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Erziehung Altersgerechte Spiele und Filme können vorbeugen

Kinder fürchten das „böse Monster“ unter ihrem Bett

Sie weinen, schreien, verstecken sich oder suchen Schutz bei vertrauten Personen. Kinder äußern Angst anders als Erwachsene. Beatrice Kurz, Erzieherin im Kindergarten „Spatzennest“ in Schwetzingen, berichtet unserer Zeitung, wie mit Angst bei unseren Jüngsten umgegangen werden sollte.

Die Furcht vor fremden Personen, Monstern und lauten Geräuschen ist für manche Kinder nichts Neues. Aber auch vorgelebte Ängste spielen eine große Rolle. Wenn Eltern sich vor Spinnen ekeln und ein Angstgefühl ausstrahlen, ist es nicht selten, dass das auch auf den Nachwuchs übergeht. Obwohl uns Erwachsenen die Ängste der Kinder oft banal vorkommen, sei es wichtig, „die Kinder und ihre Gefühle ernst zu nehmen. In Angstsituationen sollten Eltern sie trösten und für sie da sein“, empfiehlt Kurz.

Notwendiger Austausch

Da die Kleinen eine lange Zeit am Tag im Kindergarten verbringen, ist es für die Erzieher enorm wichtig, mit dem Elternhaus zusammenzuarbeiten. Es sollten Erfahrungen ausgetauscht werden, eine Beratung müsse stattfinden und die notwendigen Voraussetzungen erfüllt werden. Das bedeute, dass sich beide Stellen in der Verantwortung sehen müssen. Sind die Ängste tiefgründiger, „raten wir Erzieher den Eltern, sich professionelle Hilfe zu nehmen und verweisen auf die entsprechenden Beratungsstellen“, erzählt Kurz.

Entstehung vermeiden

Eine Vielzahl von Ängsten könnte leicht verhindert werden. Wie das machbar ist, erklärt Kunz: „Wir weisen immer wieder auf altersgerechte Filme, Spielzeug und Geschichten hin.“ Aus der Praxis weiß aber wohl jeder, dass die sogenannte Altersbeschränkung oftmals nur ein Symbol darstellt. Die meisten Eltern seien sich den Gefahren, die dahinter stecken könnten, nicht wirklich bewusst. Kurz rät weiter: „Am Wichtigsten ist es, mit den Kindern über ihre Ängste zu sprechen und sie nicht damit alleine zu lassen!“ jade