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Internationales Literaturfestival Rund 200 Künstler aus 50 Ländern werden bei der Veranstaltung in Berlin erwartet / Gestern eröffnet

Kinder sollen das Lesen genießen

Archivartikel

Kindern Lust auf Bücher machen – mit diesem Appell hat die schwedische Schriftstellerin Frida Nilsson gestern die Jugendsektion beim Internationalen Literaturfestival Berlin eröffnet. Die vielfach ausgezeichnete 39-jährige Autorin („Ich, Gorilla und der Affenstern“) rief dazu auf, das kindliche Lesen als reines Vergnügen zu begreifen und nicht als eine Art Förderkurs zum Erwachsenwerden. Die Kindheit sei das „goldene Zeitalter“, das man möglichst frei und unbeschwert erleben müsse.

Insgesamt sind bei dem Festival bis zum 15. September rund 200 Künstler und Autoren aus 50 Ländern vertreten, darunter bekannte Namen wie Michael Ondaatje, Nino Haratischwili, Helene Hegemann, Ai Weiwei, Didier Eribon, Sebastian Barry und Bernhard Schlink. Aber auch Länder wie Indien, Malaysia, Thailand und Syrien sind mit vielversprechenden Autoren in Berlin zu Gast.

Höherer Etat als in den Vorjahren

Zur offiziellen Eröffnungsrede am gestrigen Abend wurde die österreichische Autorin Eva Menasse erwartet. Das Festival kündigte an, Menasse werde unter dem Titel „Digitale Gespenster“ den Veränderungen des Alltags und des politischen Lebens durch die neuen Techniken nachgehen. Ein Auftritt des Pianisten Igor Levit stand ebenso auf dem Programm wie eine Buchpräsentation, bei der Schauspieler Burghart Klaußner seinen Debütroman „Vor dem Anfang“ vorstellen sollte.

Die 18. Runde des Literaturfestivals ist nach Angaben von Festivalchef Ulrich Schreiber finanziell deutlich besser ausgestattet als frühere Ausgaben. Bis 2021 sei die Basisförderung durch den Hauptstadtkulturfonds auf 600 000 Euro angehoben worden – „eine politische Akzentuierung, die zwar längst überfällig war, uns aber naturgemäß nachhaltig sehr freut“, sagte Schreiber laut Redetext. dpa

Info: Programm unter: www.literaturfestival.com