklassig zu spielen. Er ist ein torgefährlicher Mittelfeldmann mit Spielmacherqualität,“ freut sich der FVB-Coach, dass sich Cermak nach Beendigung seines Studiums jetzt entschieden hat, in der Landesliga anzugreifen. Auch Dominique Dörr hat sich im letzten Jahr durch gute Leistungen in der zweiten Mannschaft angeboten und erntet jetzt den Lohn mit der Aufnahme in den Landesligakader. Aus der eigenen Jugend bekommen Nico Reffert und Florian Härer die Chance, sich in der Aktivität zu beweisen. „Beide Spieler verfügen über viel physisches Potenzial, allerdings muss man bei den jungen Spielern abwarten, wie sie die Umstellung in den Seniorenbereich verarbeiten,“ will Zimmermann die beiden Youngster behutsam aufbauen.

Unser Tipp:Wenn der FVB den Abgang von Torjäger Greulich kompensieren kann, wird es eine sorgenfreie Runde.