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Viernheim Forstamt appelliert an Spaziergänger und Sportler, die Warnungen ernst zu nehmen und sich an die Verbote zu halten

Kleiner Funke kann Brand entfachen

„Waldbrandgefahr! Rauchen und Feuer machen strengstens verboten“ steht mit roter Schrift auf den Hinweisschildern. So macht das Forstamt Spaziergänger und andere Waldbesucher auf die Gefahr aufmerksam, die derzeit aufgrund der anhaltenden Trockenheit in Wald und Flur herrscht.

„Die Situation wird von Tag zu Tag kritischer“, sagt Ralf Schepp, Leiter des Forstamts Lampertheim. auf Nachfrage des „Südhessen Morgen“. „Wir hatten lange Zeit keinen Niederschlag. Das führt dazu, dass das Gras am Waldboden sehr trocken ist und sich leicht entzünden kann“, berichtet er. Der Regen, der bei wenn auch teils heftigen Gewittern, gefallen sei, habe bei weitem nicht ausgereicht, um die Trockenheit zu lindern. Jetzt ist die Lage schon so, dass ein Funke ausreichen kann, um einen Wald- oder Flächenbrand zu entfachen.

Deswegen appelliert Schepp an alle Waldbesucher, dort nicht zu rauchen und keine Zigarettenkippen wegzuwerfen. Auch Glasscherben können Feuer entzünden, weshalb keine Flaschen liegengelassen oder weggeworfen werden sollten. Sie könnten bei starker Sonneneinstrahlung als Brennglas wirken. Eine Gefahr stellen auch Autos dar, die nicht auf den dafür vorgesehenen Parkplätzen abgestellt werden. Wer seinen Wagen mit heißem Katalysator nämlich einfach am Weg- oder Feldrand parkt, riskiert ebenfalls ein Feuer, weil sich darunter befindliches trockenes Gras leicht entzünden kann. Achtloses Verhalten kann bei solcher Trockenheit rasch verheerende Auswirkungen haben. Noch schlimmer ist aber, wenn wider besseren Wissens Feuer entfacht oder gar absichtlich gelegt wird. Deswegen ist jede Form von offenem Feuer im Sommer strengstens untersagt. Und das gilt für Kerzen ebenso wie für Grill- oder Lagerfeuer. Grillen ist nur an extra dafür ausgewiesenen Plätzen erlaubt.

Wer einen Waldbrand entdeckt, sollte über die Notrufnummer 112 umgehend die Feuerwehr alarmieren. Dass heutzutage fast alle Spaziergänger ein Mobiltelefon dabei haben, sei mit Blick auf die Waldbrandgefahr ein großer Vorteil, sagt Schepp. So würden die Brände meist schnell gemeldet und die Feuerwehr könne entsprechend rasch ausrücken und Schlimmeres verhindern. Auch die Tatsache, dass der Wald rund um Lampertheim ein beliebter Aufenthaltsort für Hundebesitzer, Freizeitsportler oder Spaziergänger ist, führe dazu, dass Waldbrände in der Regel schnell gesehen oder auch gerochen würden.

Ortskenntnisse wichtig

Die Forstverwaltung selbst ist laut Schepp personell nicht in der Lage, regelmäßig zu kontrollieren oder auch sogenannte Feuerschutzstreifen, die mindestens zehn Meter breit sein müssten, anzulegen und zu pflegen. Forstmitarbeiter können im Ernstfall die Feuerwehr aber durch ihre guten Ortskenntnisse unterstützen, damit die Einsatzkräfte möglichst rasch die Brandstelle erreichen und mit dem Löschen beginnen können.