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Kleiner Bär mit großer Fan-Schar

Archivartikel

„Paddington 2“: Gelungene Fortsetzung des Kinder- und Familienfilms / Elyas M’Barek als deutsche Stimme des Kinohelden

Manche Lebewesen muss man einfach liebhaben, und Paddington gehört zweifellos dazu. Vor vier Jahren eroberte der kleine Bär mit dem blauen Dufflecoat die Herzen der Kinogänger. In Großbritannien wurde „Paddington“ 2014 zum erfolgreichsten Familienfilm nach „The Lego Movie“.

Auch hierzulande schauten mehr als zwei Millionen Menschen gespannt zu, wie Paddington seine Heimat Peru verließ und sich in London gegen die zwielichtige Tierpräparatorin durchsetzen musste. In „Paddington 2“ (2017, erhältlich auf DVD, Blu-ray Disc, Ultra HD Blu-ray und als Video-on-Demand) steht ihm nun das nächste Abenteuer bevor.

Paddington (gesprochen von Elyas M’Barek) hat sich in London eingelebt. Bei seiner Wahlfamilie, den Browns (unter anderem Sally Hawkins und Hugh Bonneville), fühlt er sich „bärenwohl“. Als der 100. Geburtstag seiner nach wie vor in Peru lebenden Tante Lucy ansteht, will Paddington ihr eine ganz besondere Freude machen: Weil sie stets von einer Reise nach London geträumt hat, möchte er ihr ein einzigartiges Pop-up-Buch über die Hauptstadt schicken. Um es bezahlen zu können, sucht Paddington sich verschiedene Jobs, die er mal mehr und mal weniger gut meistert. Er hat gerade das Geld zusammen, da wird das Pop-up-Buch aus dem Antiquitätenladen von Mr. Gruber (Jim Broadbent) gestohlen. Ob der ebenso eitle wie abgehalfterte Theaterstar Phoenix Buchanan (exzellent: Hugh Grant) etwas mit der Sache zu tun hat? Paddington und die Browns beginnen ihre eigenen Ermittlungen. Dabei landet der arme Paddington sogar im Gefängnis...

Ihren Ursprung hat die Geschichte in der gleichnamigen Kinderbuchreihe des englischen Autors Michael Bond. Zwischen 1958 und 2017 schrieb er mehr als 20 Bücher über den putzigen Bären, die sich weltweit 35 Millionen Mal verkauften und in mehr als 40 Sprachen übersetzt wurden. Das Drehbuch zu „Paddington 2“ entwickelte Regisseur Paul King gemeinsam mit Simon Farnaby.

Voller Witz und Wärme

Der Film lebt vom Charme der hervorragend animierten Titelfigur, besticht aber auch mit viel Warmherzigkeit, Witz und guter Laune. Für die Kleinen gibt es kindgemäße Albernheit, die Großen können sich an der detailverliebten Ausstattung erfreuen. Kein Wunder, dass mehr als eine Million Zuschauer ein Kinoticket lösten. Es hätten sogar noch einige mehr sein dürfen. tsch